Himmlskarte mit unterlegten X-Ray-Strahlungsquellen
bildquellen: http://www.nasa.gov/centers/goddard/news/topstory/2006/blackhole_headcount.html | http://www.stdimension.org/Cartography/Source/galcoordmap.jpg
‘Wir’ bedauern nachfolgende erklärende Zeilen erst nach erfolgter Kommentierung veröffentlicht zu haben …

Die NASA-Goddard-Darstellung (C. Markwardt / Zitat “Swift black hole catalogue” sh. u. ) aus der Mitteilung zum “Headcount” der “Black Hole"s wurde hier transparent zusammen mit einer gleichorientierten Himmelskarte dargestellt - der Typ “Unknown” ist wegen der Transparenz (Überlagerung beider Darstellungen) nur in grau zu sehen, sh. daher auch: http://www.achtphasen.net/index.php/plasmaether/2008/11/03/p914

Und zum Typ “Unknown", 38mal vorkommend (separierte Darstellung!):
http://www.achtphasen.net/index.php/plasmaether/2008/11/03/p915

(Die Legende wurde nicht transparent gemacht, daher kommt es hier zu einem Mißverständnis. Ausserdem sind die Projektionen beider Himmelskarten unterschiedlich, so dass nur eine anschauliche Groborientierung möglich ist.)

2008-11-06 | achtphasen | 08:41:02 | Email | 18 comments




 

Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Wonach konkret ? Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-06 | 11:27
Comment from: achtphasen [Member] Email
Wonach wir da suchen, Herr Kannenberg, ist so etwas wie die Nadel im Heuhaufen. Erschwerend kommt hinzu, dass wenig Zeit, geringe Kapazität und viel zu viel eitlen präpoltischen Gehabes ist. Politik aber verbiegt die Wahrheit generell. Freundliche Grüsse, in bälde mehr dazu.

Marc Fasnacht
PermalinkPermalink 2008-11-06 | 11:32
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Fasnacht,

ich vermute mal, Sie suchen nach den "unknown". Allerdings ist Ihnen da in der obigen Sternkarte ein kleiner Fehler unterlaufen, denn bei den dicken schwarzen Punkten in der Sternkarte handelt es sich keineswegs um Röntgenquellen des Typs "Unknown", sondern ganz banal um Sterne, die eine scheinbare Helligkeit heller als 1.0 magnitudo haben, also konkret um die hellsten Fixsterne des Sternhimmels.

Ich kann Ihnen diese Punkte auch gerne benennen, wenn Sie möchten: Oben in der Mitte sehen Sie den hellsten Stern der Nordhemissphäre, das ist Arktur im Bärenhüter; links diagional nach unten gelangen Sie zur Wega neben der Buchstabenfolge "LYR"; das steht für Lyra = Leier, in deren Sternbild die Wega steht; und links am Rand oberhalb der Mittellinie sehen Sie die Capella im Fuhrmann, ein wenig rechts der Buchstabenfolge "AUR" (Auriga = Fuhrmann). Gehen Sie nun ganz nach rechts, so sehen Sie etwa ein Drittel links vom rechten Rand unterhalb der Mittellinie den Sirius, schräg diagonal über ihm den Stern Procyon im Kleinen Hund - unter der Zeichenfolge CMI (Canis Minoris = Kleiner Hund); auf gleicher Höhe wie Sirius, weiter rechts sehen Sie den Orionstern Beteigeuze und etwas schräg unter Sirius und Beteigeuze, in der Mitte den Orionstern Rigel. Gehen wir noch vom Sirius nach links unten, so gelangen wir zu Canopus; Sie sehen sicherlich die Buchstabenfolge "CAR" links darüber, das bedeutet Carina = Schiffskiel, dessen Hauptstern Canopus ist. Und weiter links unterhalb der grosse schwarze Punkt ist der Stern Achernar am Ende des Flusses Eridanus. Alpha Centauri, das nächste Fixsternsystem von der Erde, hat übrigens auch einen grossen schwarzen Punkt - den finden Sie von der Mitte des Bildes, wenn Sie viereinhalb Linien nach rechts gehen. Wenn Sie von hier der krummen Linie entlang nach oben gehen, so sehen Sie die Spica in der Jungfrau, kurz bevor Sie die gepunktete Linie erreichen. Und ein bisschen rechts oberhalb der Mitte, gerade über dem "SCO", sehen Sie Antares, den Hauptstern des Skorpion (SCO = Scorpio). Fehlen noch Atair im Adler - den sehen Sie von der Mitte fünf Kästchen nach links gehend etwas unterhalb der Mittellinie (etwas rechts unterhalb davon sehen Sie "AQL" für Aquila = Adler). Fehlt noch Aldebaran im Stier; den sehen Sie ganz rechts, etwas nach unten, genau auf der Umrandung der Darstellung; zwischen der Beteigeuze und Aldebaran sehen die ein "TAU" für Taurus = Stier.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-06 | 16:35
Comment from: achtphasen [Member] Email
Hallo Herr Kannenberg
besten Dank für Ihren Namensgebungsbeitrag

