Marc Fasnacht und Erich Lorenz baten mich um die folgende Zusammenfassung für die Öffentlichkeit:

1) Die Gefahr wurde nicht von mir zuerst gesehen, sondern von einem jüngeren Kollegen, der ungenannt bleiben möchte (ich bin nicht so klug).

2) Einsteins erstes Resultat zur Schwerkraft von 1907 - die Frequenzverlangsamung von Licht im Schwerefeld (die sogenannte gravitative Rotverschiebung) - hat eine weitere Konsequenz, die erst vor etwa 10 Jahren von Paul Marmet und Werner Israel in Kanada zum ersten Mal gesehen wurde: eine zur Rotverschiebung proportionale Massenverminderung und damit Vergrößerung aller Gegenstände.

3) Die Massenverminderung ist von einer proportionalen Ladungsverminderung begleitet (Tübinger Ergänzung).

4) Wegen (2) können Schwarze Löcher nicht verdampfen.

5) Wegen (3) sind Schwarze Löcher ungeladen.

6) Wegen (5) sind geladene Punktteilchen wie Elektronen nicht punktförmig, sondern in Wirklichkeit stringförmig (mit Loch).

7) Weil es “Strings” daher schon gibt, sind auch Mini-Schwarze Löcher notwendig stringförmig. Sie haben damit einen größeren Radius als die Plancklänge und eine geringere untere Massengrenze als die Planckmasse.

8) Wegen (7) kann das geplante CERN-Experiment möglicherweise tatsächlich kleine Schwarze Löcher erzeugen, wie vor 8 Jahren von Landsberg und Dimopoulos vorgeschlagen.

9) Diese Schwarzen Löcher bleiben wegen (5) nicht in Materie stecken, wenn sie schnell genug sind, um die Schwerkraft zu überwinden (die Fluchtgeschwindigkeit der Erde beträgt bekanntlich 11 Kilometer pro Sekunde).

10) Die von der kosmischen Strahlung in der Atmosphäre dauernd bewirkten Kollisionen zwischen Protonen (wie im CERN-Experiment) erzeugen wegen der Ungleichheit der Geschwindigkeiten der beiden verschmelzenden Partner (des irdischen langsamen und des kosmischen ultraschnellen) notwendig nicht-steckenbleibende Schwarze Löcher. Sie sind viel zu schnell dafür.

11) Nur die unnatürlichen, vom Menschen erzeugten, Mini-Schwarzen Löcher des CERN können in der Erde stecken bleiben.

12) Sie werden dort auf Grund der Chaostheorie einen kleinen Attraktor bilden (Mikroquasar), der nichtlinear wächst und die Erde in kurzer Zeit von innen auffrisst.

13) Selbst die dichteste Materie im Universum - Neutronensterne - ist nicht durch die natürlichen Cousins der menschengemachten Schwarzen Löcher gefährdet, da sie dank ihrer Superfluidität vor dem Steckenbleiben der ersteren geschützt sind.

Niemand konnte bisher diese Liste von Zufällen, die zusammengenommen auf eine Gefährdung der Erde hindeuten aber miteinander wenig oder nichts zu tun haben, an einer einzigen Stelle durchtrennen (wie Alexander den gordischen Knoten). Andererseits ist es verständlich, dass fast niemand in der Wissenschaft bisher die ganze Liste zur Kenntnis genommen hat. Sobald Teile herausgenommen werden, ist die Gefahr tatsächlich verschwunden. Man darf der Zunft daher keine Vorwürfe machen, dass sie bisher die Kette nicht als ganze zur Kenntnis genommen hat. In der Wissenschaft braucht man normalerweise nicht viele Faktoren gleichzeitig ins Auge zu fassen: man ist ja spezialisiert. Nur “Spezialisten für Nichtspezialisiertheit", wie Konrad Lorenz sich und einige wenige andere nannte, können gewisse Gefahren erkennen. Für J.O.R.

Otto E. Rossler | “Eine Kette von Zufällen, die alle auf eine Gefahr hindeuten - oder ist sie real?”

