Ein Teil der lhc-Befürworterschaft nimmt endlich zu Kenntnis, dass Herrn Professor Rösslers ℜ-Theorem unwiderlegbar sein könnte. Noch immer aber wird, reflexartig anmutend, sofort betont, dass ein nicht widerlegbares ℜ-Theorem keinerlei Einfluss auf die Sicherheit der Experimente am LHC hätte.

2009-03-01 | achtphasen | 14:24:06 | Email | 4 comments




 

Comment from: Fragender [Visitor]
Liebr achtphasen, Können Sie einen Beleg dafür nennen, dass man Rösslers Theorem für unwiderlegbar hält? Und wer ist "der intelligentere Teil der Befürworter"? Mit Dank, Ein sich fragender
PermalinkPermalink 2009-03-01 | 16:55
Comment from: BigMac [Visitor]
Das wurde vion Beginn an behauptet. Es ist erstaunlich, wie selektiv sich manche Leute doch immer erinnern, wenn es der eigenen Position dienlich sein könnte. Man kann das auch Demagogie nennen.
PermalinkPermalink 2009-03-01 | 17:06
Comment from: achtphasen [Member] Email
Hiermit möchte ich mich bei dem Teil der lhc-Befürworterschaft, die nicht anerkennen wollen, dass Herrn Professor Rösslers ℜ-Theorem möglicherweise nicht widerlegbar sein könnte, ausdrücklich dafür entschuldigen, geschrieben zu haben:

"Der intelligentere Teil der lhc-Befürworterschaft nimmt endlich zu Kenntnis, dass Herrn Professor Rösslers ℜ-Theorem unwiderlegbar sein könnte. Noch immer aber wird, reflexartig anmutend, sofort betont, dass ein nicht widerlegbares ℜ-Theorem keinerlei Einfluss auf die Sicherheit der Experimente am LHC hätte."

Wie mir eben erläutert worden ist, besagt Herrn Rösslers ℜ-Theorem selbst nichts zur Akkretionsdauer lhc-artiger, nichthawkingszerstrahlender MiniaturSchwarzLöcher - es bleibt also zu diskutieren ob das Szenario der 5'000'000'000 Jahre Akkretionsdauer, die ein lhc-artiges, nichthawkingszerstrahlendes MiniaturSchwarzLoch laut Giddings&Mangano's Berechnung im LSAG benötige um ein Kilogramm Ermaterie in eine unbelebbare Singularität zu transformieren tatsächlich alle mir unwägbar erscheinenden Parameter berücksichtigt hat und ob es tatsächlich so einfach ist sich das AkkretionsVerhalten von lhc-artigen MiniSchwarzLöchern vorzustellen wie es mir letzten September von 'Mac' hier ( http://www.astronews.com/forum/showthread.php?p=42873#post42873 ) eindrücklich dargelegt worden ist.

Meinen damals hier ( http://www.astronews.com/forum/showthread.php?p=42884#post42884 ) geäusserten Dankesworten gibt es nicht viel Neues beizufügen, ausser, dass die Zweifel an der Berechenbarkeit des mir unberechenbar Erscheinenden erneut grösser sind, als auch schon.

Dazu bald mehr.

Marc Fasnacht
PermalinkPermalink 2009-03-02 | 19:29
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Fasnacht,

ich danke, dass Sie meine Erläuterung so zeitnah hier eingebracht haben.

Ich habe mich auch deswegen bei Ihnen entschuldigt und möchte dies auch öffentlich tun: es war mir nicht bewusst (und ich denke, den meisten Befürwortern ist das so ergangen wie mir), dass Sie einen Zusammenhang zwischen der Akkretionsrate (linear / nicht-linear) von LHC-artigen Schwarzen Löchern und dem Theorem Professor Rössler's getätigt hatten, sonst hätte ich Sie einfach darauf hingewiesen.

Unter Annahme eines solchen Zusammenhanges ist Ihr konsequentes Rückfagen nach der Widerlegung natürlich folgerichtig und deswegen entschuldige ich mich auch in aller Öffentlichkeit für die Wortwahlen von mir, die ich in diesem Zusammenhang getätigt hatte.

Ich denke, hier kann man, ohne irgendjemandem Böswilligkeit unterstellen zu wollen, von einem puren Missverständnis sprechen: Professor Rössler hat in seiner Publikation zu den Gefahren des CERN zunächst sein etwa 10 Jahre altes Theorem reaktiviert, dass aufgrund einer anders dargestellten Halbmetrik - hier ist sind noch die beiden Fragen offen, ob diese auch im Fall v=c richtig angewendet wurde und ob diese Halbmetrik stets endliche Werte aufweist - die Ereignishorizonte solcher LHC-artigen Mini Schwarzen Löcher nicht in endlichem Abstand sein können, was wenn zutreffend unmittelbar zur Konsequenz hätte, dass sie keine Hawkingstrahlung aussenden können und entsprechend nicht unmittelbar zerstrahlen können.

Dies ist die Aussage des Theorems von Professor Rössler, und im Rahmen seiner Sicherheitsbedenken hat Professor Rössler dann als zusätzliche Schritte u.a. die Akkretionsrate (linear / nicht-linear) sowie die Superfluidizität (leider ohne Unterscheidung (verursacht einerseits durch elektroschwache Phänomene / Farbladung sowie andererseits rein gravitationsverursacht) angedeutet, ohne sie aber näher auszuführen.

Ich denke, hier muss man einem Laien tatsächlich zugestehen, dass dabei ein Missverständnis passieren kann, da Professor Rössler ja alle drei Punkte thematisiert hat, ersteren ausführlich in seinem Theorem und darauf bezugnehmend in seinen Sicherheitsbedenken und die beiden anderen in seinen Sicherheitsbedenken, aber nicht in seinem Theorem.

Somit ist die Frage nach der Akkretionsrate eine Fragestellung, die nicht zum Theorem von Professor Rössler gehört, sondern zur Sicherheitsanalyse von Giddings und Mangano und dort wird sie auch genauer thematisiert und wenn man also etwas hinterfragen möchte, so ist das in der Sicherheitsanalyse von Giddings und Mangano zu hinterfragen.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2009-03-03 | 08:10
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