auf Seite 11 lesen wir: "If black holes cannot evaporate in finite time, then the potentially miniblack-hole generating LHC experiment at CERN near Geneva is unsafe"
Die Zusammenfassung der Sicherheitsanalyse (http://lsag.web.cern.ch/lsag/CERN-PH-TH_2008-025.pdf) beginnt mit folgenden Worten: "We analyze macroscopic effects of TeV-scale black holes, such as could possibly be produced at the LHC, in what is regarded as an extremely hypothetical scenario in which they are stable and, if trapped inside Earth, begin to accrete matter."
Somit wird das Ergebnis von Professor Rössler's Arbeit, nämlich die Langlebigkeit dieser LHC-artigen Schwarzen Löcher, von der Sicherheitsanalyse bereits vorausgesetzt.
Somit genügt es, sich mit der Sicherheitsanalyse zu beschäftigen; wie diese LHC-artigen Schwarzen Löcher stabil werden, also via Rössler-Theorem oder via Anti-Hawkingstrahlung-Theorem oder via eines uns noch unbekannten Phänomens, ist dabei völlig unerheblich.
Fazit: Das Theorem von Professor Rössler ist für die Sicherheitsbeurteilung der Erde irrelevant.
Wer ein Beispiel zur robusten Altersbestimmung eines Neutronensternes (via Abkühlrate des begleitenden Weissen Zwerges) lesen möchte, dem sei folgende frei erhältliche Publikation empfohlen:
The parallax, mass and age of the PSR J2145−0750 binary system, O. Löhmer, M. Kramer, T. Driebe, A. Jessner, D. Mitra, and A. G. Lyne, 2004
http://www.aanda.org/index.php?option=article&access=standard&Itemid=129&url=/articles/aa/pdf/2004/41/aa1031.pdf
Ergebnis: J2145−0750, cooling age = 3.6 Gyr
Des weiteren sei auch auf das Beispiel eines Cluster-Pulsares verwiesen:
http://www.srl.caltech.edu/pubs/SRL-P90-05.pdf
es sei an dieser Stelle einmal mehr mein ehrlicher Dank und meine ebenso ehrliche Hochachtung ausgesprochen, dass Sie meine bisweilen auch kritischen Stellungnahmen stets zeitnah freischalten !
Ich möchte diesen Dank gerade an dieser Stelle aussprechen, da wir mit den beiden heutigen Themen und meinen Antworten darauf sowie den genannten Links so etwas wie eine Zusammenfassung der derzeitigen Ansichten der vergangenen Monate beisammen haben.
Betreff: Unterschiedliche Klassifikationen von Neutronensternen
In diesem Zusammenhang mache ich
auf folgende Sachverhalte aufmerksam:
a) Es gibt grafische Darstellungen von Schichtungen
des Neutronensternkörpers o h n e
QGP-Kern (Quanten-Gluonen-Plasma).
b) Es gibt Darstellungen von Schichtungen
des Neutronensternkörpers m i t
QGP-Kern (Quanten-Gluonen-Plasma).
c) In einer Ausarbeitung im Zuge
des Wissenschaftskongresses PANIC05
(2005) wird in Neutronensternkernen
sogar ein Kristalliner Colorsuperkonduktor nicht ausgeschlossen.
d) Dr. Stöcker geht in seiner Patentschrift davon aus, dass
geladene MBH-Remnants (relics) in normaler
Materie aufbewahrt werden können.
e) Aussagen über das Verhalten (von mBH) in
extrem geformter Umgebung unter
quantenrelativistischen Bedingungen
im QGP können offenbar nur schwerlich getroffen werden, da
selbst das QGP derzeit noch mit
Überraschungen aufwartet (sh.
Bild der Wissenschaft, Ausgabe 2/2009,
S. 49 ff, Unterüberschrift "ALICE
im Wunderland".)
Meine persönliche Folgerung daraus lautet:
Unbeobachtete Entwicklungslinien
von Neutronensternen können aus meiner naiven Sicht nach derzeit nicht ausgeschlossen
werden.
zu a), b), c) und e): Was hat das für einen Einfluss auf ungeladene LHC-artige Schwarze Löcher, die nur auf Gravitation reagieren ? Ich sehe momentan keinen, d.h. hochkompakte Gebilde aus inversem Beta-Zerfall erzeugten Neutronen sollten nach wie vor bezüglich der Gravitationhochgradig influid sein.
Und auf die Auskühlrate eines begleitenden Weissen Zwerges sollten diese Punkte ebenfalls keinen Einfluss haben, d.h. das Lebensalter dieser Neutronensterne ist unabhängig dieser Punkte robust abgeschätzt.
Verbleibt noch Ihr Punkt d): Hier sprechen Sie von geladenen Partikeln; diese können Sie bereits am Lebensalter der Erde abschätzen, da geladene LHC-artige Schwarze Löcher in der Erde stecken bleiben.