Zwei Wege Wissen zum Geschehen kurz nach dem Urknall zu erlangen - europäische Spitzentechnologien auf der Suche nach was die Welt seit Anbeginn auseinanderspannt:
heute, 14. Mai, sollen die Beobachtungssateliten Planck und Herschel an Bord einer Ariane-5-Rakete in den Weltraum gebracht werden um von dort die kosmische Hintergrundstrahlung genauer als je zuvor zu vermessen - im Herbst will der CERN am LHC ‘endlich’ (- weil nach einigen Jahren technisch bedingter Verzögerung nun einige Eile besteht -), die experimentellen Zertrümmerungen im Allerkleinsten angehen und, durch Simulation von Zuständen wie sie Sekundenbruchteile nach dem Urknall herrschten, zu beobachten.

Ich bin begeistert über diese Gegenwart in der ich leben darf - die Zeit der letzten grossen Fragen!
Mit Planck werde es gelingen, der Hintergrundstrahlung nahezu alle ihre Informationen zu entlocken. Das führt unter anderem dazu, dass man einige der wichtigsten Parameter der Kosmologie (Krümmung des Universums, Anteil an normaler und dunkler Materie usw.) mit einer Genauigkeit von 1 Prozent kennen wird. Mit dem Planck-Satelliten wird die Kosmologie also endgültig ihrem Anspruch gerecht, eine exakte Wissenschaft zu sein.http://www.nzz.ch/nachrichten/forschung_und_technik/zurueck_zu_den_anfaengen_des_universums_1.2545515.html
Der ‘Homo Activus’ hat der Menschheit die evolutionären Schritte zu Feuer, Schmiedekunst, Ackerbau und vielem mehr gebracht. Durch durchaus naive, aber evolutionär unerlässliche Versuche Stein an Stein zu reiben, Stein auf Holz zu binden und dergleichen Vielerlei.
Experimente die allesamt - und bis zu den ominösen Trinityversuchen niemals - kein noch so geringes Risiko der Vernichtung von allem in sich bargen.
Es gilt aber zu bedenken, dass, was früher Tugend war, heute Verderbnis bringen kann - ‘passiv’, wie mit ‘Planck’&’Herschel’, die kosmische Inflation beobachten oder ‘aktiv’ wie CERN am ‘LHC’ die Sekundenbruchteile nach dem Urknall zu simulieren, das ist mehr als nur eine Divergenz von Lebenshaltung.
Heute werden Sicherheitsberichte verfasst (und nachgebessert), die Akkretionsraten (Zeitdauer der Materienvernichtung) der Erdmaterie zu berechnen trachten.
Bis vor kurzem (letztes Jahr) gab es in einem Sicherheitsbericht CERNs eine Berechnung der Professoren Bleicher und Stöcker, die, vorausgesetzt es gäbe ‘nur’ die eine Extradimension à la Randall/Sundrum, der gesamten Erde 27 Jahre Weiterexistenz zugerechnet haben. Diese offizielle Sicherheitsberechnung ist nun offenbar vom Tisch. CERN berechnet die Akkretionsraten allfällig generierter. hypothetisch stabil verbleibender und ungeladener Miniatur Schwarzer Löcher nurmehr in Milliarden Jahren - und als somit nicht von Relevanz
…Marc Fasnacht
2009-05-14 | achtphasen | 11:39:24 |
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