Tabelle der Koordinatenrekonstruktion des Objekttypes “Unkown”

Die Röntgenquellen des Typs “Unknown” mögen sich u.U. auf einfache Weise erklären. Ob besondere Schwarze Löcher darunter sind, die der gängigen Theorie bzgl. ihrer  E n t s t e h u n g  nicht entsprechen und daher neue Beobachtungen erforderlich machen, steht für den Laien nicht fest.

 

Erläuterung der Spalten der untenstehenden Tabelle
(für die Darstellung der rekonstruierten Koordinaten - mangels besserer web-Information seitens der NASA/GODDARD):

A: Behelfsmäßige Kurzbezeichnung der Röntgenquelle (Die
Kurzbezeichnung wurde in die Karte zusätzlich eingetragen.)
B: geschätzte Symbolgröße (Durchmesser in Pixeleinheiten in der Karte)
C: X-Kartenkoordinate in Pixeleinheiten, von li. n. rechts gezählt
D: Y-Kartenkoordinate in Pixeleinheiten, von ob. nach unten gezählt
E: galakt. Länge in dez. Altgrad (i.d.R. besser als 0.5 Grad genau)
F: galakt. Breite in dez. Altgrad (dit.)
G: äquatoriale Länge (J.2000.0)in dez. Altgrad
H: äquatoriale Deklination (J.2000.0) in dez. Altgrad

ABCDEFGH
U01 18 379 790; 153.96 2.51 68.53 51.43
U02 12 773 778; 97.64 4.25 321.93 56.70
U03 13 636 480; 141.11 34.80 133.58 72.67
U04 13 883 396; 117.91 47.26 202.67 69.54
U05 19 830 880; 90.44 -7.17 325.54 43.51
U06 14 1081 827; 57.59 -1.26 295.80 21.20
U07 19 1260 831; 35.32 -1.77 285.46 1.34
U08 19 1305 823; 29.77 -0.81 282.13 -3.19
U09 19 1343 819; 25.10 -0.33 279.54 -7.11
U10 28 1384 936; 20.58 -14.57 290.59 -17.37
U11 19 1458 922; 11.26 -12.89 284.94 -24.94
U12 20 992 807; 68.86 1.08 300.14 32.00
U13 17 1011 763; 66.75 6.23 293.56 32.79
U14 18 1164 765; 47.41 6.12 283.97 15.64
U15 32 1349 716; 24.79 12.17 268.39 -1.59
U16 18 1146 597; 53.85 26.26 266.45 29.10
U17 15 1056 492; 74.14 38.44 254.57 47.96
U18 15 1473 296; 19.73 67.02 216.72 19.89
U19 17 1561 1176; 358.03 -44.97 320.21 -43.05
U20 20 1603 844; 353.36 -3.37 265.62 -36.32
U21 18 1655 834; 347.02 -2.15 259.88 -40.97
U22 18 1634 799; 349.59 2.11 257.44 -36.43
U23 20 1626 764; 350.52 6.37 254.06 -33.14
U24 20 1701 811; 341.41 0.64 252.37 -43.79
U25 22 1712 817; 340.06 -0.08 251.79 -45.21
U26 30 1743 814; 336.27 0.28 247.90 -47.90
U27 19 1775 825; 332.34 -1.05 244.99 -51.55
U28 22 2085 829; 293.70 -1.48 172.31 -62.79
U29 18 2171 828; 282.69 -1.35 152.53 -57.68
U30a 16 1877 788; 319.72 3.40 223.39 -55.44
U30b 15 1883 786; 318.97 3.63 222.05 -55.59
U31 19 2066 745; 295.59 8.36 180.46 -53.86
U32 17 2033 699; 298.90 13.83 186.89 -48.88
U33 17 1921 578; 309.40 28.68 199.70 -33.93
U34 19 1919 433; 298.49 46.62 189.68 -16.16
U35 19 2445 1132; 224.94 -33.06 76.57 -23.80
U36 19 2382 859; 254.49 -4.66 120.00 -38.68
U37 16 2680 766; 211.52 4.89 106.49 3.45
U38 17 2656 613; 206.17 19.68 117.70 14.58

Drei aus der MARDWARDT-Himmelskarte gelöschte Objekte wurden zusätzlich untersucht auf Position und Identifizierung - zwecks beispielhafter Bestätigung der Richtigkeit der Zuordnungen. Dabei handelt es sich um:
a) Supernovarest M1, Crabnebel
(größtes lindgrünes Kreissymbol in der originären Himmelskarte von C.MARKWARDT)
Crab 54 2846 883; 184.41 -5.87 83.53 22.14
(Vergleichende Information:
AGN-Bezeichnung Name RA Dekl l b Durchmesser b)Helligkeit
Art des Nebels Bemerkungen
GN 05.31.5 M1 5 34.5 +22 01 184.6 - 5.8 7′ 3 SNR Crab-Nebula
sh. www.Lexikon-der-Astronomie.de.vu © Hans-Peter Jäger)

b) Binärer Stern Her X-1
(rotes Kreissymbol)
Herc 35 1155 505; 58.10 37.53 254.48 35.29
(Vergleichende Information:
1614 165749.6+352022 16 57 49.8 +35 20 33 10
6 18.81 5.92 -0.37 +0.11 1.69 Her X-1
XRB LMXB 13.0 C 7365 0.44
sh. ROSAT-Katalog - rosat.dat)

c) Supernovarest Vel
(lindgrünes Kreissymbol)
Vel 25 2317 841; 263.45 -2.75 128.84 -45.04
(Vergleichende Information:
AGN-Bezeichnung Name RA Dekl l b Durchmesser b)Helligkeit
Art des Nebels Bemerkungen
GN 08.32.0 8 33.7 -45 10 263.4 - 3.0 270′ 1 SNR Vela-SNR
sh. www.Lexikon-der-Astronomie.de.vu © Hans-Peter Jäger)