2009-03-19 | achtphasen | 12:28:15 | Email | 14 comments




 

Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Professor Rössler,

von den von Ihnen genannten Punkten interessiert mich neben den Mikro-Quasaren vor allem auch die Superfluidizität der Neutronensterne am meisten: Ich vermute, dass Sie hier einen makroskopischen Quantenzustand via Einstein-Bose-Kondensat und verschränkten Teilchen aufzubauen versuchen, der dann für den gesamten Neutronenstern gültig sein soll.

Mir ist aber derzeit nicht klar, wie Sie damit die Gravitation "umgehen" können, die ja nach wie vor in dem Neutronenstern auf solche durch die kosmische Strahlung in der Nähe von Neutronensternen erzeugte Micro-Schwarze Löcher oder meinetwegen auch Mikro-Quasare wirksam ist. So gesehen würde ich also Neutronensterne bezüglich der Gravitation als sehr influid vermuten. Können Sie mir aufzeigen, wo hier mein Denkfehler liegt ?

Unabhängig von meinem Denkfehler wäre ich aber auch an einer fundierteren Herleitung über diese Mikro-Quasare und die Superfluidizität in Neutronensternen sehr interessiert.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2009-03-20 | 00:13
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]
Betreff: Denkbare Stabilitätsformen von mBH

Folgende Fragestellungen möchte ich zur Diskussion beitragen:

a) Geladene mBH können nach Prof. Dr. Stöcker fest in die uns gewohnte, so lebensfreundliche Materie eingebunden werden - dieser Effekt rührt aus der elektromagnetischen Kraft her. Warum sollte unter  e x t r e m e n  Bedingungen wie in Neutronensternzentren die sog. starke Kraft, die Farbkraft, nicht gleiches für die Stabilisierung von mBH leisten können, dann jedoch in einem anderen, geeignet groß bemessenen Raumbereich ?

b) Über den Kernbereich von Neutronensterne und zur Frage, welche Zustandsform die Neutronensternmitte haben soll, gibt es unterschiedliche theoretische Aussagen. Wenn ein mBH sich dem Neutronsternkern nähert - immer noch sehr klein - ist es zunächst denkbar, dass der Neutronensternkern als quantenmakroskopische Gesamtheit dem mBH widersteht und eine räumliche, dauerhafte Koexistenz zwischen beiden Existenzformen die Folge ist.

Wenn ich es richtig sehe, stehen diese Aussagen - in Verbindung mit der Aussage zur Superfluidizität - , zur Widerlegung an.

Eine Widerlegung erscheint schwierig oder unmöglich zu sein, weil genau die damit verbundenen Zustandsformen der Materie unerforscht sind. QGP, das Quanten-Gluonen-Plasma, hat jüngst erst mehrfach überrascht.

An eine Erkenntnissicherheit oder an eine absolute Sicherheit überhaupt mag der kritische Leser nicht mehr denken.

Mögen die derzeit aktuellen,  r e i n  beobachtenden Experimente die erforderlichen Aussagen rechtzeitig beisteuern können!

R.U.
PermalinkPermalink 2009-03-20 | 07:51
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Uebbing,

da fällt mir ein, dass Sie eine meiner Fragen noch nicht beantwortet haben:

Soll man nur Probleme lösen, die menschenverursacht sind oder darf man auch Probleme zu lösen versuchen, die naturverursacht sind ?

Natürlich sehen Sie, dass ich auf das spontane Sonnenerlöschen/die spontane Wasserform-Umwandlung und auf spekulative Neutronenstern-Theorien hinausmöchte, aber ich bitte darum, einen Schritt nach dem anderen zu tätigen, damit die Übersicht nicht verloren geht. Ich muss einräumen, dass ich diese offene Frage bei mir ebenfalls in Vergessenheit geraten ist.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2009-03-20 | 19:17
Comment from: achtphasen [Member] Email
Sehr geehrter Herr Kannenberg, hier erlaube ich mir, mich einzumischen. Ihre schon öfters gestellte Frage ist eine relevante. Selbstverständlich soll man Probleme lösen, selbstverständlich soll man naturgegebene UND menschverursachte Probleme lösen.

