Eine der wahrlich gefährlicheren Ueberzeugungen des aktuellen Zeitgeschehens ist, nebst manchen anderen, diejenige, dass auch elektro-magnetisch geladene MicroSchwarzeLöcher, die, entsprechend des Randall-Sundrum-Modelles mit nur einer Extradimension, am CERN/LHC entstehen könnten und die, entsprechend der neuen und sehr beunruhigenden Theorie von Casadio, Fabi und Harms, bis zu mehreren Sekunden lang stabil verbleiben könnten, sofort durch die Gravitation ins Erdinnere gezogen würden oder durch weitere Kollisionen mit hochenergetisch beschleunigten Quarks aus dem Erdgravitationsfeld katapultiert würden.

Die geladenen MicroSchwarzLöcher könnten entsprechend Murphy’s Law durch die gegenläufigen und sich im Kollisionsbereich durchdringenden Protonenstrahlen stabilisiert im Kollisionsbereich verbleiben ( Strömungslehre ) und dort innert kurzer Zeit eine Masse erreichen, die in keinem Sicherheitsbericht (2003 & 2008) bis anhin auch nur angedacht wurde.

Dass dieses Szenario als völlig undenkbar gilt ist hier von sachverständigerer Seite beschrieben - es fragt sich nur, ob dem realiter auch so sein wird.

Desweiteren stellt sich der Laie die Frage ob solche, unglücklicherweise im extrastarken Magnetfeld verbleibende, Schwarze Löcher nicht auch gänzlich ohne Kollisionen mit beschleunigten Hadronen - allein aus dem Magnetfeld - derart viel Energie akkreieren werden, dass Ihre Masse qua elektro-magnetischer Induktion massiv zunehmen wird.

Diese hier gestellten Fragen möchten wir gerne geklärt haben, bevor der LHC mit frisch reparierten Magneten diesen Frühling erneut starten wird.

2009-02-02 | achtphasen | 22:08:28 | Email | 3 comments




 

Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Hallo zusammen,

aber wenn das auf der Erde passiert - müsste dieser oben beschriebene Prozess nicht in noch stärkerem Maße auf jedem Neutronenstern passieren und diese noch rascher zerstören als die Sicherheitsanalysen hergeleitet haben ?

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2009-02-03 | 12:16
Comment from: achtphasen [Member] Email
Hallo Herr Kannenberg

Nein!!!

auf Neutronensternen gibt es bekanntlich definitiv keine intelligenten Wesen die Magnetfelder errichten könnten in denen (subatomare) Teilchen gegenläufig auf 99,999% Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden.

Die Nichtexistenz von intelligenten Bewohnern von Neutronensternen ist unabhängig davon ob nun als gesichert geltendes Wissen zum Aufbau der Neutronensterne wirklich zutreffend ist oder vielleicht eben doch nicht.

Das perplexierende obskizzierter These ist, dass Kollisionsprodukte am Lhc - egal ob es nun (hoffentlich sympathische) supersymetrische Teilchen, (wahrscheinlich harmlose) Higgs-Bosonen oder MicroSchwarzeLöcher sein werden - sie alle könnten vielleicht (und bis anhin offenbar unbedachterweise) durch die Magnetfelder im Bereich der gegenläufigen ProtonenBeams fixiert verbleiben.

Dieses Verbleiben von Kollisionsprodukten im Kollisionsbereich wünschte ich mir aber definitiv ausgeschlossen, weil, falls das Szenario entsprechend der Theorie von Casadio, Fabi und Harms sich als zutreffend erweisen sollte, derart langlebige MicroSchwarzeLöcher (und auch die anderen Unwägbarkeiten wie Stranglets und magnetische Monopole) in derart starken Magnetfeldern inmitten 600Millionen Kollisionen pro Sekunde in den Sicherheitsberichten nicht besprochen sind.

Es stellt sich nun die Frage ob solch ein Verbleiben aus Kollisionen resultierender Teilchen im Kollisionsbereich oder auch 'nur' im Magnetfeld des Teilchenbeschleunigers definitiv nicht möglich ist oder falls solch Verbleiben im Kollisionsbereich nicht ausschliessbar ist, welche Szenarien daraus entstehen könnten.

Desweiteren stellt sich die Frage, ob und wie die Kollisionsprodukte gänzlich ohne weitere Kollisionen mit den Magnetfeldern interagieren werden - RaumZeit wird durch Singularität (Micro SchwarzeLöcher) eingezerrt, daher muss doch auch die elektro-magnetische Energieform davon betroffen sein???

Jedenfalls wünschte ich mir eine fachlich korrekte Antwort CERN's in den Sicherheitsberichten - nur um zu lesen, dass auch am Cern solche Eventualitäten bedacht worden sind.

Ansonsten ist davon auszugehen, dass CERN sich sicher ist, dass alle Kollisionsprodukte spätestens durch die Kollision mit einem nächsten Quark aus dem Kollisionsbereich hinwegbefördert werden.

freundliche Grüsse, Marc Fasnacht
PermalinkPermalink 2009-02-04 | 08:29
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Fasnacht,

auf der Sicherheitsanalyse sind die zugehörigen email-Adressen angegeben - Sie können also nachfragen !

Ich möchte Sie wirklich ermutigen, das zu tun - ich hatte auch eine Frage und bekam eine ausführliche, drei Seiten umfassende und sehr freundliche Antwort !

Noch eine Frage zu den Magnetfeldern auf Neutronensternen: Haben Sie das nachgerechnet ? Sie wissen sicherlich, dass auf Neutronensternen extrem starke Magnetfelder herrschen !

Und noch eine Frage zu den "strangelets": Warum haben Sie keine Angst vor "charmlets", "toplets" und "bottomlets" ? Oder anders gefragt: Wissen Sie, dass diese ganze Aufregung um das strange-quark möglicherweise nur eine Verwechslung der Umstände ist, dass erstens Protonen und Neutronen aus drei Quarks aufgebaut sind, dass zweitens die Farbladung in drei Ausprägungen vorkommt und drittens damals auch nur drei Quarktypen bekannt waren ? Diese "dreien" werden oftmals verwechselt ! - Und gerade bei letzterem spielte eben das "neu" entdeckte strange-quark eine herausragende Rolle, doch mittlerweile kennt man sechs Quarktypen.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2009-02-04 | 12:38
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