 
Die 21 vorhandenen Gitterpunkte des Kartennetzes aus der Himmelskarte - veröffentlicht v. MARKWARDT et al. - entsprechen auf ca. 1 Pixel genau der Kartenprojektion nach E. HAMMER.
Bei 2660 Pixel auf 360 Altgrad liegt ein durchschnittl. Maßstab von ca. 7,4 Pixel pro Altgrad vor. Infolge der Definitionsschwierigkeiten im Pixelbereich und des manuellen Abgreifens der Symbolmitten mögen 2 bis 3 Pixel Fehler maximal gelegentlich entstehen - das bedeutet: Die angegebenen Koordinaten können selbst bei günstigen Verzerrungsverhältnissen im Einzelfall bis zu 1/2 Grad abweichen. -
Die Transformation in das äquatoriale System wurde mit dem Galaktischen Pol zum Äquin. J2000.0 vorgenommen.
Der Autor der Datenrekonstruktion erhofft sich weitere Aufklärung zu dem Himmelskörpertyp “Unknown". Sollte wider Erwarten ein leichtes Schwarzes Loch sich hier oder anderweitig präsentieren, wären eh besondere theoretische Arbeiten neu zu konzipieren und erforderlich.

Dr. R. PLAGAs Argumentation ist ernst zu nehmen.
In der zugänglichen wissenschaftl. Publikation ist z.B. die Rede von bis zu 1 Milliarde Röntgenquellen in der Milchstraße, deren Energieerzeugungsmechanismus nur pauschal erklärt wird, jedoch nicht in den konkreten Einzelfällen. - Somit erweist sich bei genauerer Betrachtung das astronomische Argument - ob mit oder ohne wirksame Hawking-Strahlung - für den sicheren LHC-Betrieb voller Fragen.

Download: GALKOO6.TXT.pdf | XRay-Unknown_red.jpg

2008-11-15 | achtphasen | 08:32:05 | Email | 16 comments




 

Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Hallo zusammen,

vielen Dank für die Koordinatentransformation, die zunächst aber eher mehr neue Fragen aufwirft als alte Fragen zu lösen imstande ist. Wollen wir die Fragen doch einfach halten: Zunächst bin ich an der hellsten Strahlenquelle links oberhalb der Mitte interessiert, welche sich bei den drei Sternen 67, 68 und 70 Ophiuchi befindet. Wenn das geklärt ist, können wir uns den nächsten Strahlenquellen zuwenden und dazu auch gerne Ihre erarbeiteten Angaben verwenden.

Indes sehe ich nach wie vor keinen Zusammenhang zwischen den von Ihnen genannten bis zu 1 Milliarde Röntgenquellen in der Milchstrasse, die wohl noch aus den Zeiten des Urknalls stammen und den möglicherweise am LHC erzeugten Schwarzen Löchern - allein deren Lebensalter sind ja völlig verschieden ! - Und auf die von galileo2609 genannten Szenarien (http://www.achtphasen.net/index.php/plasmaether/2008/11/06/wir_suchen_weiter_1#c447)wurde ja auch nicht näher eingegangen.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-15 | 13:46
Comment from: achtphasen [Member] Email
Hallo Herr Kannenberg
nicht nur auf die von galileo2609 genannten Szenarien (http://www.achtphasen.net/index.php/plasmaether/2008/11/06/wir_suchen_weiter_1#c447)wurde nicht näher eingegangen, sondern auch auf Ihre interessierenden Hinweise, dass neue Untersuchungen darauf hinweisen, dass eine nur kleine Anzahl ExtraDimensionen unwahrscheinlich sind - dies möchte ich hiermit zunächst nachholen. Könnten Sie nähere Angaben zu den die Anzahl Extradimensonen einkreisenden Experimenten machen, womöglich mit einer www-Quellenangabe?
Dass der 'schwierige Dialog' für Sie und auch Galileo2609 enervierend langsam sein könnte habe ich in meiner letzten Antwort an Galileo schon angeführt - auch Ihnen hiermit mein aufrichtiges Bedauern, dass wir nicht imstande sind, so schnell, wie von Ihnen offenbar erwünscht, mit Ihnen zu debattieren.
Ich persönlich bin durch Privates absorbierter als auch schon und muss mir zudem noch manche physikalische Grundlagen erarbeiten - der Autor des hier kommentierten Artikels arbeitet mit grösstem Fleiss und Engagement ... Wir sind physikalisch astronomische Laien und ich persönlich bin des LHC-kritischen Engagements ziemlich müde, doch ist da ein intuitives Wissen, dass das Themakomplex 'CERN, LHC und Unwägbarkeit der Risiken) von überpersönlicher Relevanz IST und darum befürworte ich auch sehr den schwierigen Dialog mit LHC-Befürwortern.
Ich bin Ihnen, Herr Kannenberg, und Galileo2609 und MAC (für früher erfolgte aufklärende Kommentierungen) sehr dankbar!
Doch bitte ich Sie und Galileo um Geduld! ... und ich hoffe, Sie erwarten sich durch Ihr Engagement nicht eine 'Bekehrung' von 'uns' LHC-Kritikern zu LHC-Befürwortern - desto mehr ich, als Laie, mich in die dahinterstehende Physik einarbeite, desto grösser wird die Gewissheit, dass die Experimentatoren nicht wissen können was sie wirken werden und einige der potentiellen Wirkungen sind ja tatsächlich zumindest potentiell katastrophal.
Desweiteren übergehen auch Sie, in Ihren Kommentaren, gerne nicht einfach zu widerlegende Fragen unsererseits - deren eine habe ich eben zeitgleich mit Ihrer hier anbeantworteten Kommentierung erneut veröffentlicht - nämlich die Frage: wie denn die Relikte/Remnants entsprechend Herrn Stöckers Patent seitens CERN unschädlich handzuhaben sind?

mit freundlichem Gruss, Marc Fasnacht
PermalinkPermalink 2008-11-15 | 14:15
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]

Zu dem Headcount of Local Black Holes (Karte v. C.MARKWARDT et al.)
===========================================================
Antwort auf die Fragestellungen v. Hr. Kannenberg in den Anhängen A und B, sh. bitte u.
Sollte der Grund der Typisierung "Unknown" auch nach einer Identifizierung des Objektes U15 nicht deutlich werden, versuche ich die email-Adresse von C.Markwardt et al. zu ermitteln.

