Prof. Dr. Nicolai bestätigt, dass weder er, noch die vom CERN, noch eigentlich sonst irgendwer Bescheid weiss, wie es denn so steht mit den bis zu 10 Milliarden miniaturkleinen Schwarzen Löchern pro Jahr (Patentschrift von Prof. Dr. Stöcker (WO/2007/093434 METHOD FOR PRODUCTION OF ENERGY BY CONVERSION OF MASS INTO ENERGY)), die CERN, selbstverständlich nur ganz harmlos und rein experimentell, zu generieren sich erhofft.


Noch überraschender für die Forschergemeinde war Stephen Hawkings (geb. 1942) Entdeckung, dass Schwarze Löcher zerstrahlen können - eine quantenfeldtheoretische Erkenntnis, die den Voraussagen der ART sogar widerspricht. Dieses Resultat zieht neue Fragen nach sich, die bis heute nicht vollständig beantwortet sind, etwa die, ob beim Zerfall eines Schwarzen Lochs Information unwiederbringlich verloren geht oder nicht (siehe "Das Informationsparadoxon bei Schwarzen Löchern" SdW 6/1997, S.58): Klar scheint jedenfalls, dass nicht nur die ART, sondern auch die Quantentheorie nötig ist, um zu einem wirklichen Verständnis Schwarzer Löcher zu gelangen.

Prof. Dr. Nicolai | Spektrum der Wissenschaft | Nov. 2008 | Seite 32

2008-10-31 | achtphasen | 02:36:09 | Email | 4 comments




 

Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Hallo zusammen,

aus diesem Grunde, u.a. auch wegen der fehlenden experimentellen Bestätigung, ist es so wichtig, unabhängige Sicherheitsanalysen zu erstellen, die nicht auf den theoretischen Modellen über Schwarze Löcher und Hawkingstrahlung aufbauen, sondern nur die Langlebigkeit solcher Schwarzen Löcher voraussetzen und dann anhand astronomischer Beobachtungsdaten der bisherigen Lebenszeit der Erde (Fall geladene Mini-Schwarze Löcher) sowie der bisherigen Lebenszeit von Weissen Zwergen und Neutronensternen (Fall ungeladene Mini-Schwarze Löcher) eine Gefährdung während der verbleibenden Lebensdauer der Erde auszuschliessen.

Professor Dr.Nicolai "bestätigt" also nur, dass die derzeitigen theoretischen Modelle nicht experimentell abgesichert sind, aber das ist ja bestens bekannt und auch der Grund, entsprechende Experimente zu planen. Die Sicherheit solcher Experimente bezüglich Schwarzer Löcher wird aufgrund unabhängiger astronomischer Beobachtungsdaten qualifiziert.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-10-31 | 09:54
Comment from: achtphasen [Member] Email
Hallo Herr Kannenberg
hier ist wohl der richtige Ort einen Kommentar auf der Website LHC-concern.info zu zitieren, weil dieser ganz trefflich ausdrückt wo denn die Schwierigkeit des von CERN nicht geführten Dialoges zu CERN's ungebremstem Experimentierwillen liegt.


shmem Says:
September 24th, 2008 at 6:15 pm

Ich bin der Frage nachgegangen, wodurch dieses Unbehagen entsteht, das mich angesichts der geplanten LHC-Experimente befällt, und daraus ergaben sich diese Gedanken…

Diese Experimente werden nicht durchgeführt, um eine schon erfolgte physikalische Beschreibung - also eine in sich schlüssige Theorie - zu verifizieren, sondern um Lücken im Verständnis des schon Beobachteten zu schließen.

Das ist aber ein klares Indiz dafür, daß der untersuchte Stoff noch nicht vollständig intellektuell durchdrungen wurde - daß man mit den gegenwärtigen Ansätzen im Dunkeln tappt, und so werden die Lücken mit Hypothesen geschlossen, die man durch Experimente zu erhärten sucht, um damit die Theorie zu retten. Kaum einer wagt den Gedanken, daß der Fehler im Ansatz liegt.

