1) Ich kann nichts für meinen (in seinem Leben immer lieb gebliebenen) Vater, der rechtzeitig zum Dissidenten geworden war. Dass ich Jude bin, geht niemanden etwas an.

2) Mein Theorem eines “unendlichen Abstands des Horizonts eines Schwarzen Loches von der Außenwelt” (und deshalb einer unendlichen Herauskommzeit sowohl für Licht wie für Materie) ist unwiderlegt. Es ist m.E. unwiderlegbar, weil diese Herauskommzeiten eine anerkannte Folge der Allgemeinen Relativitätstheorie sind.

3) Die dennoch bestehende endliche Eigenzeit für hineinfallende und herauskatapultierte (falls sie die Rückbeschleunigung überleben) Astronauten beruht auf unendlicher Verlangsamung der Borduhren. Diese endliche Zeit beinhaltet daher nicht – wie meist irrtümlich angenommen – eine Erreichbarkeit oder Verlassbarkeit in endlicher Außenzeit.

4) Damit ist die Meinung, dass künstliche Schwarze Löcher verdampfen könnten, durch die Allgemeine Relativitätsheorie widerlegt. Es sei denn, ein Quantenargument erlaubt ein Durchtunneln des bestehenden unendlichen Abstands in endlicher Außenzeit. Dieses Argument steht meines Wissens bisher aus.

5) Also überleben alle Schwarzen Löcher. Für diesen Fall gelten nicht “lineare Wachstumsgesetze” innerhalb von Materie wie der Erde, wie bisher von ranghohen Kernphysikern behauptet, sondern nichtlineare. Die veranschlagte Zeitdauer der “Planetophagie” wird dadurch maximal verkürzt.

6) Das vom CERN vorgebrachte empirische Gegenargument – die Noch-Existenz von Neutronensternen – verschweigt, dass die Quantenmechanik diese Objekte durch einen speziellen Mechanismus schützt. Diese im Mai 2008 dem CERN mitgeteilte und zwei Monate später publizierte Vermutung ist bis heute unwiderlegt.

7) Aus diesen Gründen wird das geplante LHC-Experiment des CERN zu einer vitalen Bedrohung für die Menschheit – der größte denkbare Anschlag auf menschliches Leben.

8) Ich muss daher die ganze Welt auffordern, entweder mein Theorem zu widerlegen oder zu schweigen, was Sicherheitsbehauptungen angeht. Oder gibt es wirklich jemanden, der persönlich mit seinem eigenen Namen für eine Sicherheitsbehauptung einsteht?

9) Niemand würde sich mehr darüber freuen, widerlegt zu werden, als ich. Ich bitte daher erneut um die am 18. April 2008 öffentlich beantragte Sicherheitskonferenz mit diesem Ziel.

10) Den auf mich gemünzten YouTube-Text des Beatles-Songs vom “Fool on the Hill” habe ich selbst provoziert, weil ich zuvor die berühmte 12-Uhr-Mittags-Melodie “Do not foresake me oh my darling” als Protestsong gegen das CERN-Experiment ins Spiel gebracht hatte.

11) Bei jeder nicht sofort widerlegbaren Bombenwarnung (einem einsamen Koffer) in einem Flughafen ist zunächst eine Evakuierung aller potentiell Betroffenen angezeigt. Ich bestehe daher auf einer Evakuierung des Planeten, bevor das LHC-Experiment anläuft. (Die vor einem Jahr beantragte Verlegung des Experiments auf den Mond wäre die rationellere Alternative.)

12) Ich bitte erneut um die Einrichtung des Internetprojektes “Lampsacus – Heimatstadt aller Menschen auf dem Internet” – durch das CERN. Nunmehr als Geste der Wiedergutmachung nach dem grob fahrlässigen ersten Hochfahren, das das Ansehen der Wissenschaft beschädigt hat.

Für J.O.R. (26 02 09)

Professor Dr. Otto E. Rössler | “Eine Stellungnahme des “Fool on the Hill” in 12 Punkten”

2009-02-26 | achtphasen | 23:39:08 | Email | 8 comments




 

Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Diese Erkenntnis-Verweigerung ist einzigartig !
PermalinkPermalink 2009-02-27 | 00:14
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Ich wiederhole nochmals den ersten Satz der Sicherheitsanalyse (http://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/0806/0806.3381v2.pdf):

"We analyze macroscopic effects of TeV-scale black holes, such as could possibly be produced at the LHC, in what is regarded as an extremely hypothetical scenario in which they are stable and, if trapped inside Earth, begin to accrete matter."

Man vergleiche dies mit o.g. Punkt 4, Zeile 1.


Ad o.g. Punkt 6: "Das vom CERN vorgebrachte empirische Gegenargument – die Noch-Existenz von Neutronensternen – verschweigt, dass die Quantenmechanik diese Objekte durch einen speziellen Mechanismus schützt. Diese im Mai 2008 dem CERN mitgeteilte und zwei Monate später publizierte Vermutung ist bis heute unwiderlegt."

