Calutron operators at their panels, in the Y-12 plant at Oak Ridge, TN during World War II.
Calutron operators at their panels, in the Y-12 plant at Oak Ridge, TN during World War II.

The calutrons were used to refine uranium ore into fissile material. During the Manhattan Project effort to construct an atomic explosive, workers toiled in secrecy, with no idea to what end their labors were directed.

Gladys Owens, the woman seated in the foreground, did not realize what she had been doing until seeing this photo in a public tour of the facility fifty years later.

Date: Circa 1943 to 45
Source: Ed Westcott / American Museum of Science and Energy, other versions available at http://smithdray1.net/angeltowns/or/go.htm and http://www.flickr.com/photos/amse/2965052816/
Author: Ed Westcott / US Army / Manhattan Engineering District[1]

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Y12_Calutron_Operators.jpg

2010-01-21 | achtphasen | 20:57:03 | Email | 1 comment




 

Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]
Einige Gedanken zum obigen Foto


Nach anderer Quelle ist die nächste der abgelichteten Damen auf dem Foto Gladys Owens. "Gladys Owens was one of "The Calutron Girls" from January 1945 to August 1945."

Ihrem und anderen Berichten kann man die ausserordentliche Anspannung jener Zeit entnehmen, in der sich die USA gegen ein totalitäres Regime zu wehren hatten und einer deutschen Atombombe zuvor kommen mußten.

Der Krieg in Deutschland war glücklicherweise schon beendet, als der erste A-Waffen-Test auf Anhieb gelang - bei früherem Testerfolg wäre eine deutsche Stadt denkbares Ziel eines Angriffes wie auf Hiroshima oder Nagasaki geworden.

Die Sorge der Amerikaner war dermaßen groß, dass ein Agent beauftragt wurde, den vermuteteten Kopf deutscher Atombenentwicklung zu töten - nun Werner HEISENBERG konnte begründeterweise keine entsprechenden Andeutungen zu einer deutschen A-Waffenentwicklung anläßlich eines wissenschaftlichen Vortrages im Ausland machen und blieb somit verschont.
Umgekehrt hätte es Robert Oppenheimer, der als amerikanischer Prometheus bezeichnet wurde, treffen können -
alles unvorstellbar!

Im oben gezeigten Bild sehen wir also Frauen in Amerika - an zahlreichen technischen Anlagen g l e i c h e r Bauart, ca. im Jahre 1945, welche atomar wirksamen Sprengstoff herausfiltrieren, vereinfachend gesagt.

Wie schwierig und dennoch lösbar die Stofftrennung radioaktiver Elemente ist, hatte Mme. Curier viele Jahre vorher im Falle des Radiums in mühevoller Kleinarbeit gezeigt.

Das Foto oben mag zutief beeindrucken können, wenn daran gedacht wird, dass zeitweilig hunderttausend Personen an der Atombombenentwicklung beteiligt waren, ohne von dem Zweck ihrer Tätigkeit zu wissen.

Die hohe Numerierung der abgelichteten Einzelapparaturen macht verständlich, dass es auch heute für kleine Staaten nicht leicht ist, eigenständig die Produktion waffenfähigen Materials in Gang zu setzen.

Die Mitarbeiterinnen kannten seinerzeit n i c h t den Sinn ihrer Tätigkeit -- rechts vorne, die hübsche junge Frau, Gladys Owens, erinnert sich sehr viel später an die Geschehnisse (Darstellung im Web zu finden). Sie berichtet davon, dass geschwätzige Personen einfach verschwanden.

Die Vorstellung, dass jede der Frauen in der Zeit von Wochen Bruchteile von Grammmassen für eine der beiden Bomben, die Nagasaki- oder die Hiroshima-Bombe, gewannen, ist beklemmend - es galt schließlich, den japanischen Agressor zu bezwingen und amerikanisches Soldatenleben zu schonen, letzteres äusserst berechtigt - der Fehler lag aber grundsätzlich bereits in einem lange vorhergehenden Versagen der Politik, in einem Auslassen stetiger konstruktiver Kommunikation auf Regierungsebene, darf man meinen.
Konstruktive Konfliktkultur ist auch im neuen Jahrtausend noch äusserste Mangelware.

Der Abwurf der Nagasaki-Bombe, also die zweite A-Bombe, wurde von Victor WEISSKOPF, Österreicher und CERN-Direktor, als ein Verbrechen bezeichnet. Viele Atomphysiker protestierten über lange Jahre gegen die Massenvernichtungswaffen.