Anhang A: Herrn Kannenbergs Frage vor einigen Tagen beinhaltete folgenden Text: "...also ungefähr die Koordinaten RA=76° und dec=10-15° haben...".
Dies entspricht einer Cirka-Ablesung aus dem Koordinatennetz der hinterlegten Sternkarte - diese ist aber nicht in Rektaszension und Deklination definiert, sondern in galaktischer Länge und galaktischer Breite.
Ferner der Satz: "...im Bild geht die Rektaszension von 0 bis 180°...":
Der Satz enthält nicht die Aussage zu einer Längenzählung von 180 bis 360 Grad (vorhanden: vom rechten Rand bis zur Bildmitte, tatsächlich mit der galaktischen Orientierung).
Zu dem Zeitpunkt war möglicherweise noch nicht klargestellt, dass das galaktische Koordinatensystem der kartographischen Darstellung zugrunde liegt.
Herr Kannenberg erwähnt 3 Sterne aus dem Sternbild Oph, darunter den Stern 67 Oph. Im Anhang A erfolgt die Betätigung, dass das Röntgenobjekt des Typs "Unknown" mit der neuen Behelfsbezeichnung U15 tatsächlich gemeint ist, also welches offensichtlich von 38 Objekten des Typs "Unknown" am hellsten strahlt.
Herr Kannenberg kann also die galakt. Koordinaten 24.79 Grad Länge und 12.17 Grad Breite (aus der Rekonstruktionstabelle) benutzen resp. Rektaszension 268.39 und Deklination -1.59, wobei eine Abweichung von bis 0,5 Grad möglich ist (wahrscheinlich 0,3 Grad).

Anhang B) Datensatz aus der Rekonstruktionstabelle für das Objekt U15:
Bez. Symbolgröße
x-Karte
y-Karte
gal.Laenge
gal. Breite
Rektasz.
Deklin.
U15 32 1349 716; 24.79 12.17 268.39 -1.59
Vergleich m. 67 Oph (von Hr. Kannenberg zutreffend - als in der räumlichen Richtung in der Nähe liegend - identifiziert):
galakt. Koord. aus dem Bright Star Catalog (Werte aus dem BSC): 29.73 12.63 abgeleitet aus 18 h 00min 38.7 sec u. + 2Grad 55' 54"
(Werte aus dem BSC):
270.15 +2.92
(Die zu vergleichenden Werte stehen genau untereinander.)
BSC-Katalog:
The Bright Star Catalogue, 5th Revised Ed. (Preliminary Version) Hoffleit D., Warren Jr W.H., Astronomical Data Center, NSSDC/ADC (1991)
(hierhin kopierter Datensatz aus dem BSC-Katalog für 67 Oph:
6714
67 OphBD+02 3458 164353123013 677 10966 175538.1+025611
180038.7+025554
29.73 12.63
3.97 +0.02 -0.62 0.00
B5Ib +0.002-0.008 -.002-004V 22 4.3 54.5AC 5*)
R.U.

(P.S. Wegen der anzustrebenden Argumentativität möchte ich bitte weitestgehend auf Anreden verzichten und zeichne nur noch kurz.
Die genaue formelle Darstellung meines Textes hier sende ich noch Herrn Fasnacht mit einer pdf-Datei zu.)
PermalinkPermalink 2008-11-15 | 18:42
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Fasnacht, sehr geehrter Herr Uebbing,

vorab: Ich habe grosses Verständnis, wenn Sie für Ihre Untersuchungen mehr Zeit einfordern, und da der LHC ohnehin frühestens erst in einigen Monaten wieder in Betrieb genommen werden kann und anfangs nicht Vollast laufen wird, gibt es ja auch keinen Grund zur Eile. Es ist mir wichtiger, wenn Sie in Ruhe recherchieren können und die Resultate entsprechend fundiert sind. Meine Aussage war eher die, dass u.a. auch meine Person Ihnen bei der Recherche möglicherweise behilflich sein kann, wobei aber auch meine Privatzeit nur wenige Wochen vor Weihnachten limitiert ist.

Zu Ihrer Frage nach den Relikten/Remnants: Ich sehe nicht, wieso diese gefährlich sein sollen - die sind doch im Gleichgewicht: Kommt Masse dazu, zerstrahlen sie diese wieder und wenn sie unter ihre Gleichgewichtsmasse fallen so akkretieren sie wieder. Ausserdem würde es solche Relikte/Remnants ja auch in Neutronensternen, Weissen Zwergen und all den anderen von mir aus der Sicherheitsanalyse zitierten astronomischen Objekten geben und da haben die bis heute kein Schwarzes Loch erzeugt, welches diese astrononomischen Objekte schnell genug zerstört hätte.

Verbleibt noch die Frage, ob eine mögliche technische Anwendung dieser Relikte/Remnants sicher ist ? Hier gebe ich Ihnen recht - das kann man zum jetzigen Zeitpunkt nicht wissen. Ebensowenig wie man wissen kann, ob das neue Tango-Tram in der engen Kurve in Binningen plötzlich zerbricht und zahlreiche Passagiere auf die Strasse fallen und sich dabei verletzen - bis das Tango-Tram die Betriebsbewilligung erhält, werden wohl zahlreiche Testfahrten vorgängig zu absolvieren sein. Gleiches wird also auch für die Relikte/Remnants gelten: Vor einer Betriebsbewilligung müssen entsprechende Tests durchgeführt werden. Und gewiss - hier sind es nicht die Physiker, die das Know-How haben, wie solche Tests auszusehen haben, sondern hier sind es Ingenieure, die über das Know-How verfügen.

Zu den Extradimensionen: Meine Aussagen habe ich aus dem Telefonat mit einem der Autoren der Sicherheitsanalyse; tatsächlich bin ich aber auch noch auf der Suche nach etwas Schriftlichem, also konkret nach einem Lehrbuch über Stringtheorien, in dem das Thema der Extradimensionen thematisiert wird. Vermutlich wird es aber etwas Zeit brauchen, sich da einzulesen; vielleicht kennen Sie aber einen Doktoranden an der Uni, der Ihnen die wichtigsten Sachen in Kürze erklären könnte, das würde mich auch interessieren.