Ja, 'wir' sind auf der Suche nach Stralungsemittenten vom Typ "unknown" und ich muss sagen, ich bin erstaunt, dass, entsprechend Ihrem Hinweis, die NASA GalaxienZentren als Strahlungsquellen vom Typus "unknown" qualifiziert.
http://www.nasa.gov/centers/goddard/images/content/159648main_allsky_RGB.tif

Dass in Nähe der GalaxienZentren ganz aussergewöhnliche Zustände herrschen war mir bekannt. Riesige Schwarze Löcher umgeben von schnell rotierenden Gestirnen, viel dichter bei einander als sonstwo in den Galaxien und nebst all den Sternen in 'dichter Packung' sollen in der Nähe des Zentrums unserer Galaxie ja auch bis zu 20'000 weitere stellare Schwarze Löcher sein ... das alles ist schon sehr beeindruckend ...


jedenfalls vielen Dank für Ihre Mühe die schwarzen Punkte 'unserer' unpräzisen Sternkarte zu benennen.
freundliche Grüsse, Marc Fasnacht
PermalinkPermalink 2008-11-07 | 10:53
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Fasnacht,

wie kommen Sie darauf, dass die NASA Galaxienzentren als "unknown" qualifiziert ? Ich denke, die Galaxienzentren sind u.a. die "AGN"s, also die "Active Galaxy Nuclei".

Vermutlich müsste man sich die genauen Daten dieser "unknown" Röntgenquellen besorgen und die zugehörigen Entdeckungs-Paper lesen und dann verstehen, warum die noch "unknown" sind. Ein recht grosser Unbekannter ist ja der grosse schwarze Punkt diagonal links oberhalb vom Mittelpunkt der von Ihnen genannten Original-Darstellung. Dank der überliegenden Sternkarte kann man dessen Position ja recht genau finden - diese Röntgenquelle befindet sich nämlich hinter den drei Sternen 67, 68 und 70 Ophiuchi.

Vielleicht könnten Sie mit dieser Röntgenquelle bei Ihrer Analyse anfangen.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-07 | 12:43
Comment from: galileo2609 [Visitor] · http://www.relativ-kritisch.de/forum/viewforum.php?f=46
Hallo Marc Fasnacht,

präzisieren Sie doch einfach mal, wonach Sie konkret suchen. Ihre Aussage:
Ja, 'wir' sind auf der Suche nach Stralungsemittenten vom Typ "unknown"
lässt da ja noch viel Spielraum offen. Wie Sie wissen, sind wir gerne bereit, unsere Informationen mit Ihnen zu teilen.

Gerne auch per Mail.

Grüsse galileo2609
PermalinkPermalink 2008-11-07 | 18:59
Comment from: achtphasen [Member] Email
Die NASA-Goddard-Darstellung (C. Markwardt / Zitat "Swift black hole catalogue" sh. u. ) aus der Mitteilung zum "Headcount" der "Black Hole"s wurde hier transparent zusammen mit einer gleichorientierten Himmelskarte dargestellt - der Typ "Unknown" ist wegen der Transparenz (Überlagerung beider Darstellungen) nur in grau zu sehen, sh. daher auch: http://www.achtphasen.net/index.php/plasmaether/2008/11/03/p914

Und zum Typ "Unknown", 38mal vorkommend (separierte Darstellung!):
http://www.achtphasen.net/index.php/plasmaether/2008/11/03/p915

(Die Legende wurde nicht transparent gemacht, daher kommt es hier zu einem Mißverständnis. Ausserdem sind die Projektionen beider Himmelskarten unterschiedlich, so dass nur eine anschauliche Groborientierung möglich ist.