Zu dem Zeitpunkt des o. Fotos gab es ein Gutachten, datiert aus 1943 von Teller/Konopinski, welches ein vermutetes Globalrisiko, ausgelöst durch eine Kernexplosion, zum Thema hatte -
diesem Gutachten folgten weitere mit dem gleichen Thema, 1946, 1952/1953 (G. BREIT) und noch 1978.

1959 in einem Interview mit A.H.COMPTON wurde deutlich, dass ein beziffertes und akzeptiertes Risiko von bis zu 3 in einer Million beim Manhattan-Projekt im Gespräch war. Es galt unter anderem, ggf. übersehene, spezielle Kernreaktionen in den umgebenden Stoffmedien der Erde auszuschließen. Bei einer späteren H-Bombenexplosion wurde z.B. ein spezieller Typ von Kernreaktionen nicht richtig beurteilt bzw. übersehen, was eine erhebliche Explosionsvergrößerung zur Folge hatte.

H.A. Bethe empfahl noch nach 1945 für weitere Neuentwicklungen von speziellen Kernwaffen weitere Untersuchungen, die auch folgten (G. BREIT). - 1975 forderte ein Physiker (H. Dudley) noch weitere Analysen, die H.A. Bethe offenbar früher und erst recht in 1976 für überflüssig hielt, welche aber tatsächlich noch erstellt wurden.

Das im Jahre 1959 genannte Risiko von 3 in einer Million im Manhattan-Projekt war mit diesem Risikowert zwar seinerzeit von einigen Beteiligten akzeptiert, aber um viele Zehnerpotenzen überschätzt worden (sh. Spiegel 1-2/1976, S. 91).

Wie sehen die heutigen Informationskanäle der nationalen Militärlaboratorien aus, die evtl. überlegen, wie Kernwaffen miniaturisiert werden können, da ja theoretisch noch mal eine Steigerung der Energieausbeute um das über Hundertfache denkbar ist, wie in der Patentschrift zum "Hawkingreaktor", einem umgebauten LHC, von Prof. Dr. Stöcker ausgeführt wird. Hiermit soll jedoch nur die Weltenergiekrise bewältigt werden können, jedoch nicht um den Preis des "Unfall des Wissens", wie der Philosoph Paul Virilio formulierte.

Welche Strategien, Urheberrechtswahrungen und Patentschutzmaßnahmen etc. gibt es seitens CERN, überdies einem denkbaren, zukünftigen militärischen Missbrauch seiner Entdeckungen vorzubeugen ?

Schlechterdings ist irgendwie schwer vorstellbar, dass wie aus einer Anfrage beim Schweizer Nationalrat nach dem Jahr 1995 hervorgeht - wie auch damals formuliert wurde (sh. u. *)) - CERN keine weitere Zuständigkeit trifft.

Ein angesehener Forscher stand vor über einem Jahrzehnt vorübergehend in dem Verdacht, Einrichtungen des CERN für militärische ausgerichtete Arbeiten anderer Firmen zu missbrauchen.

*) "Die Tatsache, dass die im CERN gemachten Entdeckungen - ob es sich nun um theoretische und experimentelle Grundlagenforschung handelt, deren Resultate zwingend publiziert werden, oder ob es technologische Weiterentwicklungen sind - später durch Dritte auf anderen Gebieten angewandt werden können, entzieht sich sowohl dem Zuständigkeitsbereich des CERN als auch dem der Schweiz."
( aus Curia Vista - Geschäftsdatenbank, 96.3577 – Interpellation; Militärische Forschung am CERN, 28.11.1996, Schweizer Nationalrat)

CERN ist gem. seiner Statuen verpflichtet, friedfertige Forschung zu betreiben, legt selbstredend darauf Wert und stellt dies gelegentlich auch heraus, so dass Zweifel nicht in Frage kommen können.
Als Nichtphysiker fragt man sich aber, wer dies durchgreifend kontrolliert und wie dies überwacht wird.

Ein ins Gespräch gekommener, grundsätzlicher Fall waren ja die Antiwasserstoffatome, wo aber gesagt wurde, dass es k e i n e physikalische Möglichkeit gibt, Antimaterie in größeren Mengen herzustellen oder zu handhaben.
PermalinkPermalink 2010-01-27 | 20:21
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