Spontanes Sonnenerlöschen und spontane Wasserformumwandlungen wären zumindest zu bedenkende Forschungsgebiete, rational betrachtet sind solche aber sicher nicht die dringlichst zu lösenden.

Spekulative Neutronensterntheorien hingegen sind insofern von Relevanz, als dass die beobachtbare Langlebigkeit von Neutronensternen gemeinsam mit der als gesichert behaupteten Akkretionsdauer lhc-artiger ungeladener und nichthawkingszerstrahlender MiniSingularitäten das letztlich einzig verbliebene Argument CERNs zur Unbedenklichkeit der intendierten Massenproduktion von solch spannenden exotischen Teilchen ist.

Es ist ziemlich unfair von Professor Rössler eine hieb- und stichfeste Argumentation dazu einzufordern warum er ad hoc postuliert, dass Neutronensterne durch 'Suprafluidizität' vor kosmischen Pendants der lhc-artigen MiniSingularitäten geschützt sein könnten.

Das Feld spekulativer Physik wurde von Cern definitiv letzten Sommer betreten, als eben die beobachtbare Langlebigkeit einzelner Neutronensterne zum letztinstanzlichen Sicherheitsargument erhoben wurde.

Wer solche Behauptungen anstellt um die Ungefährlichkeit seiner Experimente zu belegen ist in Beweispflicht und keineswegs der vor den Unwägbarkeiten der Experimente Warnende.

Ein Teil unseres Engagements während des letzten Jahres war aufzuzeigen, dass mitnichten von erwisenen Sachverhalten betreffs Neutronensternen die Rede sein kann.

Sie haben erfreulich transparent mit uns diskutiert und oberflächlich zusammenfassend kann gesagt werden, Sie sehen nicht, warum durch unsere Listung an Unwissen zu Neutronensternen das als gesichert geltende Wissen in Frage gestellt wäre, es sei denn man erlaube sich in spelulativer Physik zu argumentieren. Wenn man sich erlaubt in spekulativer Physik zu denken, dann eröffnen sich, (Ihre Logik in meinen Worten), dringlicher zu lösende Problemfelder - wie eben spontanes Sonnenerlöschen oder die spontane Wasserformumwandlung.

Hier gehe ich mit Ihnen aber darum nicht einig, weil, abgesehen davon, dass, rational betrachtet, dringlichere Probleme global zu lösen anstehen, es eben dem Experimentator mit seinem Detailinteresse (welches auch mich persönlich sehr interessiert) obliegt, eine nichtspekulative Sicherheitsdikussion zu führen.

Es ist noch immer nicht erwiesen, dass lhc-artige MiniSingularitäten tatsächlich nur kleinste Materiebauteile akkretieren könnten und nicht etwa auch aus der Energie elektromagnetischer, starker oder schwacher Kernkräfte, Photonen oder weiteren Ungewissheiten Masse akkretieren könnten und es ist desweiteren nicht gesichert, dass die vergleichsweise wenigen langjährig beobachtbaren Neutronensterne aus egal welchen Gründen geschützt sind vor Akkretion durch die kosmisch natürlichen Pendants lhc-artiger MiniSchwarzLöcher.

Das Unwohlsein zum CERN rührt für mich hauptsächlich daher, dass seitens CERN ex-cathedra verlautbart wird welche Physik zu gelten habe - verantwortungsvolles Forschen würde bei nichtwiderlegbarer Warnung, wie von Dr. Rössler eben erneuert und unter enormen persönlichen Einsatz aufrechterhalten, zuerst die Hawkingsstrahlung beweisen und dann erst zulassen, dass MiniaturSingularitäten en masse entstehen könnten.