Herr Kannenberg wird um Nachsicht gebeten. Vielen Dank ihm für die erläuternden Worte in seinem Kommentar zum Sternkarten-Anteil!) "

PermalinkPermalink 2008-11-07 | 20:25
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Fasnacht,

leider vergeblich habe ich versucht, hier einen Beitrag zu leisten - irgendwie passen die Karten und der von Ihnen zitierte SWIFT-Katalog nicht zusammen. Das fängt schon mit unterschiedlichen Koordinaten an - im Bild geht die Rektaszension von 0 bis 180°, im Katalog von 0 bis 360° und geht leider weiter mit meinem Versuch, wenigstens die hellste "unknown"-Quelle zuzuordnen. In dem im Bild verwendeten Koordinatensystem müsste diese Unknown-Quelle, die hinter den drei Sternen 67, 68 und 70 Ophiuchi liegt, also ungefähr die Koordinaten RA=76° und dec=10-15° haben; in der Hoffnung, dass wenigstens die Deklination korrekt ist, fallen in diesen Bereich nur 4 "Kandidaten":

Nr.091, RA=186.4, D=12.66
Nr.102, RA=197.3, D=11.64
Nr.116, RA=226.0, D=10.43
Nr.143, RA=330.5, D=10.55


Doch leider passen die alle nicht so recht zu dieser Quelle hinter den drei Sternen 67, 68 und 70 Ophiuchi, welche im einen genannten Koordinatensystem eine Rektaszension von 76° und im anderen eine von 152° hat.

Was soll man sagen, wenn es mit den von Ihnen genannten Daten nicht möglich ist, wenigstens die grösste eingezeichnete Quelle zuzuordnen .......


Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-11 | 20:12
Comment from: achtphasen [Member] Email
Sehr geehrter Herr Kannenberg


mit Ihrem letzten Kommentar haben Sie uns 'verwütscht' - wir sind eben eigentlich noch immer auf der Suche eines sicher vorhandenen aber noch immer nicht gefundenen weiteren Strahlungsquellenkataloges der Grundlage des von uns offenbar zu früh zitierten SwiftKataloges ist. Die Goddard|Markwardt-Illustration hat uns insofern gefallen, weil der Grossteil der 38 Objete des Typs "Unknown" in der Nähe des galaktischen Aequators liegen und wir diese Häufung als ein Indiz für relative Nähe gewertet haben.

Es muss einen umfassenderen Katalog auch unbekannter Stralungsquellen geben, wir suchen noch immer und - wir haben offenbar zu früh veröffetlicht.

Es ist mir peinlich, dass die Rektaszensionen offenbar nicht passen und ich bedauere Ihnen somit unnötigen Aufwand verschafft zu haben.

Jedenfalls geht es uns darum, dass wohl ausreichend Objekte zu Verifikation oder Falsifikation von bis anhin nur spekulativen Sicherheitsargumenten vorhanden wären und diese mit relativ geringem Aufwand entsprechend der Suche nach Exo-Planeten auch zu finden sind.

Fall Schwarze Löcher mit Masse kleiner als Sonnenmasse gefunden würden müsste CERN das Neutronensternargument dringlich überdenken - wenn trotz gründlicher Suche keine derartigen Anomalien gefunden würden, dann wäre dies ein Indiz für Stichhaltigkeit Cerns letztem Sicherheitsargument.