Um darum handelt es sich aber, wenn die losen Enden des Standardmodels nicht verbunden werden können. Irgendwo im Ansatz ist ein Irrtum, eine faktische Lüge verborgen - etwas, das den Sachverhalt verdunkelt und Erkenntnis verhindert.

Wie kann man aber einem, der solchermaßen im Dunkeln tappt, glauben, er wisse um das was er tut, geschweige denn um die Folgen? Behauptet er das, verhält er sich (nicht nur intellektuell) unlauter und unwissenschaftlich.


Dabei ist das Ziel, das die CERN-Wissenschaftler zu erreichen suchen, schon längst erreicht worden - eine allgemeine Feldtheorie, eine vollständige Beschreibung aller Kräfte und Herleitung und Berechnung der Masse aller Elementarteilchen:


http://www.heim-theory.com/Inhalt/Ziele_des_Forschungskreises/ziele_des_forschungskreises.html

Zitat:
“Burkhard Heim war ein schwerbehinderter Diplom-Physiker (blind, schwerhörig, ohne Hände), so dass Teamarbeit in einem Institut für ihn nicht möglich war. Trotzdem hatte er 1954 die schwierigen Rechnungen zur Einheitlichen Feldtheorie Einsteins aufgenommen und in jahrzehntelanger einsamer Arbeit Einsteins Traum verwirklicht: eine vollständig geometrische Beschreibung sämtlicher Kräfte und die Aufstellung einer Formel für die Massen der Elementarteilchen. Diese Massenformel wurde 1982 von Physikern bei DESY, Hamburg, programmiert und damit das Massenspektrum ausgedruckt. Sie liefert sämtliche bekannte und einige noch unbekannte Massen der Elementarteilchen und Resonanzen aufgrund der Kenntnisse der inneren Dynamik geometrischer Strukturen, ohne Higgs-Bosonen oder Störungsrechnungen einführen zu müssen.”

http://www.engon.de/protosimplex/downloads/02%20heim%20-%20mbb%201.2.pdf


Ich bin kein Physiker, und so kann ich mit meinem bißchen Algebra und Analysis den Substitutionen und Kondensierungen zwar folgen, diese aber ohne tieferes Studium nicht durchdringen, geschweige denn auf Fehler hin untersuchen; der Ansatz, die Gedankengänge, die Integrationen und Ableitungen, die Erkenntnis, was wovon abhängt, die Anschauungen, die sich als Formelwerk verdichten, leuchten aber unmittelbar ein und liegen klar vor Augen.

Ich bin mir sicher, daß die Experimente am CERN nicht nur vollkommen überflüssig sind, sondern auch keinen Erkenntnisgewinn bringen, werden sie denn ausgeführt. Sie muten mir - trotz ihrer enormen intellektuellen und technischen Höhe - an wie die Forschungsarbeit eines Kindes, das ein Radiogerät auseinander nimmt um die kleinen Musiker darin zu finden. Wenn es Glück hat, bekommt es keinen Stromschlag.

Man sollte die Heim’sche Feldtheorie einer kritischen Prüfung unterziehen und die geplanten Experimente einmal im Lichte der aus ihr gewonnenen Erkenntnisse betrachten.

Heim hätte diese Arbeit nicht leisten können ohne vollständiger intellektueller Lauterkeit; sein außerordentliches Gedächtnis war gleichzeitig Voraussetzung und Folge. Lüge verdunkelt die Wahrheit; und wenn ich mir die Reaktionen des CERN auf berechtigte Kritik ansehe, so verspüre ich darin etwas Dunkles, das auch durch eine noch so superheiße Kollision von Protonenstrahlen nicht zu erhellen ist.

shmem | http://lhc-concern.info/?page_id=11&cp=3#comment-902



beste Grüsse, Marc Fasnacht
PermalinkPermalink 2008-10-31 | 14:43
Comment from: mac [Visitor]
Hallo,