An Herrn Uebbing: Ihre Ausfürhungen werde ich mir erst etwas später im Detail anschauen können. Nur soviel: Dass die präsentierte Karte in galaktischen Koordinaten vorlag war mir klar: Zum einen entsprechen die Korrdinaten der 3 von mir genannten Sterne nicht denjenigen ihrer Karte und zum anderen ist der Mittelpunkt dieser Karte gerade im Sternbild des Schützen und Sie wissen sicherlich auch, in welchem Sternbild das Zentrum unserer Milchstrasse liegt .......


Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-17 | 10:09
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Uebbing,

"U15" ist schon deswegen naheliegend, weil es über die grösste geschätze Symbolgrösse (Spalte B) verfügt, was meiner Einschätzung, dass es die hellste Quelle sei, entspricht.

Und nun endlich sehe ich auch, wie Sie die Rektaszension zählen:

Der Nullpunkt liegt in der Mitte, 180° liegt ganz links (d.h. man zählt - wie in der Astronomie üblich - von rechts nach links - und am rechten Rand geht es dann wieder ab 180° weiter und zählt bis 360° nach links weiter, wobei 360° im Mittelpunkt (also bei 0°) erreicht wird.

Somit liegt die hellste Röntgenquelle vom Typ "Unknown" bei Deklination 10°-15° und einer Rektaszension von 25°-30°, das bestätigt Ihre Angabe "U15".

Ich hatte ja 4 Kandidaten genannt:

Nr.091, RA=186.4, D=12.66
Nr.102, RA=197.3, D=11.64
Nr.116, RA=226.0, D=10.43
Nr.143, RA=330.5, D=10.55

Offensichtlich verwendet der SWIFT-Katalog aber leider eine andere Zählung der Rektaszension.

Vielleicht könnten Sie noch nachtragen, welcher im SWIFT-Katalog genannten Quelle "U15" entspricht.


Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-17 | 11:41
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]
Betreff: Himmelskarte Markwardt et al. /
 Klärungen zum Röntgenquellen Typ "Unknown"
hier: a) Koordinatendefinition
 b) behelfsmäßig bezeichnetes Objekt U15 (Unknown)




zu a) der Koordinatendefinition:
In der Überlagerungskarte (Sternkarte) geht aus der dortigen Eintragung "270°" (am galaktischen Äquator befindlich) die Zählrichtung eindeutig hervor. Diese Karteneintragung ist zwar kaum zu erkennen, wenn die Bildschirmansicht von "Achtphasen" aufgerufen wird - sie ist aber nach dem Download der galaktischen Sternkarte unzweifelhaft sehr deutlich zu lesen, wie auch die bestimmte Länge mit "90°" ebenfalls in der Sternkarte eingetragen ist. Diese Eintragungen sind händisch auf die Markwardt-Karte ebenfalls übernommen (downloadbar in Achtphasen). Vielleicht sollte in Achtphasen die jüngste ergänzte Markwardt-Karte (also mit den Behelfsbezeichnungen U##, Grafik downloadbar) gegen die einfachere selektive "Unkown"-Darstellung in der direkten Bildschirmansicht bei der jüngeren Mitteilung ausgetauscht werden (also danach identisch mit dem dortigen download).


b) behelfsmäßig bezeichnetes Objekt U15 (Unkown):
In dem mir vorliegendem Swift-Katalog (Auszug) sind Aktive Galaktische Kerne (AGN) beschrieben - das Unknown-Objekt U15 finde ich dort nicht vor.
Die Headcount-Karte (von Markwardt et al.) enthält ja - ausdrücklich - zusätzliche Objekte, ausserhalb der Swift-Mission. - Ich kümmere
mich weiter um den originären Swift-Katalog bzw. wenn dies alles nicht hilf, die email-Adresse von Craig Markwardt.


(Vornehmlich wird hier aufgezeigt, dass astronomische Beobachtungen existieren, deren Klärung noch ungewiß ist. Damit verliert das entscheidende astronomische Argument zunächst erheblich an Gewicht.)


R.U.
PermalinkPermalink 2008-11-17 | 13:25
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Uebbing,

wie Sie meinen Beiträgen von heute 11:41 Uhr in diesem Thread sowie bei http://www.achtphasen.net/index.php/plasmaether/2008/11/06/wir_suchen_weiter_1#c471 entnehmen können, habe ich mittlerweile die genaue Angabe der Koordinaten mit Herumraten und Herumsurfen auch ausfindig gemacht. Und wie Sie sehr richtig bemerken, kommt die hellste Quelle nur in einem der beiden Kataloge vor.

Vielleicht wäre es künftig die bessere Vorgehensweise, solche Daten, die einen Zusammenhang suggerieren, erst zu veröffentlichen, wenn der Zusammenhang nachgewiesen ist; die Mehrzahl der Leser dieser Homepage verfügt nicht wie Sie und ich über die Möglichkeit, nachzuprüfen, dass die hellste Quelle nur in einem der Kataloge vorkommt und geht entsprechend davon aus, dass die präsentierten Daten bereits konsolidiert sind.

Ich denke unter Einhaltung der Transparenz sollten Zusammenhänge mit unkonsolidierten Daten vermieden werden - hätte ich nicht so aufsässig nachgehakt und wenigstens die HELLSTE (!) Quelle in beiden Katalogen sehen wollen, so wäre diese Diskrepanz vermutlich übersehen worden.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-17 | 14:53
Comment from: achtphasen [Member] Email
Hallo Herr Kannenberg!
die Mehrzahl der Leser dieser Homepage verfügt nicht wie Sie und ich über die Möglichkeit, nachzuprüfen, dass die hellste Quelle nur in einem der Kataloge vorkommt und geht entsprechend davon aus, dass die präsentierten Daten bereits konsolidiert sind.
Vielleicht sollte sich CERN Ihr Argument zu eigen machen und sich erst dann auf die Langlebigkeit von Neutronensternen als letztinstanzlich einzigem sicherheitsgarantierendem Argument berufen, wenn sich die naturwissenschaftliche Gemeinschaft darauf geeinigt haben wird, woraus denn die millionenfachen unbekannten Röntgenstrahlungsemittenten Ihre StrahlungsEnergie beziehen.
Mit freundlichem Gruss, Marc Fasnacht
PermalinkPermalink 2008-11-17 | 15:17
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Fasnacht,

irgendwie vermag ich Ihre Argumentation nicht nachzuvollziehen: Man hat Neutronensterne gefunden, die ein hohes Lebensalter aufweisen. Dies ist experimentell sehr gut abgesichert.