Mit freundlichem Gruss, Marc Fasnacht
PermalinkPermalink 2009-03-21 | 11:21
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Fasnacht,

ich freue mich, dass Sie meine Argumentation mittlerweile beherzigen und auch richtig einordnen; das bestätigt mich darin, dass fachliche Aufklärung wichtig ist. Nicht minder wichtig indes ist es auch, die verwendeten Begriffe definitionstreu zu verwenden; dies gilt auch für die von mir getätigte Definition der "spekulativen" Physik; da das Wort leider zur Tendenziösität neigt, würde ich lieber ein anderes verwenden, mir fällt aber kein neutrales Wort dafür ein; vielleicht sollte ich von einer "Physik der verallgemeinerten Voraussetzungen" schreiben. Verallgemeinert soll hier bedeuten, dass die Voraussetzungen nicht dahingehend eingeschränkt sind, dass man fordert, dass mindestens eine der beiden Voraussetzungen gefordert wird, nämlich das theoretische Modell und/oder (exakt: "einschliessendes oder") das Vorliegen experimenteller oder Beobachtungsdaten.

Sie schreiben "Spekulative Neutronensterntheorien hingegen sind insofern von Relevanz, als dass die beobachtbare Langlebigkeit von Neutronensternen gemeinsam mit der als gesichert behaupteten Akkretionsdauer lhc-artiger ungeladener und nichthawkingszerstrahlender MiniSingularitäten das letztlich einzig verbliebene Argument CERNs zur Unbedenklichkeit der intendierten Massenproduktion von solch spannenden exotischen Teilchen ist."

Auch wenn ich dieser Aussage von Ihnen in weiten Teilen zustimme und entsprechend auch gutheisse, so enthält sie eine Ungenauigkeit, die aber wichtig ist:

Das Lebensalter der Neutronensterne ist nicht das letztlich einzig verbliebene Sicherheitsargument. Sieht man einmal davon ab, dass in den bisherigen Diskussionen das Sicherheitsargument anhand der Weissen Zwerge wenig beachtet wurde, so wurde das Sicherheitsargument der Hawkingstrahlung meines Wissens nur wegen des Professor Rössler'schen Theorems in Frage gestellt. Und da in der Herleitung von Professor Rössler's Theorem die Metrikproblematik meines Wissens nach wie vor offen ist, ist die Hawkingstrahlung als Sicherheitsargument nach wie vor gültig.

Kommt hinzu, dass Professor Rössler's Theorem den "Nachteil" hat, dass im Falle seiner Gültigkeit die Schwarzen Löcher unendlich weit entfernt und somit ungefährlich sind.

Das Theorem von Professor Rössler alleine genügt also nicht, um eine Gefahr der Erde zu erhalten, da es das Sicherheitsargument der Hawkingstrahlung durch ein neues Sicherheitsargument ersetzt, nämlich das Sicherheitsargument des unendlichen Abstandes.

Deswegen genügt das Theorem von Professor Rössler nicht, um eine Gefährlichkeit zu erhalten, sondern er benötigt "Beinahe Schwarze Löcher", z.B. diese Mikro-Quasare.

Nun ist es aber so, dass diese keinen Horizont haben und somit prinzipiell mit ihrer Umgebung wechselwirken können. Das ist ja auch der Grund, warum der "beste" Kandidat gegen das Neutronenstern-Argument, nämlich ein LHC-artiger Mikro-Neutronenstern, der zwar die Erde in einen Neutronenstern umwandeln "könnte", nicht aber einen Neutronenstern, weil dieser ja schon ein Neutronenstern ist, keine Gefahr darstellt, weil sich so ein Mikro-Neutronenstern in der Erde sehr rasch in einen Mikro-Weissen Zwerg umwandeln würde und da er bis dahin fast keine Masse akkretieren konnte, in der Erde umgehend seine Entartung verlieren würde und in kürzester Zeit als "heisses Mikro-Sandkorn" auskühlen und seine Gefährlichkeit einbüssen würde. Dies, ehe man überhaupt irgendetwas bemerken würde.

Somit ist ein möglicher LHC-artiger Mikro-Neutronenstern harmlos. Ein Mikro-Quasar wäre meiner Einschätzung nach noch harmloser und auch die Superfluidizität würde bezüglich der Gravitation nur eine extreme Influidizität der Neutronensterne zur Folge haben.

Folglich braucht es mehr als nur eine Ad-Hoc Annahme über diese Themen, zumal sie eben zunächst einmal das Gegenteil dessen bewirken, was es für eine Gefährdung der Erde benötigt.


Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2009-03-21 | 12:44
Comment from: achtphasen [Member] Email
Sehr geehrter Herr Kannnenberg, ich kann letztlich nicht entscheiden wer denn recht hat - Rössler oder Tausende am Cern engagierter Physiker.

Was ich aber ganz klar erkennen kann ist, dass sehr viel Autoritätsgläubigkeit vorhanden ist und dass die Risikodiskussion nicht ausreichend transparent erfolgt ist.

Dies IST der Grund, warum ich noch immer nicht gänzlich beruhigt zum Cern mich anderem zuwende. Ihre Bereitschaft hier zu diskutieren ist vorbildlich! Aus dieser Diskussion wird noch weit über Cern hinaus letztlich einiges entstegen - u.a. eine Diskussion wie denn eine planetare Gemeinschaft mündiger Menschen die Lösung dringlicher Fragen angehen wird.

Ich will nicht akzeptieren, dass weitergewurstelt werden wird wie bis anhin; sprich, dass Forscher 'nur' Ihr Detailgebiet bedenken und das Kapital nur von letztlich an der nächsten Wiederwahl interessierten Politikern gesprochen wird.

Abgesehen von noch immer ungeklärten Fragen zu Risiken der irdischen Generierung exotischer Teilchen, abgesehen vom Wechsel von der Hawkingszerstrahlung hin zu Neutronensternen als Sicherheitsargument, abgesehen von den cernspezifischen Fragen bleibt ein allgemeines Unwohlsein wenn einzelne Interessierte im Allerkleinsten herumtrümmern oder schnippseln (Nano- und Gentechnologie).

Es bräuchte verbindliche globale Standards um irreversible Ereignisketten zu verhindern. Freiheit der Forschung erachte ich als unabdingbar und sehr wesentlich - jedoch wünschte ich mir eben transparentere Risikoanalysen und verschärfte Gesetzgebungen die unumkehrbare negative Prozesse verhindern könnten oder deren Eintretens(un)wahrscheinlichkeit zumindest öffentlich bekannt machen würden.

Nichts von dem aber ist vorhanden - jeder Malerbetrieb unterliegt schärferen Umweltauflagen als ein NanoTechInstitut oder eben der Cern. Natürlich ist letzter Satz leicht übertrieben - jedoch; er umschreibt das Unwohlsein.

Wünschenswert wäre eine kreativitätsbefördernde Diskussion die erarbeite, wie denn den globalen Herausforderungen, Ressourcenknappheiten, Klimaerwärmung, Artensterben, Hunger mittels modernster Technologie UND Freiheit der menschlichen Individuen befördernden Mechansimen begegnet werden kann.

Diese 'Antwort' an Sie bitte ich Sie nicht als Ablenkung von der sehr erwünschten (Widerlegungs)Diskussion der rössler'schen Theorie zu verstehen, sondern darin eingeflochten, als Beschreibung, was denn über die konkrete Diskussion hinausgehend als Mehrwert auch Ihrer Arbeit auf achtphasen gesehen werden kann.

Dass Herrn Rössler's Theorie dringlich besprochen gehört, wenn schon nicht vom Cern, dann eben hier und (wünschenswerterweise) auch auf alphacentauri, ist vordringlich, weil niemand eine Transformation des Planeten in eine MiniSingularität oder einen MiniWeissenZwerg wünscht.

Im Gegensatz zu all der PublicRelation die CERN sich geleistet hat um herauszustreichen wie grossartig die erhofften Resultate der 'Weltmaschine' sein werden hat CERN sehr wenig dazu beigetragen, die Risiken transparent zu besprechen - dieses die Oeffentlichkeit unmündig machen ist weit über Cern hinaus eines der brsiantesten Probleme unserer Zeit - die Menschheit hat m.E. nur dann Ueberlebenschance, wenn es ihr gelingt global einvernehmlich Lösungen zu erarbeiten.