Zitat shmem:
Diese Experimente werden nicht durchgeführt, um eine schon erfolgte physikalische Beschreibung - also eine in sich schlüssige Theorie - zu verifizieren, sondern um Lücken im Verständnis des schon Beobachteten zu schließen.
###

Jede neue Theorie ist sofort in der Überarbeitung oder in der Rundablage, wenn sie bestehende, gesicherte Beobachtungen falsch beschreibt, also zu Ergebnissen kommt, die mit ausreichend zuverlässigen Messungen nicht übereinstimmen.

Darüber hinaus muß eine neue Theorie aber Vorhersagen gestatten. Es liegt in der Natur einer Vorhersage, daß ihr tatsächliches Ergebnis unbekannt ist, sonst wär’s ja keine Vorhersage.

Die Theorien die hier zur Überprüfung anstehen, sind alle in sich schlüssig, sonst wären sie Stuß. Nur ohne die Überprüfung von Vorhersagen kann man mit dem heutigen Wissensstand nicht entscheiden, welch der sich teilweise widersprechenden Vorhersagen, zutreffen werden und damit auch nicht die Spreu vom Weizen trennen.

Darüber hinaus kommt es mit recht zuverlässiger Regelmäßigkeit bei allen wissenschaftlichen Experimenten die Neuland betreten auch zu Beobachtungen, die bisher Neues, Unbekanntes offenbaren.



Zitat shmem:
Das ist aber ein klares Indiz dafür, daß der untersuchte Stoff noch nicht vollständig intellektuell durchdrungen wurde –
##

Hier stelle ich mir die Frage, wie denn wohl unsere Welt aussähe, wenn wir den zu untersuchenden Stoff vollständig intellektuell durchdrungen hätten.



Zitat shmem:
daß man mit den gegenwärtigen Ansätzen im Dunkeln tappt, und so werden die Lücken mit Hypothesen geschlossen, die man durch Experimente zu erhärten sucht,
##

Ja.



Zitat shmem:
Kaum einer wagt den Gedanken, daß der Fehler im Ansatz liegt.
###
Das diese Aussage falsch ist, kann man nicht nur in der Sicherheitsanalyse genügend deutlich nachlesen.



Zitat shmem:
Um darum handelt es sich aber, wenn die losen Enden des Standardmodels nicht verbunden werden können. Irgendwo im Ansatz ist ein Irrtum, eine faktische Lüge verborgen - etwas, das den Sachverhalt verdunkelt und Erkenntnis verhindert.
##

Ja, es ist in der Tat eine harte Nuß. Den Ausdruck Lüge halte ich in diesem Zusammenhang aber für irreführend. Menschen können lügen, sogar einige Tiere. Experimente können allenfalls unzureichend und oder ungeeignet sein.



Zitat shmem:
Wie kann man aber einem, der solchermaßen im Dunkeln tappt, glauben, er wisse um das was er tut, geschweige denn um die Folgen?
##

Den Rahmen und seine Abmessungen zu kennen, bedeutet nicht zwangsläufig auch das Bild zu sehen, es bedeutet nur, daß das Bild da ist, wo der Rahmen ist.



Zitat shmem:
Behauptet er das, verhält er sich (nicht nur intellektuell) unlauter und unwissenschaftlich.
##

Ein sehr leichtfertiges, noch dazu von keinerlei Sachkenntnis getrübtes Urteil.

Hier geht mir ganz spontan die Frage durch den Kopf: Wieso verschleudern wir eigentlich so viel Geld zur Ausbildung von Richtern, wenn’s doch so einfach ist?