Solche Neutronensterne dürfte es aber nicht geben, wenn am LHC Schwarze Löcher erzeugt werden, welche in 5 Milliarden Jahren der Erde 5 Kilogramm Masse "wegnehmen" können.

Da ist zwar der Hinweis auf unbekannte Röntgenquellen in der Milchstrasse ganz nett, ebenso die Vermutung, dass dafür Schwarze Löcher verantwortlich sein könnten und die These, dass sich die AGN's im Inneren von Riesensternen gebildet haben könnten; das ist alles sehr interessant, und vielleicht gibt es noch unbekannte Prozesse, die einen Neutronenstern zu zerstören vermögen, nur:

Man hat Neutronensterne gefunden, die es nicht geben dürfte, wenn am LHC Schwarze Löcher erzeugt werden, welche in 5 Milliarden Jahren der Erde 5 Kilogramm Masse "wegnehmen" können.

DAS ist die Sicherheitsaussage. Wobei ich hier aus Gründen der Einfachheit die Sicherheitsargumente, denen Weisse Zwerge zugrunde liegen, nicht genannt habe.


Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-17 | 17:03
Comment from: achtphasen [Member] Email
Sehr geehrter Herr Kannenberg,

Man hat Neutronensterne gefunden, die es nicht geben dürfte, wenn am LHC Schwarze Löcher erzeugt werden, welche in 5 Milliarden Jahren der Erde 5 Kilogramm Masse "wegnehmen" können.


DAS ist die Sicherheitsaussage.



Bei allem Respekt, diese Sicherheitsaussage ist eben zu unsicher, als dass ich mich beruhigt im Sessel zurücklegen könnte um mich auf die Experimente zu freuen.


DAS letztinstanzliche (und erst dieses Jahr nachgeschobene) Sicherheitsargument, nämlich, dass es langlebige Neutronensterne gibt, ist ein Ungesichertes, weil es samt, sonders und ausschliesslich auf Hypothesen aufbaut:

- es ist eine These, dass allfällig nichthawkingszerstrahlende miniaturkleine Schwarze Löcher, von denen ja nicht 'nur' eines erzeugt würde sondern tausende, in 5 Milliarden Jahren 'nur' 5kg ErdMaterie nihilieren würden.

- Auch die als sicher geltende Altersbestimmung der alten Neutronensterne ist doch 'nur' aus hypothetischen Annahmen heraus berechnet - diese hypothetischen Annahmen aber zu belegen ist Mitziel der Experimente.

und

auch wenn einzelne tatsächlich uralte Neutronensterne am Himmel stehen und alfällige nichthawkingszerstrahlende miniaturkleine Schwarze Löcher wirklich 'nur' 5Kilogramm Erdmaterie transformieren sollten, sind die Unzahl nicht erklärter RöntgenStrahlungsEmissionsQuellen ein äusserst ernstzunehmender Grund - zumindest bis zur Klärung des Sachverhaltes - die Durchführung der Experimente per e-Mail oder per superprovisorischen Gerichtentscheid zu unterbinden, weil diese millionenfache ungeklärte Röntgenstrahlung in unserer Galaxie ein Hinweis darauf sein könnte, dass einerseits Herrn Plaga's bis heute nicht widerlegtes Szenario doch zutreffender sein könnte als von Giddings&Mangano et al. beurteilt

und andererseits dafür, dass in der sogenannt dunklen Materie offenbar noch gänzlich unbedachte Prozesse stattfinden, die so nicht so ganz dringlich auch 100 Meter unter der Eroberfläche stattfinden sollten.


Ich bin mir bewusst, dass Sie an meinem Statment keine grosse Freude haben werden, schliesslich fallen 'wir' so erneut an den Anfang der Diskussion zurück - und der Anfang des Dialoges war ja ein recht schwieriger - jedoch ist offensichtlich, dass die an den Experimenten interessierte Naturwissenschaft nicht wissen kann, was da gewirkt werden wird - und wenn nahe unseres Sonnensystemes derart viele, gänzlich unerforschte RöntgenStrahlungsEmittenten derart viel Energie zur Verfügug haben um solche Prozesse zu wirken, dann möchte ich diese Prozesse zuerst von der Naturwissenschaft verstanden wissen, bevor am CERN losexperimentiert wird.


Ganz ehrlich - es ist mir äusserst unwohl beim Gedanken, dass CERN im nächsten Frühjahr mit frisch geputzter und reparierter Maschine den 'Urknall' nachinszenieren will, obschon ein derart eindrückliches Forschungsobjekt wie die ungeklärten Strahlungsquellen in kosmischer Nachbarschaft gänzlich unverstanden ist.


Freundliche Grüsse, Marc Fasnacht

PermalinkPermalink 2008-11-17 | 19:00
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Schauen Sie, Herr Fasnacht,

so kommen wir nicht weiter. Wie Sie sehr richtig bemerken fallen Sie mit einer solchen Argumentation, in der Sie quasi per definitionem alle naturwissenschaftlichen Resultate als "unzutreffend" abqualifizieren, an den Anfang des Dialoges zurück. Sie können die genannten Argumente dort wieder nachlesen, es macht wenig Sinn, wenn ich diese hier wiederhole.

Ich stelle zu meinem grossen Bedauern fest, dass Ihnen MEHRFACH die Zusammenhänge erklärt wurden und dass Sie diese - ich weiss nicht warum - allesamt wieder negieren. Offenbar waren alle Versuche, Ihnen die Naturwissenschaft nahezubringen und Ihre Ängste zu beseitigen, umsonst und Ihrer Wortwahl entnehme ich, dass Sie zu keinem Zeitpunkt gewillt waren, sich überzeugen zu lassen.

