Das klingt zweifellos absurd. Daher kommen die Missverständnisse und auch die Lächerlichmachungen. Die Berechnungen Professor Rösslers aber stimmen; jedenfalls scheinen sie nicht widerlegbar zu sein. Sonst hätte Cern oder die Cern-Enthusiastenschaft diese Berechnungen widerlegt. Statt Herrn Rössler Berechnungen zu widerlegen, wird - wohl wider besseres Wissen - auf dem Stand letzten Sommers (Sommer 08) behauptet Herrn Rösslers revidiertes ℜ-Theorem wäre widerlegt.
Auf der seit letzten Sommer nicht aktualisierten Cern Safety-Site wird (Stand 20. Oktober 2009) wird noch immer die nicht aktualisierte Behauptung angezeigt, Prof. Rösslers ℜ-Theorem und auch Dr. Plagas Berechnungen wären widerlegt.
Sowohl Dr. Plaga als auch Prof. Rössler haben ihre Arbeiten revidiert - beide (zueinander konträren Warnungen) stehen zur Widerlegung an: hier und hier - die Aufnahme der Kollisionsexperimente bei nichtwiderlegten qualifizierten Warnungen und bei wider besserem Wissen beibehaltener Darstellung der warnenden Arbeiten als widerlegt (und somit nicht ernst zu nehmend) kann nicht anders als bewusste Inkaufnahme eines ungeklärten Risikos und als mutwillige Desinformation des Publikums bezeichnet werden.
Hier ist das (meist desinteressiert weil nichtinformierte und autoritätsgläubige) Publikum im Eintretensfall katastrophischer Entwicklung Hauptbetroffener des Schadensfalles, der ein absoluter sein könnte. Der SuperGAU der Menschheit.
Herr Rössler wird massiv lächerlich gemacht. Er tut mir leid. Aber Mitgefühl tut hier nicht viel zur Sache. Herr Nicolai vom AEI meint sogar, sich mit ein paar Zeilen dahingehend äussern zu müssen, Rösslers Arbeit wäre sich selbst widersprechend. Es ist für Menschen und normal-menschliches Bewusstsein auch nicht leicht zu verstehen, dass das was - bildlich gesprochen - (beinahe) unendlich weit entfernt sei, irgend Gefahr für das Näherliegende darstellen könne.
Wenn ich sein Theorem richtig verstehe - und ich habe sehr lange gebraucht um es soweit wie nachfolgend zu verstehen, dann besagt es, dass der Ereignishorizont des Schwarzen Loches (beinahe) unendlich weit um das Schwarze Loch herum ist. …
Das erscheint absurd. Daher rührt wohl der Widerstand seine Arbeit gebührend ernst zu nehmen.
Noch absurder aber erscheint Herrn Nicolais Verständnis der rösslerschen Warnung, dass das Schwarze Loch unendlich weit entfernt sei (dies war lange Zeit auch mein Unverständnis) - jedoch hat Professor Nicolai hier duchaus richtig verstanden … nur ist die Konsequenz eines (beinahe) unendlich weit entfernten Schwarzen Loches genau das Gleiche wie die eines (beinahe) unendlich weit vom Schwarzen Loch entfernten Ereignishorizont: Die Konsequenz ist absolute Unberechenbarkeit der Interaktionen mit Materie. Zumal ein Schwarzes Loch - sei es nun ein grosses, wie sie in den Zentren der Galaxien wahrscheinlich sind, oder ein miniaturkleines, wie als Kollisionsprodukt hochenergetischer Teilchen entsprechend Stringtheorien möglich, keineswegs ein schlicht ein Gegenstand ist der in der Raumzeit drininnen ist (ein sogenannt ‘exotisches Teilchen’ nebst manch anderen), sondern eine Singularität, ein Limes der Raumzeit … und als solcher eine Wirkung auf die Raumzeit selbst ausübt. Bildlich gesprochen kann gesagt werden, dass ein Schwarzes Loch die Raumzeit einzerrt - ein durch die Weiten des subatomaren Nichts fliegendes MikroSchwarzLoch fliegt also mitnichten ‘nur’ durch diese Weiten - es zerrt sowohl den umgebenden Raum gleichermassen wie auch die umgebende Zeit ein. Und dies gänzlich ungeachtet dessen, dass der menschliche Verstand sich sträubt, sich solches auch nur vorstellen zu wollen.