Mit freundlichen Grüssen, Marc Fasnacht
PermalinkPermalink 2009-03-21 | 14:44
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Fasnacht,

erlauben Sie mir bitte, kurz von dem von Ihnen angeregten Thema abzuweichen und auf Professor Rössler's Punkt (2) zu sprechen zu kommen:

Irgendwie sehe ich in der Auslistung das Theorem von Professor Rössler nicht mehr, ja es hat vielmehr den Anschein, dass Professor Rössler das Nicht-Verdampfen der Schwarzen Löcher neuerdings anders herzuleiten versucht:

Während sich Professor Rössler in seinem Gothic-Theorem wesentlich auf eine Arbeit Abraham's aus dem Jahre 1912 bezieht, scheint er sich nun nur noch auf eine Arbeit Einstein's aus dem Jahre 1907 zu beziehen.

Hat Professor Rössler sein Theorem aufgegeben oder beschreitet er mit diesem Beitrag einfach nur einen zusätzlichen, unabhängigen Weg ? Man beachte übrigens, dass die Allgemeine Relativitätstheorie erst 1915, also nach beiden o.g. Arbeiten, veröffentlicht wurde.


Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2009-03-21 | 16:26
Comment from: achtphasen [Member] Email
Sehr geehrter Herr Kannenberg - Herr Rössler nimmt hier: ( http://www.achtphasen.net/index.php/plasmaether/2009/03/09/professor_rossler_s_areal_theorem_sollte#c951 ) explizit Bezug auf Ihre Frage betreffs Halbmetrik.
freundliche Grüsse, Marc fasnacht
PermalinkPermalink 2009-03-21 | 20:13
Comment from: achtphasen [Member] Email
Zu meinem Satz: Es ist ziemlich unfair von Professor Rössler eine hieb- und stichfeste Argumentation dazu einzufordern warum er ad hoc postuliert, dass Neutronensterne durch 'Suprafluidizität' vor kosmischen Pendants der lhc-artigen MiniSingularitäten geschützt sein könnten. ( http://www.achtphasen.net/index.php/plasmaether/2009/03/19/otto_e_rossler_eine_kette_von_zufallen_d#c945 ) betont Professor Rössler, dass sein Hinweis auf Suprafluidizität von Neutronensternen keineswegs ein 'Ad Hoc Pstulat' sei:

Prof. Rössler: "ad hoc postuliert", dass Neutronensterne durch Suprafluidität vor dem Steckenbleiben von schnellen Minipartikeln geschützt wären, habe ich nicht. Ihre Supraflüssigkeit ist anerkannt (bis in die äußere Kruste hinein), und deren nur gemeinsame Reaktionsfähigkeit ist ein wohlbekanntes Quantenresultat, das, wenn ich ihn recht verstanden habe, ein einschlägiger Nobelpreisträger mit mir teilt und das auch vornehm genug ist, dass ein eigenes Experiment zu seiner separaten Prüfung angesetzt zu werden verdient; wie Herr Professor Landua und ich das am 4. Juli 2008 gemeinsam feststellten und dafür die welteinmaligen Vorräte des CERN an supraflüssigem Helium als die geeignete Voraussetzung erkannten.
PermalinkPermalink 2009-03-21 | 20:24
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Fasnacht,

besten Dank für die beiden Hinweise. Zur Halbmetrik werde ich "vor Ort" etwas schreiben; zur Superfluidizität der besseren Übersichtlichkeit halber hier:

(1) Die Superfluidizität, wie sie üblicherweise verwendet wird, bezieht sich auf elektrostatische Prozesse. Lassen Sie mich soweit entgegen gehen, dass sie sich sogar auf elektraschwache und Farbladungsprozesse bezieht. Aber nicht auf gravitative Prozesse - eine solche Theorie ist meines Wissens nicht bekannt.

(2) Wie ich bislang verstanden habe, wird die Superfluidizität mit Hilfe von Coper-Paaren einerseits und mit einem Einstein-Bose-Kondensat andererseits erklärt, wobei ich in der Wikipedia noch folgendes gefunden habe:

"Allerdings darf hier die Situation nicht mit einem Bose-Einstein-Kondensat verglichen werden, da die Cooper-Paare nicht als unabhängige Teilchen eines Bose-Gases betrachtet werden dürfen." (http://de.wikipedia.org/wiki/Cooper-Paar) Mir ist bewusst, dass für das Verständnis solcher Zusammenhänge ein Wikipedia-Eintrag nicht genügend ist.