Ich für meine Person beende hiermit den schwierigen Dialog, weil ich es überdrüssig bin, mich an der Nase herumführen zu lassen; vielleicht sind galileo2609 und/oder MAC bereit, ihn fortzusetzen. Ich für meine Person bestehe auf einen naturwissenschaftlichen Mindeststandard, und der ist - ich bedauere das sehr - nicht erfüllt.

Beschäftigen Sie meinetwegen die Gerichte; ich will ja nicht vorgreifen, geben Ihnen aber doch den Rat mit, nicht allzu enttäuscht zu sein, wenn Ihre Klagen abgewiesen werden.

Sei's drum - freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-17 | 22:38
Comment from: achtphasen [Member] Email
Nun denn, Herr Kannenberg,

wenn Sie sich an der Nase herumgeführt verstehen wollen, dann hat der schwierige Dialog wahrlich keinen Sinn.

freundliche Grüsse

Marc Fasnacht
PermalinkPermalink 2008-11-17 | 23:26
Comment from: galileo2609 [Visitor] · http://www.relativ-kritisch.de/forum/viewforum.php?f=46
Hallo Marc Fasnacht,

ich habe Ihnen heute bereits per Mail mitgeteilt, dass ich solange eine Auszeit nehme, bis hier wieder ein Mindesmass an Vernunft einkehrt. Das betrifft jetzt nunmehr nicht nur Enrico Pellegrino, der mit seinen 'nichtphysikalischen' Argumentationen nicht zu Potte kommt. Obwohl ich genug Beispiele zur konkreten Diskussion gegeben habe. Das betrifft mittlerweile auch Sie. Das retadierende Moment, das Sie heute entfaltet haben enttäuscht mich zutiefst. Dieses Kindergartengörengemaule werde ich jedenfalls nicht mitmachen.

Eines sei Ihnen aber noch mitgegeben, dem 'Suchenden' und auch Ihnen: mit ihren Röntgenquellen kommen Sie nicht weiter. Das hatte ich vor ein paar Tagen schon deutlich zum Ausdruck gebracht. Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum Sie mit diesem 'Design' hinter den state of the art der Astronomen zurückfallen wollen.

Seit beinahe zwanzig Jahren suchen mittlerweile Microlensing-Projekte wie OGLE und MOA das Zentrum unserer Galaxie und die benachbarten Magellanschen Wolken nach schwachen Gravitationslinsen ab. Mit mässigem Erfolg. Dabei haben die Projekte inzwischen eine 'Schärfe' erreicht, um extrasolare Planeten von gerade 5.5. Erdmassen zu identifizieren. Und da kümmern Sie sich um Röntgenstrahler, deren Energieentfaltung so massiv ist, das nur die stärksten 'Konverter' wie AGN und GRB dafür in Frage kommen. Wollen Sie meine Meinung dazu hören? Das ist naiv! Warum haben Sie uns nicht gefragt, bevor Sie diese planlose 'Untersuchung' aufgenommen haben? Sei's drum. Ihre Entscheidung.

Ich hatte Ihnen bereits mitgeteilt, dass Sie mit diesem Verfahren keine zusätzliche Sicherheit schaffen werden, da Sie im Zweifelsfall nie entscheiden können, ob Sie auf diesem induktiven Weg ihre "Teufelsdinger" ausschliessen können oder schlicht übersehen haben.

Warum gehen Sie nicht endlich einmal deduktiv vor. Ihre Katastrophenszenarien beinhalten überprüfbare Aussagen, was nicht zu beobachten sein dürfte: z. B. einen einzigen langelebigen Neutronenstern!

Man beobachtet diese aber, und die Altersbestimmungen sind im übrigen exzellent! Und nun dürfen Sie und der 'Suchende' erklären, warum das so ist!

Bis Sie das beantwortet haben, nehme ich hier wirklich eine Auszeit. Für weiteren retadierenden Unsinn wie heute, ist mir meine Zeit zu schade.

P.S.: Herr Struckmeyer sollte besser seine leeren Platzhalter zu den politischen, ethischen und sonstigen Argumenten weiterführen, anstatt hier Gedichte posten zu lassen. Wenn er es weiter bei seinem Schweigen belässt, muss ich leider auch seine philologisch beschickte Erregung zur Rettung der Welt als Grille abtun. Im astronews.com habe ich das mit deutlicheren Worten angemahnt, was ich hier nur ungern wiederholen würde, da Sie, Herr Fasnacht, und auch Herr Uebbing, sich zumindest konsequent engagieren.

Grüsse galileo2609
PermalinkPermalink 2008-11-18 | 00:57
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]
Betreff: "Unknown"-Objekt mit der Behelfsbezeichnung "U15"


hier: Anfrage bei Astrophysics Science Division at NASA/


Die individuelle Aufklärung über einen
zugehörigen Katalog (2. Katalog zu SWIFT, erhältlich im www) erübrigt sich

(Herr Kannenberg).


Die äquator. Koordinaten wichen weniger als 0,2
Grad ab, so dass aus 556 Objekten das
in Frage kommende gewählt werden konnte
(sh. b. Anhang). - Ich schlage vor:
Wiedervorlage am 21. Nov.


Gegebenenfalls ergänze ich eine zweite
Anfrage mit der Liste aller 38 Objekte
(dann mit zusätzlicher Information
aus dem 2. Katalog, zu SWIFT gehörend).


R.U.