Zitat shmem:
Dabei ist das Ziel, das die CERN-Wissenschaftler zu erreichen suchen, schon längst erreicht worden - eine allgemeine Feldtheorie, eine vollständige Beschreibung aller Kräfte und Herleitung und Berechnung der Masse aller Elementarteilchen:
##

Das war aber ein schneller Meinungsumschwung. Nur wenige Zeilen Vorher galt doch noch:

Zitat shmem:
Das ist aber ein klares Indiz dafür, daß der untersuchte Stoff noch nicht vollständig intellektuell durchdrungen wurde –
##



Zitat shmem:
Ich bin mir sicher, daß die Experimente am CERN nicht nur vollkommen überflüssig sind, sondern auch keinen Erkenntnisgewinn bringen, werden sie denn ausgeführt.
##
Diese Sicherheit teile ich nicht.

Ich bin mir nicht sicher, ob diese Experimente einen Erkenntnisgewinn bringen werden. Ich hoffe es nur. Dagegen bin ich mir sicher, daß sie ihn überhaupt nur dann bringen könnten, wenn sie durchgeführt werden.



Zitat shmem:
Sie muten mir - trotz ihrer enormen intellektuellen und technischen Höhe - an wie die Forschungsarbeit eines Kindes, das ein Radiogerät auseinander nimmt um die kleinen Musiker darin zu finden. Wenn es Glück hat, bekommt es keinen Stromschlag.
##

Wir haben alle mal klein angefangen. Was dabei klein und was groß ist, ist aber immer eine Frage der Perspektive geblieben.


Herzliche Grüße

MAC
PermalinkPermalink 2008-10-31 | 17:04
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Fasnacht,

besten Dank für diesen Link ! - Ich möchte diese Aussage zweiteilen:

"Diese Experimente werden nicht durchgeführt, um eine schon erfolgte physikalische Beschreibung - also eine in sich schlüssige Theorie - zu verifizieren, sondern um Lücken im Verständnis des schon Beobachteten zu schließen.

Das ist aber ein klares Indiz dafür, daß der untersuchte Stoff noch nicht vollständig intellektuell durchdrungen wurde - daß man mit den gegenwärtigen Ansätzen im Dunkeln tappt, und so werden die Lücken mit Hypothesen geschlossen, die man durch Experimente zu erhärten sucht, um damit die Theorie zu retten."

Ich denke, was der Teilnehmer shmem bis hierhin gesagt hat, beschreibt ganz allgemein die Forschungstätigkeit: Man hat Vermutungen, versucht diese experimentell zu erhärten oder zu widerlegen, neue Fragen tauchen auf usw. Wobei es auch vorkommen kann, dass eine Theorie nicht gerettet wird, wie beispielsweise das Michelson-Morley-Experiment oder Nichtübereinstimmung der absoluten Helligkeit sowie der Rotverschiebung gewisser sehr weit entfernter Supernovae. Eben - durch weitere Experimente und parallel dazu neue theoretische Modellansätze versucht man dann, die Lücken zu schliessen und die neuen Fragen zu beantworten.


Jedoch dem zweiten Teil ist meines Erachtens nicht zuzustimmen:

"Irgendwo im Ansatz ist ein Irrtum, eine faktische Lüge verborgen - etwas, das den Sachverhalt verdunkelt und Erkenntnis verhindert.

Wie kann man aber einem, der solchermaßen im Dunkeln tappt, glauben, er wisse um das was er tut, geschweige denn um die Folgen? Behauptet er das, verhält er sich (nicht nur intellektuell) unlauter und unwissenschaftlich."

Gerade die Sicherheitsanalysen für den LHC sind ein Beispiel, dass diese Schlussfolgerung unzutreffend ist: Zwar könnte man versucht sein, anhand der theoretischen Modelle, konkret über die Hawkingstrahlung, jegliche Gefahr ausschliessen. Nur ist das eben gefährlich, weil der experimentelle Nachweis fehlt. Deswegen erstellt man die Sicherheitsanaylsen nicht mit Methoden, bezüglich derer man im Dunklen tappt, sondern mit unabhängigen und bekannten Methoden, in diesem Falle eben mit Beobachtungsdaten verschiedener astronomischer Objekte.


Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-10-31 | 19:44
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