1) Die Gefahr wurde nicht von mir zuerst gesehen, sondern von einem jüngeren Kollegen, der ungenannt bleiben möchte (ich bin nicht so klug).
2) Einsteins erstes Resultat zur Schwerkraft von 1907 - die Frequenzverlangsamung von Licht im Schwerefeld (die sogenannte gravitative Rotverschiebung) - hat eine weitere Konsequenz, die erst vor etwa 10 Jahren von Paul Marmet und Werner Israel in Kanada zum ersten Mal gesehen wurde: eine zur Rotverschiebung proportionale Massenverminderung und damit Vergrößerung aller Gegenstände.
3) Die Massenverminderung ist von einer proportionalen Ladungsverminderung begleitet (Tübinger Ergänzung).
4) Wegen (2) können Schwarze Löcher nicht verdampfen.
5) Wegen (3) sind Schwarze Löcher ungeladen.
6) Wegen (5) sind geladene Punktteilchen wie Elektronen nicht punktförmig, sondern in Wirklichkeit stringförmig (mit Loch).
7) Weil es “Strings” daher schon gibt, sind auch Mini-Schwarze Löcher notwendig stringförmig. Sie haben damit einen größeren Radius als die Plancklänge und eine geringere untere Massengrenze als die Planckmasse.
8) Wegen (7) kann das geplante CERN-Experiment möglicherweise tatsächlich kleine Schwarze Löcher erzeugen, wie vor 8 Jahren von Landsberg und Dimopoulos vorgeschlagen.
9) Diese Schwarzen Löcher bleiben wegen (5) nicht in Materie stecken, wenn sie schnell genug sind, um die Schwerkraft zu überwinden (die Fluchtgeschwindigkeit der Erde beträgt bekanntlich 11 Kilometer pro Sekunde).
10) Die von der kosmischen Strahlung in der Atmosphäre dauernd bewirkten Kollisionen zwischen Protonen (wie im CERN-Experiment) erzeugen wegen der Ungleichheit der Geschwindigkeiten der beiden verschmelzenden Partner (des irdischen langsamen und des kosmischen ultraschnellen) notwendig nicht-steckenbleibende Schwarze Löcher. Sie sind viel zu schnell dafür.
11) Nur die unnatürlichen, vom Menschen erzeugten, Mini-Schwarzen Löcher des CERN können in der Erde stecken bleiben.
12) Sie werden dort auf Grund der Chaostheorie einen kleinen Attraktor bilden (Mikroquasar), der nichtlinear wächst und die Erde in kurzer Zeit von innen auffrisst.
13) Selbst die dichteste Materie im Universum - Neutronensterne - ist nicht durch die natürlichen Cousins der menschengemachten Schwarzen Löcher gefährdet, da sie dank ihrer Superfluidität vor dem Steckenbleiben der ersteren geschützt sind.
Niemand konnte bisher diese Liste von Zufällen, die zusammengenommen auf eine Gefährdung der Erde hindeuten aber miteinander wenig oder nichts zu tun haben, an einer einzigen Stelle durchtrennen (wie Alexander den gordischen Knoten). Andererseits ist es verständlich, dass fast niemand in der Wissenschaft bisher die ganze Liste zur Kenntnis genommen hat. Sobald Teile herausgenommen werden, ist die Gefahr tatsächlich verschwunden. Man darf der Zunft daher keine Vorwürfe machen, dass sie bisher die Kette nicht als ganze zur Kenntnis genommen hat. In der Wissenschaft braucht man normalerweise nicht viele Faktoren gleichzeitig ins Auge zu fassen: man ist ja spezialisiert. Nur “Spezialisten für Nichtspezialisiertheit", wie Konrad Lorenz sich und einige wenige andere nannte, können gewisse Gefahren erkennen. Für J.O.R.
2009-03-19 | achtphasen | 12:28:15 |
| 14 comments
Prof. Rössler: "ad hoc postuliert", dass Neutronensterne durch Suprafluidität vor dem Steckenbleiben von schnellen Minipartikeln geschützt wären, habe ich nicht. Ihre Supraflüssigkeit ist anerkannt (bis in die äußere Kruste hinein), und deren nur gemeinsame Reaktionsfähigkeit ist ein wohlbekanntes Quantenresultat, das, wenn ich ihn recht verstanden habe, ein einschlägiger Nobelpreisträger mit mir teilt und das auch vornehm genug ist, dass ein eigenes Experiment zu seiner separaten Prüfung angesetzt zu werden verdient; wie Herr Professor Landua und ich das am 4. Juli 2008 gemeinsam feststellten und dafür die welteinmaligen Vorräte des CERN an supraflüssigem Helium als die geeignete Voraussetzung erkannten.