==================

ANHANG:

From: rudolfuebbingdo@aol.com
Subject: 392 SWIFT J1753.5-0127 268.368 -1.45260


Comment:

Hello - please, answer following question:
In a skychart by Craig MARKWARDT *) this objekt is classified as "Unknown" ---- what is the reason for this classifaction ? Please give me an explanation or a definition what here "Unknown" means. (Now we know at least: its a hard source) - Thank you very much! Greetings - R.Uebbing


*) 10.05.2006 http://www.nasa.gov/centers/goddard/news/topstory/2006/blackhole_headcount.html


A service of the Astrophysics Science Division at NASA/ GSFC
and the High Energy Astrophysics Division of the Smithsonian




PermalinkPermalink 2008-11-18 | 21:39
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]
Betreff: Zwischenresumee Röntgenobjekte des Typs "Unknown"
(Headcount of local black holes / C.MARKWARDT et al. /2006)
Auskunft des "Swift Science Center" zu den Objekten des Typs "Unknown": "They do not match the properties of any know type o X-ray source. In some cases this is because the spectrum does not look like any known spectrum."
Inwieweit die bisher unbekannten Röntgenspektren auf besondere Strahlungsmechanismen, evtl. auch in Verbindung mit Schwarzen Löchern, hinweisen und daraus ggfls. auch neue, bislang unerkannte, vielleicht existierende Entstehungsweisen von Schwarzen Löchern Rückschlüsse implizieren können, ist eine Frage an die Gemeinschaft der Astrophysiker und auch an die Elementarteilchenphysiker - gegebenfalls auch die Frage, ob weitere Aufschlüsse zu ca. 1.000.000.000 röntgenaktiver Objekte in der Milchstraße, wie seit 2006 bekannt, hier weiterhelfen können. Es scheint denkbar, dass die CERN-Forscher Interesse an derart neuen astrophysikalischen Erkenntnissen zeigen. Ob diese Erkenntnisse in die LHC-Diskussion eingehen, wird sich ergeben.
Dank des Hinweises von Herrn Kannenberg auf einen zweiten Katalog (source catalog, http://swift.gsfc.nasa.gov/docs/swift/results/transients/) können nunmehr insgesamt 15 Zuordnungen von 38 Unknown-Objekten vorgeschlagen werden (sh. Anhang A). - Die übrigen Objekte aus der Rekonstruktionstabelle für die Koordinaten der Objekte des Typs "Unkown" sind anderen Beobachtungen / Katalogen zuzuordnen, die in der Web-Veröffentlichung leider noch nicht vorgefunden werden konnten.
Die Auskunft (sh. Anhang C) gebende Dienststelle des Swift Science Center (@nasa.gov) weist darauf hin, dass sie selbst nicht befugt ist, hier weitere Informationen zu erteilen und gibt stattdessen an, dass hier eine wissenschaftliche Arbeit des BAT Survey Teams noch in Arbeit ist und hat am 20. Nov. dazu noch eine weitere email-Adresse angegeben. "The BAT Survey team is working on a follow-up paper to their original catalogue (Tueller, et al., 2008, ApJ, 681, 113)"
(Möglicherweise gibt es also noch zusätzlichen Aufschluß; sh. auch Tueller, et al., 0711.4130v2.pdf)
Das Objekt 392 aus dem Swift-Survey-Katalog mit insges. 556 Eintragungen korreliert koordinatenmäßig zu dem Objekt mit der Behelfsbezeichnung U15. Dieses hellste Objekt hat sich zwischenzeitlich als X-Binary und als Schwarzlochkandidat herausgestellt.
R.U.
=================================
ANHANG A - Röntgenobjekte des Typs "Unknown"
(Zuordnungsvorschläge)
Vorzuschlagende, zu prüfende Zuordnungen:
(Die jeweils obere Zeile ist aus der Rekonstruktionstabelle,
die untere Zeile aus dem SWIFT-Survey-Katalog.)
Spalteninhalte (der jeweils unteren Zeile):
A: Behelfsmäßige Kurzbezeichnung der Röntgenquelle
B: geschätzte Symbolgröße (Durchmesser in Pixeleinheiten in der Karte)
C: X-Kartenkoordinate in Pixeleinheiten, von li. n. rechts gezählt
D: Y-Kartenkoordinate in Pixeleinheiten, von ob. nach unten gezählt
E: galakt. Länge in dez. Altgrad (i.d.R. besser als 0.5 Grad genau)
F: galakt. Breite in dez. Altgrad (dit.)
G: Rektaszension (J.2000.0)in dez. Altgrad
H: Deklination (J.2000.0)in dez. Altgrad
Spalteninhalte (der jeweils oberen Zeile):
A: Lfd. Nummer
B/C: Sourcename (enthält i.d. R. Rekt. u. Dekl.)
G: Rektaszension (J.2000.0)in dez. Altgrad (genauerer Wert)