Dieses Einzerren der Raumzeit könnte auch die solange postulierte aber nie aufgefundene Dunkle Materie obsolet machen und als Ursache dafür erkannt werden, dass die Sonnensysteme in Galaxien sich nicht entsprechend Newtons Gravitationsgesetzen ähnlich wie Planeten eines Sonnensystemes relativ zueinander bewegen; sondern, im Gegenteil, zueinander relativ starr sind. (Hier bitte ich die neuen Erkenntnisse Dr. Fameys gebührend zu beachten. Und ich bitte darum, mir meine laienhaften Spekulationen angesichts der angehenden und beklemmenden Experimente am Cern nachzusehen.)
Der Rand unserer Galaxie ist (beinahe) unendlich weit entfernt vom Zentrum der Galaxie. Im Inneren unserer Galaxie werden sich umkreisende Schwarze Löcher vermutet - es besteht einiger Grund anzunehmen, dass dem realiter so ist.
Am CERN werden Kollisionen auf engstem Raum veranstaltet - 28 Zehnerpotenzen dichter als die Kollisionen von Teilchen der kosmischen Strahlung mit Teilchen der Erd-Stratosphäre. 28 Zehnerpotenzen bedeutet eine Zahl mit 28 Nullen.
Keineswegs kann als ausgeschlossen erachtet werden, dass sich in den Kollisionsbereichen des LHC zu exakt gleichem Zeitpunkt mehrere MikroSchwarzLöcher bilden die entsprechend obskizzierter Raumzeit-Wirkung relativ zueinander starr als Konglomerat mit entsprechend grösserem Wirkungsquerschnitt durch die Erd- und Sonnenmaterie fliegen. Hier bestünde ein imenser Unterschied zu Schwarzen Löchern die aus Kollisionen von Teilchen der kosmischen Strahlung mit Teilchen der Stratosphäre entstehen - auf natürlichem Wege entstehende MikroSchwarzLöcher entstehen 1′000′000′000′000′000′000′000′000′000:1 seltener gleichzeitig derart nahe beieinander, als dass Konglomerate bilden könnten.
Keineswegs ist die Gültigkeit von Newtons Gravitationsgesetzen im subatomarem Bereich nachgewiesen - in den QuantenFeldTheorien gelten für Menschen nur schwernachvollziehbare Gesetze - Zeit beispielsweise verliehrt seine für Menschen so eindeutige Linearität. Dennoch wird in Cerns Risikonegation schlicht mit Bewegungen und gravitativen Wirksamkeiten entsprechend der Gravitationsgesetze Newtons gerechnet. Das ist zulässig; jedoch muss in Sicherheitsberichten dann auch darauf hingewiesen werden, dass die Annahme der Gültigkeit von Newtons Gravitationsgesetzen in subatomaren Bereichen eine rein spekulative ist.
Wer da Berechnungen zum Akkretionsverhalten hypothetischerweise nichtzerstrahlender MikroSchwarzLöcher anstellt versteht zwar ganz offensichtlich viel mehr von Physik als der Schreibende, jedoch ist ebenfalls ganz offensichtlich, dass solchen Berechnungen bestenfalls eine gewisse Eintretenswahrscheinlichkeit zukommen kann. Für Entwarnung mit dem Anspruch es sei nachweisbar kein Risiko mit der millionenfachen Produktion von MikroSchwarzLöchern verbunden besteht kein Anlass. Zwar gehen die allermeisten Physiker von der Zerstrahlung der MikroSchwarzLöcher innert allerkürzester Zeit aus - dies entsprechend Herr Professor Hawkings berühmter aber mitlerweile von ihm selbst relativierter Theorie.
