Wenn irrtümlich Widerlegungsbehauptungen kursieren gegen ein Theorem, kann man leicht feststellen, ob sie Substanz haben: gibt es ein Gegentheorem (oder, was das Selbe ist, einen Gegenbeweis)? Unbewiesene Widerlegungsbehauptungen sind wie üble Nachrede - man kann sie nur ignorieren. Sie verschwinden von selbst.
Dass “Ich” einen Fehler in einer Vermutung von mir - nicht meinem Theorem - gefunden hat, weißt Du, und ich habe daraus viel gelernt - es gingen neue Bestätigungen für das Theorem daraus hervor. Substanzielle Kritik, auch wenn sie zunächst wehtut, ist immer eine große Hilfe. Er hat aber meines Wissens nie irgendwo gesagt, dass er mein Theorem widerlegt hätte. Das würde ich außerordentlich ernst nehmen. Herr Bruhn sah im Wesentlichen das Gleiche wie Herr “Ich", kam aber später. Ohne persönliche Erläuterungen hätte ich die Synthese nicht geschafft. Aber das Theorem blieb dadurch unberührt (obwohl das zunächst nicht zu erwarten war). Auch Herr Nicolai und das CERN schweigen. Sie geben damit zu, dass sie nicht in der Lage sind, einen Gegenbeweis gegen das ℜ-Theorem anzutreten. Bloße Meinungsäußerungen (auch wenn sie ad hominem gehen) zählen hier nicht. Auch Gleichung (10) oder (11) wurde meines Wissens nie widerlegt -
wie sollten sie auch, da sie aus der Schwarzschildmetrik folgen? Meine Bitte, doch endlich widerlegt zu werden, verhallt nach wie vor ungehört. Obwohl ich nichts mehr begrüßen würde, wie Du weißt.
Natürlich kann es sein, dass doch irgendwo ein bereits vorgebrachtes Argument existiert, aus dem ein Gegenbeweis folgt. So, wie das Ich-Bruhn-Argument gegen meine Vermutung einer unendlichen Fallzeit zutraf, für mich aber zunächst nicht akzeptabel war, da die daran angeschlossene Gegenvermutung, dass die Strecke ebenfalls endlich wäre, falsch war (was ich wusste, er aber nicht). Es war also wirklich eine verzwickte Situation. Mein Freund Xxxxx hat sich da phantastisch verhalten. Denn “Ich” hatte ja zunächst gesiegt (gegen meine Vermutung). Dass seine Vermutung, dass die Entfernung ebenso wie die Fallzeit endlich sein müsste, sich als falsch erweisen würde, konnte er ebenso wenig vermuten, wie ich zunächst meine Originalvermutung anzweifeln konnte. Und natürlich kann es immer noch sein, dass hinter der nächsten Ecke wieder eine Überraschung lauert. Das ist im Bereich des Neuen sogar eigentlich immer der Fall,da die Wahrheit fraktal
strukturiert ist. Bescheidenheit ist beim im Dunkeln Voranschreiten immer angebracht. Der Blinde muss den Lahmen stützen und umgekehrt. Wissenschaft ist Freundschaft.Dieses lange Traktat ist vielleicht auch für andere von Interesse?
P.S. Habe ich schon mein Flughafenkoffer-Argument erzählt?
Am 5. Juli war ich nachmittags in Charles de Gaulle in Paris, und alle wurden von Polizei umgeleitet wegen einer Kofferwarnung. Es war im Nachhinein offenbar blinder Alarm. Aber das weiß man immer erst nachher. Nicht Sicherheit muss bewiesen werden, sondern das Fehlen von Unsicherheit, nicht wahr?
“Beweislastumkehr” ist ein abstrakter Ausdruck für solche Fälle.
2009-02-17 | achtphasen | 10:29:22 |
| 31 comments
Otto E. Rössler antwortet in privater E-Mail (mit expliziter Zustimmung zur Veröffentlichung) auf Herrn Kannenbergs Beitrag:
Finally G & M’s comment did not address section 5 of the present manuscript in which I argue that their exclusion of dangerous mBHs is not completely definite for a general, simple reason, completely independent of the above ar- guments.
I stand to my general conclusion that there is a residual catastrophic risk from metastable microscopic black holes produced at particle colliders.