Jedenfalls bedauere ich sehr, dass Sie, wegen unserer Unachtsamkeit, hier Aufwand getrieben haben der so nicht nutzen kann.

mit freundlichem Gruss
Marc Fasnacht
PermalinkPermalink 2008-11-12 | 06:16
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Fasnacht,

das ist kein Problem, so funktioniert Wissenschaft nun mal. Ausserdem bin ich bei der Suche auf die Strahlenquelle RS Ophiuchi gestossen, deren Hintergründe ich mir mal durchgelesen habe; das war sehr interessant.

Ich persönlich bin sehr froh, wenn der "schwierige" Dialog auch dazu geführt hat, dass Sie nun konkret selber auch nach Daten suchen und begrüsse das sehr. Auch ich weiss, dass das Zusammensuchen von Daten oftmals ein sehr mühsamer und zeitintensiver Prozess ist; andererseits hat dieses Beschäftigen mit den Daten aber auch den erfreulichen Zusatzeffekt, dass man ein Gefühl dafür bekommt und ich gebe offen zu, dass mir diese daraus resultierende Vertrautheit mit den Daten grossen Spass bereitet.

So sehe ich keinen Bedarf für eine Entschuldigung, sondern muss (und möchte !) Ihnen vielmehr meine Hochachtung dafür aussprechen, dass Sie diesen mitunter mühsamen Weg der Datenbeschaffung auf sich genommen haben. Und wie Ihnen galileo2609 auch schon geschrieben hat können wir dabei durchaus behilflich sein, Ihnen bei der Datensuche zu helfen.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-12 | 09:36
Comment from: achtphasen [Member] Email
Guten Tag Herr Kannenberg
ich leite Ihr Kompliment gerne an hauptsächlich suchenden Menschen weiter und danke auch für Ihr und Galileo's Angebot uns bei der Recherche nach nichtzugeordneten Strahlungsemittenten zu helfen.
Gerne nehmen wir diese Hilfe an!


Dennoch - diese Verifikation oder Falsifikation von CERN's Hauptargument zur Harmlosigkeit der intendierten millionenfachen Produktion von MikroSchwarzLöchern wäre eigentlich Aufgabe CERN's und der interessierten naturwissenschaftlichen Gemeinschaft.


Man kann guten Gewisens doch nicht einfach behaupten, es wäre alles ganz sicher ganz harmlos, weil sonst die Neutronensterne nicht wären, ohne zu belegen, dass die Neutronensterne wirklich nicht überraschend rasch erlöschen und zu aussergewöhnlich kleinen - eben kleiner als Sonnenmasse - Schwarzen Löchern implodieren.


Letztlich können wir diese Beweisführung nicht selber leisten. Doch wäre konsequentes Absuchen des sonnensystemnahen Raumes nach unbekannten Strahlungsquellen, die über hinreichende Masse verfügen um den Raum/die Raumzeit wahrnehmbar zu krümmen für CERN in Zusmmenarbeit mit bespielsweise der ESA wohl problemlos zu bewerkstelleigen und den Zeitaufwand von etwa 2 Jahren sollte der definitive Ausschluss katastrophaler Eventualitäten doch wert sein.
Zumal durch zu Spott verführende technische Havarien bereits und vielleicht zum guten 'Glück' mehr als 2 Jahre Verzögerung eingetreten sind.


Freundliche Grüsse, Marc Fasnacht
PermalinkPermalink 2008-11-12 | 10:20
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Fasnacht,

doch, im Falle der Neutronensterne kann man das tatsächlich tun: Die Frage ist ja nicht die, ob Neutronensterne rasch erlöschen, sondern die Beobachtung ist die, dass es sehr alte Neutronensterne GIBT. Diese könnten aber nicht so alt werden, wenn sie vorher von Schwarzen Löchern zerstört würden.