Wirklich verstanden habe ich von der gesamten Physik nicht viel - aber ich habe soviel verstanden, dass da ganz viel Glaube im Spiel ist - und allzu viel Vertrauen in sogenannte Spezialisten; Spezialisten die zwar sehr wohl beeindruckend zu rechnen vermögen. Die Berechnungsgrundlagen zum Unbekannten können letztlich jedoch nichts anders als spekulative Hypothesen sein.
Nicht in die Sicherheits-Berichts-Berechnungen cernzugewandter Autoren eingeflossen sind beispielsweise Unwägbarkeiten wie die potentielle Nichtpunktartigkeit von Elektronen (die Energie raumgreifender Elektronen ist auch bei Annahme der von G&M postulierten gradlinigen Bewegung millionenfach produzierter MikroSchwarzLöcher durch Materie wesentlich häufiger akkretierbar als von G&M errechnet; woraus eine massiv viel rascher von statten gehende Akkretionsgeschwindigkeit von Erd- und Sonnenmaterie resultieren würde. Statt Milliarden Jahre bis zur Vernichtung von ein paar Kilogramm Erdmaterie könnte es nur kurze Zeit dauern, bis sich die ehemals mikrokleinen Schwarzen Löcher auf Atomgrösse vergrössert haben - und dann wäre sofort Schluss mit Planet Erde.
Im Wissen mich zu wiederholen: Ich kann nicht anders als das mir noch Mögliche beizutragen, dass bekannt werde, dass nicht so sicher sein kann, was da als absolut sicher dargestellt wird.
Weil es offenbar keine Rechtsmittel gibt sich vor Gefährdung durch eine unter Erfolgsdruck stehende Institution zu schützen, bleibt nebst der grossen Hoffnung auf eine schöpfungsbewahrende Intelligenz, und der wohl nicht unbegründeten Hoffnung, dass sich die Maschinerie erneut selbst flach legt nur die Hoffnung, dass tatsächlich alle Gegebenheiten der Natur genau den von Cerns Sicherheitsautoren gewählten Berechnungsparametern entsprechen werden … und der Schaden potentiellerweise nichtzerstrahlender Schwarzer Löcher tatsächlich erst in Milliarden Jahren eintreten mag.
Ich bedauere sehr, dass all diesen Gefährdungsskizzen äusserst spekulativ sind - der vermeintliche Ausschluss jeglicher Spekulationen seitens G&M bei Annahme der Gültigkeit von Newtons Gravitationsgestzen im subhadronischen Bereich der Quanten ist jedoch mindestens ebenso spekulativ - für Sicherheitsberichte jedenfalls allzu spekulativ.
Jedoch: es besteht einige Wahrscheinlichkeit, dass am Cern gar keine MikroSchwarzLöcher erzeugt werden können! Und dass sich somit die ganze Aufregung letztlich als reine gedankliche Akrobatik erweisen wird. Der Skandal, dass da trotz nichwiderlegter warnender Berechnungen losexperimentiert wird und die warnenden Berechnungen zu Unrecht als seit letzten Sommer widerlegt dargestellt werden (Stand 20. Oktober 2009), dieser Skandal wird jedenfalls weiterhin einiges Augenmerk auf sich ziehen.
Nachtrag: Sobald als möglich werde ich hier auf dieser Website versuchen die in 3ter Version aufrechterhaltene und explizierte Warnung Dr. Plagas laienverständlich zu erläutern - heute, 20. Oktober 2009, wird auf Cerns Safety-Seite noch immer behauptet Herrn Plagas Berechnungen wären falsch - Herrn Plagas berechnungen aber sind fehlerfrei, sie gehören unbedingt ernst genommen.
Warum nur erneuert Cern seine Safety-Site nicht? Sie ist heute (20. Oktober 2009!) noch immer Stand letzten Sommers. Sommer 2008.
2009-10-20 | achtphasen | 11:53:03 |
| 2 comments
This post has 1 feedback awaiting moderation...