Bis heute ist zu diesem "speziellen Mechanismus" ausser einigen vagen Andeutungen nichts veröffentlicht worden. Ich habe Professor Rössler am 20.02.2009, 17:34 Uhr diesbezüglich angefragt. - Da nach wie vor keine solche Publlikation vorliegt, sei auf die bekannten Mechanismen verwiesen, gemäss derer Neutronensterne im Gegenteil sogar extrem influid sind !


Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2009-02-27 | 00:32
Comment from: Huettenkaese (aus Hinter Dem Mond) [Visitor]
Hoch verehrter Herr Professor Roessler, koennen Sie bei Ihrem Vorschlag in Punkt 11 (in Klammern stehend als "rationellere Alternative" bezeichnet) denn keine Ruecksicht nehmen auf unsere Minderheit, die wir hinter dem Mond leben und uns vorher um Erlaubnis fragen ? Und wenn die Black Holes gemaess Ihrer Theorie wirklich ach so gefaehrlich sein sollen wie in ihren Punkten beschrieben: was waere dann mit den Black Holes, deren Impuls zufaellig nach Betrag und Richtung passend ist (zum Beispiel leicht oberhalb der Fluchtgeschwindigkeit auf dem Mond), um einen fuer Sie unerwuenschten Himmelskoerper erreichen zu koennen ? Haben Sie dazu auch schon eine Theorie, die so etwas verhindert ? ;-)
PermalinkPermalink 2009-02-27 | 00:55
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Ergänzung: Die in meinem Beitrag von heute 0:32 Uhr genannte extreme Influidizität von Neutronensternen ist selbstverständlich bezüglich der Gravitation zu verstehen und bezieht sich auf das Szenario der LHC-artigen ungeladenen Schwarzen Löcher.

Der Begriff der Superfluidizität bezieht sich üblicherweise stillschweigend auf elektrostatische Prozesse, also Reibung; diese aber ist nur im Falle von geladenen LHC-artigen Schwarzen Löchern von Relevanz und für dieses Szenario kann man man - da solche bereits seit Jahrmillarden in der Erde und in der Sonne steckenbleiben - die kosmische Stahlung an der Erde oder Sonne als Sicherheitsargument heranziehen und braucht nicht die Neutronensterne oder Weissen Zwerge zu bemühen.

Ich bitte allfällige Missverständnisse wegen der unterbliebenen genaueren Bezeichnung, worauf sich die Fluidität bezieht, zu entschuldigen.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2009-02-27 | 07:50
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Hallo zusammen,

eine Bemerkung noch zu Punkt 5: Diese nicht-Linearität spielt erst zu einem sehr späten Zeitpunkt der Massenakkretion eine Rolle, wenn schon genügend Masse beisammen ist. Anfangs ist es für so ein LHC-artiges winziges Schwarzes Loch sehr schwierig (d.h. das "dauert sehr lange"), überhaupt Teilchen zum Akkretieren zu finden.

In der o.g. Sicherheitsstudie ist dies übrigens näher erläutert.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2009-02-27 | 08:04
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Hallo zusammen,

ich möchte nochmals auf Absatz 4 zu sprechen kommen und dazu 2 Fragen an Professor Rössler formulieren:

"4) Damit ist die Meinung, dass künstliche Schwarze Löcher verdampfen könnten, durch die Allgemeine Relativitätsheorie widerlegt."

Diese Aussage wäre, wenn zutreffend, eine Sensation und wohl nobelpreis-würdig. Deswegen lohnt sich in jedem Fall eine Erörterung, auch wenn sie für die Sicherheitsanalyse nicht von Relevanz ist.

Meine beiden Fragen:

1. Wurde in der Herleitung darauf geachtet, dass die zugrundeliegende Halbmetrik stets endliche Werte hat ?

2. Wurde in der Herleitung darauf geachtet, dass der Fall v = c eine nicht definierte Halbmetrik aufweisen könnte ?


Ich denke nicht, dass man beide Fragen mit ja beantworten kann und dann wird der Beweis des Gothic-Theorems anfechtbar.


Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2009-02-28 | 21:57
Comment from: achtphasen [Member] Email
Otto E. Rössler hat bereits am 3.3.09 geantwortet:

Ich sehe die Fragen 1. und 2. als sehr gut an.
...
Die volle Lichtgeschwindigkeit hat merkwürdigerweise nichts mit der Notwendigkeit einer "Halbgruppeneigenschaft" zu tun - so als ob die Allgemeine Relativitätstheorie hier irgendwie verlassen würde (wenn es so gemeint ist). Dadurch ergibt sich also so weit ich sehe keinerlei Problem mit dem gothic-R Theorem.
PermalinkPermalink 2009-03-17 | 10:54
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Fasnacht,

erst jetzt sehe ich diesen Beitrag; meines Wissens hat Professor Rössler das Missverständnis bezüglich "Halbgruppe" und "Halbmetrik" bereits ausgeräumt. - Mir ist allerdings nicht klar, weswegen im Falle der vollen Lichtgeschwindigkeit (also v=c) auf die Halbmetriken verzichtet werden kann.

An die stillen Mitleser: Eine Metrik ist eine Halbmetrik mit der zusätzlichen Eigenschaft, dass der Wert ("Abstand") Null nur dann erreicht wird, wenn die beiden Punkte zusammenfallen.


Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2009-03-21 | 16:11
*
* your email address will not be displayed
  your URL will be displayed