Im Übrigen verwendet man ja nicht nur Abschätzungen an Neutronensetrnen, sondern auch solche an der Erde (z.B. für geladene Mini-Schwarze Löcher) sowie an Weissen Zwergen und wie ich beispielsweise der Sicherheitsstudie "Exclusion of black hole disaster scenarios at the LHC" der Autoren Benjamin Koch, Marcus Bleicher und Horst Stöcker entnehme, ziehen sie für gewisse Szenarien zusätzlich auch den Mond, die Sonne sowie Rote Zwergsterne (wie beispielsweise Proxima Centauri) für ihre Überprüfung heran.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-12 | 13:21
Comment from: galileo2609 [Visitor] · http://www.relativ-kritisch.de/forum/viewforum.php?f=46
Hallo Marc Fasnacht,

ich will anhand eines Zitats noch einmal die problematik der klaren Fragestellung verdeutlichen. Sie schreiben:
"Fall Schwarze Löcher mit Masse kleiner als Sonnenmasse gefunden würden müsste CERN das Neutronensternargument dringlich überdenken - wenn trotz gründlicher Suche keine derartigen Anomalien gefunden würden, dann wäre dies ein Indiz für Stichhaltigkeit Cerns letztem Sicherheitsargument."

Wie ich schon in meinem Kommentar zu anderem Artikel (http://www.achtphasen.net/index.php/plasmaether/2008/11/09/ein_wunsch_an_die_naturwissenschaftliche#c435) dargestellt habe, umfasst das Massenregime <0.8 Sonnenmassen einen weiten Bereich astrophysikalischer Körper. Wenn ich versuche, den Kontext und die Intention Ihrer Suche zu interpretieren, gibt es aus meiner Sicht eine Voraussetzung und zwei Hypothesen. Die Voraussetzung lautet: Black Holes dieses Massebereichs können nicht auf dem 'normalen' Weg des stellaren Kollaps entstanden sein, da dafür eine Masse von ca. > 2-3 Sonnenmassen notwendig ist, die das BH natürlich konserviert. Die Hypothesen lassen sich wie folgt aufstellen:
1. natürliche Entstehung
2. 'künstliche' Entstehung

Lassen Sie mich diese beiden Hypothesen weiter ausführen. Unter natürlicher Entstehung will ich ein Szenario verstehen, dass sich direkt aus den natürlichen Ereignissen unter Geltung der universell gültigen Naturgesetze beschreiben lässt. Die Astrophysiker halten es für möglich, dass eine Art BHs mit deutlich substellaren Massen in der Geschichte des Kosmos entstanden sein könnten. Das sind die sog. primordialen BHs, die während des Urknalls oder während seiner Inflationsphase produziert wurden. Diese primordialen BHs werden üblicherweise in einem Massebereich von ca. 10^-15 Sonnenmassen angesiedelt, aber nie beobachtet worden. Eine Beobachtung wäre möglich, wenn ihr Hawking-Zerfall im Endstadium zu einem beobachtbaren Energieausbruch führen würde.
Weitere Kandidaten für die von Ihnen gesuchten 'leichten' BHs könnten Himmelskörper sein, die aufgrund teilchenphysikalischer 'Reaktionen' MHBs inkorporiert hätten, die zu der befürchteten 'letalen' Masseakkretion in der Lage gewesen wären. Wenn dieser Entwicklungspfad existent ist, findet er aber immer und überall statt. Und das kann durch astronomische Beobachtungen definitiv ausgeschlossen werden, da es viele alte Himmelskörper gibt, die zudem aufgrund ihrer Dichte die effektivsten Kandidaten für diese Masseakkretion wären.

Bleibt die zweite Hypothese über die 'künstliche' Entstehung solcher BHs. Durch besonders ausgezeichnete Bedingungen würden diese nicht immer und überall entstehen, sondern nur dann, wenn diese besonderen Bedingungen vorliegen. Als ernstzunehmender kandidat, insb. aus den Katastrophenszenarien für den LHC, bietet sich hier eine 'maschinelle' Erzeugung an. Sprich, sie würden nur in Teilchenbeschleunigern erzeugt werden können, die von technisch befähigten intelligenten Lebewesen bereit gestellt werden können. Auch das grenzt den Massebereich weiter ein, da Sie dafür eine ganz bestimmte Art von Planeten voraussetzen müssen, die nicht schwerer sein dürfen als 2 - 3 Erdmassen. Dieser Massebereich liegt in der Reichweite verfügbarer Verfahren bei der Exoplanetensuche. Mit den traditionellen Mitteln der Radialgeschwindigkeits- und Transitmessungen und der state of the art Technik des Microlensing sind die Astronomen dabei zwar noch nicht erfolgreich gewesen, aber nahe dran. Wenn Sie einen indirekten Nachweis eines Objekts solcher Masse haben, sind Sie aber noch nicht weiter. Wenn Sie einen Transit beobachten können, sind Sie fein raus, dann ist es ein Planet. Wenn nicht, können Sie nicht entscheiden, ob dieses Objekt ein Planet oder ein MBH ist. Dafür bräuchten Sie eine Spektralanalyse, die Ihnen aufzeigt, ob es eine charakteristische Elementstruktur aufweist, die zu einem Planeten gehört. Dieses verfahren funktioniert z. Zt. erfolgreich bis zu Objekten von der Masse unserer heimischen Gasplaneten. Im Falle eines MBH sehen Sie dagegen nichts. Und für planetenschwere Objekte von bis zu 2 - 3 Erdmassen werden wir noch mindestens ein Jahrzehnt warten müssen.

