Zuvor wurde Besorgnis betreffs ‘Harmlosigkeit’ von millionenfacher Generierung miniaturkleiner SchwarzerLöcher mit der Hawkingsstrahlung () beschwichtigt.
Offenbar wurde erst durch Professor Rösslers ‘Kampagne’ und wohl in Anlehnung an Bostrom/Tegmark (”How Unlikely is a Doomsday Catastrophe?“) dargelegt, dass das Risiko durch nichtzerstrahlende MicroSchwarzLöcher ein geringes wäre, weil da ja beobachtbar langlebige Neutronensterne sind. …
This holds because the occurrence of exogenous catastrophes, e.g., resulting from cosmic ray collisions, places an upper bound on the frequency of their anthropogenic counterparts. Hence our result closes the logical loophole of selection bias and gives reassurance that the risk of accelerator-triggered doomsday is extremely small, so long as events equivalent to those in our experiments occur more frequently in the natural environment. Specifically, the Brookhaven Report [2] suggests that possible disasters would be triggered at a rate that is at the very least 10E3 times higher for naturally occurring events than for high-energy particle accelerators.
http://arxiv.org/abs/astro-ph/0512204
(Hervorhebung achtphasen)
Nicht in Cern’s Sicherheitsberichte eingeflossen sind jedoch die grossen Unterschiede zum (als Harmlosigkeitsbeleg all zu oft bemühten) Vergleich mit dem kosmisch natürlichen Teilchenbombardement.
Der Hauptunterschied zwischen den Kollisionsexperimenten Cerns und dem kosmisch natürlichen Teilchenbombardement liegt darin, dass
1.) die Kollisionsdichte in den Kollisionskammern Cerns sehr viel höher ist als die Kollisionsdichte durch das natürliche Teilchenbombardement
und
2.) seit Anbeginn der Erde vor 4,5E9 Jahren mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit keine einzige ‘Head to Head’-Kollision (Kollision zweier Teilchen deren Kollisionsprodukte nicht ausreichende Geschwindigkeit haben um die Erd-/Sonnengravitation zu verlassen) auf natürlichem Wege stattgefunden hat.
Die Unterschiede zwischen Cern’s Teilchenkollisionen und denen des kosmisch natürlichen Teilchenbombardement sind also enorm.
Die Differenz betreffs Teilchendichte (1) könnte Auswirkungen auf die Vacuumstabilität haben und darauf, dass Kollisionsprodukte weitere Kollisionen mit relativistisch schnellen Teilchen haben werden (Das kommt so natürlicherweise wohl nur in SuperNova-Ereignissen vor).
Die Differenz betreffs Restgeschwindigkeit der Kollisionsprodukte (2) bewirkt jedenfalls, dass in Erde und Sonnensystem millionenfach zuvor so nicht existente Teilchen verbleiben werden.
Dass das Restrisiko ein letztlich marginales ist, ist keineswegs eine neue Erkenntnis. Unfälle, Krankheiten, Kriege und auch die systemisch okonomischen Verbrechen an der Menschlichkeit sind eindeutig als höhere Risiken für jeweilig individuelle Existenz anzusehen. Dies war ‘uns’ auch achtphasen aber auch schon letzten Sommer klar.
Cern aber erhöht durch seine Experimente am LHC das globale Risiko (das Risiko der Vernichtung von allem) jedenfalls.
In welchem Ausmass diese Risikoerhöhung tragbar ist () und wie diese Risikoerhöhung zu errechnen ist, dass hätte Cern mit seinem enormen Budget und seinen Berechnungskapazitäten schon längstens transparent kommunizieren sollen.
Stattdessen aber wird behauptet es gäbe 0,0% Risiko ()!!!
Darum komme ich mir vom Experimentator angelogen vor - und darum ist der achtphasen Engagement die offenen Fragen zum Risiko Cern/LHC zu skizzieren noch nicht zu beenden. Leider!
2009-06-13 | achtphasen | 11:32:34 |
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