H: Deklination (J.2000.0)in dez. Altgrad (genauerer Wert)
A | B | C | D | E | F | G | H
U36 | 19 | 2382 | 859; | 254.49 |  -4.66 |  120.00 |  -38.68
128 | IGR J07597-3842  |   |   |   |   | 119.925 |  -38.7000
U29 | 18 | 2171 | 828; | 282.69 | -1.35 | 152.53 | -57.68
166 | IGR J10109-5746 |   |   |   |   | 152.710 | -57.7800
U26 | 30 | 1743 | 814; | 336.27 | 0.28 | 247.90 | -47.90
285 | AX J1631.9-4752 |   |   |   |   | 248.000 | -47.8780
U25 | 22 | 1712 | 817; | 340.06 | -0.08 | 251.79 | -45.21
299 | IGR J16465-4507 |   |   |   |   | 251.648 | -45.1180
U24 | 20 | 1701 | 811; | 341.41 | 0.64 | 252.37 | -43.79
302 | IGR J16493-4348 |   |   |   |   | 252.338 | -43.8100
U23 | 20 | 1626 | 764; | 350.52 | 6.37 | 254.06 | -33.14
307 | Nova Sco |   |   |   |   | 254.420 | -32.3434  | Zuordnung fraglich!
U22 | 18 | 1634 | 799; | 349.59 | 2.11 | 257.44 | -36.43
323 | IGR J17091-3624 |   |   |   |   | 257.275 | -36.4020
U21 | 18 | 1655 | 834; | 347.02 | -2.15 | 259.88 | -40.97
332 | RX J1718.4-4029 |   |   |   |   | 259.601 | -40.4930
U15 | 32 | 1349 | 716; | 24.79 | 12.17 | 268.39 | -1.59
392 | SWIFT J1753.5-0127 |   |   |   |   | 268.368 | -1.45260  | wahrscheinlich: X-Binary / Kandidat SchwarzLoch
U09 | 19 | 1343 | 819; | 25.10 | -0.33 | 279.54 | -7.11
440 | AX J1838.0-0655 |   |   |   |   | 279.523 | -6.92100
U08 | 19 | 1305 | 823; | 29.77 | -0.81 | 282.13 | -3.19
449 | IGR J18483-0311 |   |   |   |   | 282.075 | -3.16100
U11 | 19 | 1458 | 922; | 11.26 | -12.89 | 284.94 | -24.94
458 | HT1900.1-2455 |   |   |   |   | 285.036 | -24.9205
U07 | 19 | 1260 | 831; | 35.32 | -1.77 | 285.46 | 1.34
459 | XTE J1901+014 |   |   |   |   | 285.460 | 1.46400
U10 | 28 | 1384 | 936; | 20.58 | -14.57 | 290.59 | -17.37
471 | SWIFT J1922.7-1716 |   |   |   |   | 290.679 | -17.2827
U12 | 20 | 992 | 807; | 68.86 | 1.08 | 300.14 | 32.00
483 | SWIFT J2000+3210 |   |   |   |   | 300.091 | 32.1898
=================================
Anhang B - Röntgenobjekte des Typs "Unknown" Zuordnung noch offen (Inhalte der Spaltenfolge A bis H wie oben):
A |  B |  C |  D |  E |  F |  G |  H
U37 |  16 |  2680 |  766; |  211.52 |  4.89 |  106.49 |  3.45
U38 |  17 |  2656 |  613; |  206.17 |  19.68 |  117.70 |  14.58
U03 |  13 |  636 |  480; |  141.11 |  34.80 |  133.58 |  72.67
U28 |  22 |  2085 |  829; |  293.70 |  -1.48 |  172.31 |  -62.79
U31 |  19 |  2066 |  745; |  295.59 |  8.36 |  180.46 |  -53.86
U32 |  17 |  2033 |  699; |  298.90 |  13.83 |  186.89 |  -48.88
U34 |  19 |  1919 |  433; |  298.49 |  46.62 |  189.68 |  -16.16
U33 |  17 |  1921 |  578; |  309.40 |  28.68 |  199.70 |  -33.93
U04 |  13 |  883 |  396; |  117.91 |  47.26 |  202.67 |  69.54
U18 |  15 |  1473 |  296; |  19.73 |  67.02 |  216.72 |  19.89
U30b |  15 |  1883 |  786; |  318.97 |  3.63 |  222.05 |  -55.59
U30a |  16 |  1877 |  788; |  319.72 |  3.40 |  223.39 |  -55.44
U27 |  19 |  1775 |  825; |  332.34 |  -1.05 |  244.99 |  -51.55
U17 |  15 |  1056 |  492; |  74.14 |  38.44 |  254.57 |  47.96
U20 |  20 |  1603 |  844; |  353.36 |  -3.37 |  265.62 |  -36.32
U16 |  18 |  1146 |  597; |  53.85 |  26.26 |  266.45 |  29.10
U14 |  18 |  1164 |  765; |  47.41 |  6.12 |  283.97 |  15.64
U13 |  17 |  1011 |  763; |  66.75 |  6.23 |  293.56 |  32.79
U06 |  14 |  1081 |  827; |  57.59 |  -1.26 |  295.80 |  21.20
U19 |  17 |  1561 |  1176; |  358.03 |  -44.97 |  320.21 |  -43.05
U02 |  12 |  773 |  778; |  97.64 |  4.25 |  321.93 |  56.70
U05 |  19 |  830 |  880; |  90.44 |  -7.17 |  325.54 |  43.51
U01 |  18 |  379 |  790; |  153.96 |  2.51 |  68.53 |  51.43
U35 |  19 |  2445 |  1132; |  224.94 |  -33.06 |  76.57 |  -23.80
========
Anhang C - Auskunft des Swift Science Centers v. 18.11.2008
"Hi,
Thank-you for your interest in the Swift mission. The sources that are marked as unknown are X-ray sources that we have not been able to identify. They do not match the properties of any know type o X-ray source. In some cases this is because the spectrum does not look like any known spectrum. In other cases the source is so faint that it is not possible to determine what type of source it is. The BAT Survey is an ongoing project, so more data is being collected on these unknown source. With luck we will be able to identify them in a future version of the Survey catalogue."
PermalinkPermalink 2008-11-20 | 19:33
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]


Betreff: Unbekannte Merkmale in stellaren Spektren



hier:

Zwischenergebnis zum X-Ray-Objekttyp "Unknown" (SWIFT)

======================================================



Wie Craig Markwardt über seine NASA-Adresse via email am 30. Nov. informierte,
hatten zum damaligen Zeitpunkt (2006) die Objekte des Typs "Unknown"
keinen zuvor bekannten "hard X-ray emitting" "counterpart". In einigen anderen
Katalogen (CHANDRA, XXM,...) wurden Zuordnungen (identifying
locations and counterparts) zwischenzeitlich möglich - es bleiben derzeit übrig
eine "handful of cases". Neue Ergebnisse seit 2006 liegen
vor und weitere wurden für die Zukunft angekündigt. - Sollte ich neues
über die verbleibenden Fälle erfahren, informiere ich in der Folge dieser Stelle
hier. Von besonderem Interesse bleiben hier aus meiner Sicht
spektroskopische Besonderheiten (sh. Auskunft v. 18.11. zur SWIFT-Anfrage 2141:
"the spectrum does not look like any known spectrum"..)



Themawechsel (auch zu dem Bericht v. R. Kayser, 12.09.08 in Astronews):

Der obige Hinweis auf die Schwierigkeiten mit
den Spektren erinnert an eine Beobachtungsbeschreibung / (sh. Mittlg. v. 13.09.08) - hier nachzulesen:
http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2008/09/ein-mysterioses-objekt-am-himmel.php :
"Barbary und seine Kollegen untersuchten daher das Spektrum dieses Objekt; d.h. sie bestimmten wie viel Licht der Himmelskörper in verschiedenen Wellenlängebereichen ausstrahlte. Dieses Spektrum verglichen sie dann mit dem Sloan Digital Sky Survey Spektralkatalog - eine große Sammlung an Spektren bekannter Objekte. Aber auch hier fand sich nichts, was dem beobachteten Ereignis irgendwie ähnlich war. ..." (Basis: Beobachtung einer Lichterscheinung im Sternbild Bärenhüter)



R.U.
PermalinkPermalink 2008-12-02 | 21:05
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