Entscheidend ist jedoch, dass Sie diese direkte Inventur 'missglückter extraterrestrischer LHC-Experimente' nie abschliessen können. Selbst wenn wir hunderte oder tausende erdähnlicher Planeten finden, könnte es immer noch Objekte geben, die aufgrund dieser zweiten Hypothese entstanden sein könnten. Sie können nie entscheiden, ob diese schlicht nicht existieren oder einfach nicht gefunden wurden.

Ihr Ansatz, sofern ich ihn richtig rekonstruiert bzw. interpretiert habe, ist zwar interessant, aber er gibt uns keine zusätzliche Sicherheit.

Grüssen Sie bitte auch den "hauptsächlich suchenden Menschen" von mir. Auf meine letzte Mail mit meinem Unterstützungsangebot, hat er etwas knapp reagiert.

Grüsse galileo2609
PermalinkPermalink 2008-11-12 | 21:23
Comment from: achtphasen [Member] Email
Hallo Galileo

vielen Dank für ausführliche und interessierende Kommentierung!
Ich bitte Sie noch um ein zwei Tage weitere Geduld bis ich erneut auf das Thema und die Intention unserer Suche nach Röntgenquellen in der Nähe unseres Sonnensystemes mit Massen ein wenig kleiner als Sonnenmasse zurückkommen werde.
Ich hoffe auch, es ergehe Ihnen nicht wie 'MAC' der im dunklen Wald dieses Forums. Die ehrlich engagierten 'Aufklärungen' werden allesamt nicht verlorengehen und wir, Kritiker genauso wie Befürworter der angehenden Experimente, werden zum Jahreswechsel ein Argumentatorium erstellt haben mit dem einerseits Demagogen der Wind aus den Segeln genommen werden kann (Das war und ist doch Ihre Hauptintention den 'schwierigen Dialog' mit uns auch hier auf achtphasen zu führen?!) und andererseits die noch offenen uns interessierenden und beunruhigenden physikalischen Unwägbarkeiten herausgearbeitet worden sind. (Diese fragende Affirmation nur darum, weil Aeusserungen in Ihrer Kommentierung zu Herrn Pellegrinos Artikel den Eindruck von Ungeduld erwecken)
-
Ihnen, Herren Galileo und Kannenberg hier nocheinmal vielen Dank!
-
zu physikalisch/astronomisch möglicherweise Relevantem werde ich erst in einigen Tagen kommen.
Nur soviel hier: Es geht 'uns' mitnichten um Schwarze Löcher als Ueberbleibsel extraterrestrischer Teilchenbeschleunigererxperimente ;-), sondern darum, dass es bei bis zu 20.000 Schwarzen Löchern, die um das Supermassive Schwarze Loch im Zentrum der Milchstrsse vermutet werden - und bei 2000 dort bereits beobachteten Röntgenobjekten - es doch mit relativ wenig Aufwand möglich sein sollte, die bis anhin nur behauptete Inexistenz von Schwarzen Löchern mit weniger als Sonnenmasse zu beweisen.