Kommt hinzu, dass ein Neutronenstern nicht in seiner Gesamtheit als Einstein-Bose-Kondensat vorliegt, das zeigt schon der Umstand, dass auch im Inneren eines Neutronensternes ein Gleichgewicht zwischen Neutronen/Neutrinos einerseits und Protonen/Elektronen andererseits herrscht:

"Dies geschieht im Neutronenstern jedoch nicht, weil sich die Neutronen bei diesen hohen Plasmadichten im Gleichgewicht mit Protonen und Elektronen befinden. Physikalisch formuliert liegt das daran, weil die Fermienergie des entarteten Elektronengases in der Größenordnung der Zerfallsenergie der Neutronen ist (etwa 780 keV)." (http://www.wissenschaft-online.de/astrowissen/lexdt_n.html, Abscnitt "Neutronisierung")

Somit ist also das Einstein-Bose-Kondensat im Neutronenstern mit Protonen und Elektronen "verunreinigt" und bricht wohl - im Gegensatz zum supraflüssigen Helium - umgehend zusammen.

Fazit:
1. Suprafluidizität bezieht sich nicht auf Gravitation
2. Aufgrund der "Verunreinigung" liegt beim Neutronenstern kein Einstein-Bose-Kondensat vor

Eine Alternative könnte die Erweiterung der Begriffsbildung von Cooper-Paaren auf beliebige Fermionen, insbesondere also auch auf Neutronen sein; wollen wir diese wenn Professor Rössler einverstanden ist "Rössler-Paare" nennen; aber auch hierzu müsste noch eine Theorie formuliert werden.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2009-03-21 | 22:34
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Hallo zusammen,

in meinem ersten Beitrag in diesem Thema ist bitte das Wort "verschränkte Teilchen" durch das Wort "Cooper Paare" zu ersetzen. Inhaltlich ändert sich damit aber zum Glück nichts, ausser dass sich die Begründung mit Hilfe von Cooper-Paaren und nicht mit Hilfe von verschränkten Teilchen tätigen lässt.

Ich bitte meinen Irrtum zu entschuldigen.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2009-03-22 | 00:12
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]
Betreff: Denkbarer Bereich des Neutronensternkerns mit quantenmakroskopischer Eigenschaft

Auf spekulative Gefahren anderer Art will ich nur eingehen, insoweit daraus deutliche Konsequenzen für die physikalischen Fachargumente für oder gegen LHC-Gefahren abgeleitet werden können. Den Vorteil einer Zusatzdiskussion (bzgl. anderer Szenarien) für die Detailabklärung physikalischer Argumente zum LHC-Experiment kann ich zurzeit nicht erkennen - auch wenn dies alles aus Laiensicht geschieht.

Die oben angesprochene Verunreinigung (kein Bose-Einstein-Kondensat) mag sich auf Teile des Neutronensterns ausserhalb der Neutronensternmitte konzentrieren. Im Neutronensternkern, wo sich schwere Teile sammeln, mag sich ein zusammenhängender, genügend großer Bereich mit quantenmakroskopischer Eigenschaft ergeben.

Was sagen die Neutronenstern-Modelle und ggf. die vorhandenen rechnerischen Simulationen aus ?

R.U.
PermalinkPermalink 2009-03-22 | 08:50
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Uebbing,

wie Sie meinem zweiten Link (http://www.wissenschaft-online.de/astrowissen/lexdt_n.html) entnehmen können, wäre ein allfälliges Quakr-Gluonen-Plasma bis hinunter zum äusseren Kern verunreinigt und instabil - dort halt mit Kaonen und Elektronen.

Zudem ist auch mein erster Einwand mit der nur gravitativ wirksamen Superfluidizität nach wie vor offen.


Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2009-03-22 | 10:05
Comment from: Kondensat [Visitor]
Zitat: "Zudem ist auch mein erster Einwand mit der nur gravitativ wirksamen Superfluidizität nach wie vor offen. " .....ob hier nochmal was kommt?!
PermalinkPermalink 2009-03-23 | 08:34
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