Mit freundlichem Gruss, Marc Fasnacht


P.S. Ich danke Ihnen aprospos sehr für den erbrachten Respekt vor des Suchenden Wunsch unbenannt bleiben zu wollen!
PermalinkPermalink 2008-11-13 | 12:28
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Fasnacht,

wie wollen Sie denn die Inexistenz solcher Schwarzen Löcher mit unter Sonnenmasse beweisen ? So stark wirkt die Gravitation nicht; selbst im Abstand von nur 200 AE (1 AE = Abstand Sonne - Erde) ist es nicht möglich, so rasch mal einen Planeten mit Mars-Masse nachzuweisen. Ich erinnere an das Entdeckungspaper des ehemals als "10.Planeten" bezeichneten grössten Zwergplaneten Eris unseres Sonnensystems und den Hinweis auf den Gross-Planetoiden Sedna - das sind ja die beiden derzeit am meisten entfernten Mitglieder unseres Sonnensystems, die man beobachten kann (Sedna 91 AE und Eris 97 AE). Und diese kann man sehen, d.h. diese sind nicht "schwarz" ! Anhand ihrer Gravitation hätte man die nicht nachweisen können. Ich erinnere daran, dass man den nächsten Fixstern von der Sonne, Proxima Centauri, nur in grösseren Fernrohren sehen kann ! Und der ist immerhin ein Hauptreihenstern und kein Schwarzes Loch !

Was anderes: Falls der unbenannt bleiben wollende Suchende mit mir Kontakt aufnehmen möchte, so sichere ich ihm selbstverständlich volle Diskretion zu; dass ich selber nicht-anonym bin heisst nicht, dass ich den Wunsch nach Anonymität nicht respektieren würde. Ich möchte mich aber ganz gewiss nicht aufdrängen.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-13 | 13:53
Comment from: Anonymous [Visitor]
hier möchte ich bitte einmal die Fragestellung (67 Oph u. Koordinaten) von Herrn Kannenberg kommentieren:
Er hat den Satz "Man beachte die Häufung zum galaktischen Äquator." nicht beachtet (Der Satz steht in der veröffentlichten, überarbeiteten Karte!).
Die Häufung der Objekte des Typs "Unknown" ist augenscheinlich sofort auffällig: Damit ist der galaktische Äquator als die horizontale Mittelachse der Ellipse der Himmelsglobusdarstellung eindeutig zu identifizieren - damit ist zugleich auch deutlich, dass nur das galaktische Koordinatensystem gemeint ist.
Wie kann man das als Mathematiker übersehen ?
(Auch die offizielle Wissenschaftsmeldung über 1 Milliarde röntgenstrahlender Sterne in der Galaxie war ihm nicht bekannt (Rossi XTE Sat.) - weil er den Hinweis darauf den urzeitlichen schwarzen Löchern irgendwie zuordnete.)
Wie kann jemand das astronomische Argument mit solcher Vehemenz einbringen, wenn ihm so zwei einfache Fehleinschätzungen unterlaufen ??
Im Übrigen schätze ich etliche seiner Beiträge sehr.
(Es war auch nicht einfach, eine Sternenkarte mit der galaktischen Orientierung im Internet aufzufinden - dies war ja nur bei SF-nahen Themen möglich, toi toi toi. Diese Sternenkarte ist für mich eine Rarität und ich habe eine solche Darstellung zum ersten Mal in meinem Leben überhaupt gesehen.)
PermalinkPermalink 2008-11-17 | 09:23
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Anonymous,

erst einmal herzlichen Dank für Ihr Feedback. Ich kann Sie aber beruhigen - dadurch dass sich Ihre Koordinaten von den "normalen" Koordinaten der drei Sterne 67, 68 und 70 Ophiuchi unterschieden haben, war ja naheliegend, dass Sie ein anderes Koordinatensystem verwendet haben. Und für das galaktisches Koordinatensystem sprach ja, dass das Sternbild des Schützen gerade im Mittelpunkt dieser Karte liegt und auch Sie wissen sicherlich, in welchem Sternbild das Zentrum unserer Milchstrasse gelegen ist ...

Bedauerlicherweise konnte ich aber wie oben erklärt keine Röntgenquelle des Typs "unknown" finden, welche in der Nähe dieser drei Sterne lag - weder im "normalen" Koordinatensystem noch im galaktischen Koordinatensystem. Erschwert wurde das ganze dadurch, dass bei den hier präsentierten Koordinatensystemen einige Rektaszensionen von 0-180°, andere von 0-360° aufweisen und ich offen gestanden wenig Lust habe, zu erraten, welches denn vielleicht gemeint sein könnte und ob man in der Mitte bei 0 zu zählen anfängt oder vielleicht doch am linken Rand, wie eine Vergrösserung der dargestellten Karte nahelegt. Deswegen habe ich hier um Ratespielchen zu vermeiden um genauer spezifizierte Angaben gebeten.

Wenn ich Sie nun richtig verstehe haben Sie also keinen Zusammenhang zwischen den Röntgenquellen des Typs "unknown" und den urzeitlichen Schwarzen Löchern hergestellt. Schön - aber dann sei mir die Frage erlaubt, was Sie mit diesen Röntgenquellen denn überhaupt bezwecken und in welchem Zusammenhang sie in der Sicherheitsdiskussion um den LHC stehen - tatsächlich bin ich aufgrund Ihrer ungenauen Angaben gezwungen, irgendwie zu "erraten", was Sie vielleicht meinen könnten. Mir deswegen die Kompetenz abzusprechen finde ich dann aber doch etwas gewagt - statt einem Abgleiten in die persönliche Ebene hätte ich eine Präzisierung Ihrer ungenauen Angaben bei weitem mehr begrüsst. Eine solche Präzisierung kann übrigens durchaus bilateral geschehen - kein Problem !

Sie können hier aber einen einfachen Beitrag leisten: Welcher Röntgenquelle im SWIFT-Katalog entspricht denn nun diese helle Quelle hinter den drei Sternen 67, 68 und 70 Ophiuchi ? - In einem anderen Beitrag habe ich bereits etwas dazu gesehen, vielleicht beantwortet das ja schon meine Frage.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-17 | 10:38
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Hallo zusammen,

wie immer muss man die Arbeit selber leisten; wie ich am Beispiel des SWIFT-Eintrages Nr.45 erkenne - das ist ein astronomisches Objekt namens "NGC 2110", verwendet der SWIFT-Katalog "normale" Koordinaten, also nicht galaktische Koordinaten wie das Diagramm. Die Rektaszension wird dabei nicht in Stunden:Minuten:Sekunden angegeben, sondern in Grad umgerechnet.


Die drei von mir genannten Sterne haben folgende "normale" Koordinaten:

67 Oph: RA=18h00'38".7, D=02°55'54"
68 Oph: RA=18h01'45".2, D=01°18'19"
70 Oph: RA=18h05'27".3, D=02°29'58"

Also müsste diese von mir gesuchte Strahlenquelle im SWIFT-Katalog ungefähr bei RA 18h00'-18h06' und D 0°-3° liegen. Rechnen wir die 18 Stunden noch in Grad um, also (18h/24h)*360°=(3/4)*360° = 270°, so müsste man also im SWIFT-Katalog bei ungefähr RA=270° und D = 0°-5° fündig werden.

Praktischerweise ist der SWIFT-Katalog nach RA sortiert, d.h. die hellste Quelle müsste bei den SWIFT-Objekten der Nummer 123-126 liegen, jedoch kommt aufgrund der Deklination keine von ihnen in Frage.

Was nun ? Die hellste Quelle ist nur in einem der beiden genannten Kataloge aufgeführt. Das sollte doch für die Autoren ein Indiz sein, dass die beiden genannten Quellen weniger miteinander zu tun haben als zunächst vermutet.

Entsprechend eine Bitte für die Zukunft an die Autoren: Der "normale" Laie verfügt nicht über die astronomischen Kenntnisse, um das alles beurteilen zu können. Deswegen wäre es hilfreich, wenn Sie den Zusammenhang zweier Quellen zuerst überprüfen und erst danach veröffentlichen würden, sonst besteht einfach die Gefahr von Missverständnissen und weitergegebenen Informationen, welche unzutreffend sind.


Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-17 | 14:36
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