Lehren für das LHC-Hochenergieexperiment sind greifbar - gerade angesichts der Vielfalt wissenschaftlicher Meinungen!
Hier gebe ich zunächst eine Liste von bisweilen schwer nachvollziehbaren Aussagen zu Schwarzen Löchern – um an Hand der Aussagenvielfalt die Unwägbarkeiten des Themas zu
verdeutlichen:
a) Entsteht ein Schwarzes Loch, so kann eine mathematische Singularität übrig bleiben, d.h. die Materie widersteht infolge der übermächtigen Gravitationskraft dem Verdichtungsprozess nicht mehr und strebt haltlos auf einen Punkt zu (Singularität) - oder aber sie verharrt in einem bestimmten Kompressionszustand und findet somit zugleich ein neues Gleichgewicht - verdeckt hinter dem Ereignishorizont. Sind Elementarteilchen nicht definitiv punktförmig, müssten auch sie gleichsam transformiert werden in einen mathematischen Punkt.
Ist das schwarze Loch ausreichend massereich, so herrschen am seinen äußeren Rand evtl. auch biologisch unschädliche, hinnehmbare Schwerkräfte.
Ist z.B. das Universum selbst von einem Ereignishorizont, der also von innen nach außen unüberbrückbar ist, umgeben ? Ein Bosonenstern (bisher noch nicht nachgewiesen) mag z.B. wegen einer hinreichend großen Masse sich als schwarzes Loch präsentieren (sh. aber Pkt. b)!), im Innern ist seine Masse jedoch zu einem endlichen, wenn auch sehr großem Dichtewert komprimiert.b) Das Entstehen eines fertigen schwarzen Loches kann selbst unter besten idealisierten Beobachtungsbedingungen von außen nicht zu Ende beobachtet werden, denn der Zeitverlauf in der Nähe des Ereignishorizontes dehnt sich, ja die Zeit dehnt sich dort ins Unendliche aus - so sprechen russische Forscher auch von “gefrorenen Sternen". Nichtsdestotrotz werden fertige Schwarze Löcher, z.B. im Milchstraßenzentrum, beobachtet. Reicht es aus zu sagen, dass nur die Auswirkungen der Schw. Löcher beobachtet werden ?
c) Schwarze Löcher haben einen Rotationsimpuls; die übrig bleibende komprimierte Masse scheint sich geometrisch gesehen in einen Ring einzuordnen.
d) Schwarze Löcher haben eine elektr. Ladung - Schwarze Löcher haben keine elektr. Ladung
e) Schwarze Restlöcher mit ca. 1000 Protonenmasse sind stabil - Aussage Prof. Stöcker (2006).
f) Schwarze Löcher, die nach der Stringtheorie vorhergesagt werden (Micro Blackholes, MBH):
Das Entstehen erfolgt möglicherweise bei Frontalkollisionen von Protonen, ab ca. 1 Tera-eVolt Energie unter Einwirkung weiterer vorhandener, jedoch nur gering aufgerollter Raumdimensionen, welche von der Stringtheorie vorhergesagt werden.
Aus a) bis f) folgt: In der Wissenschaft werden mehrere, verschiedene Typen oder unterschiedliche Merkmale von Schwarzen Löchern diskutiert.
1.) Singularitäten (z.B. abzuklären bei primordialen Schwarzen Löchern)
2.) Unbeobachtbarkeiten, auch infolge der Zeitdilationen (frozen stars)
3.) Schwarze Löcher mit elektr. Ladung
4.) Schwarze Löcher ohne elektr. Ladung
5.) Schwarze Löcher mit innerer Torus-Geometrie
6.) Relics (stabil, wirken in der Materie energetisch katalysatorisch)
7.) Micro Black Holes – nach Hawking zerfallend, jedoch nach Rössler’sche
Einstein-Interpretation stabil.
Insgesamt entnimmt ein fachlich interessierter Laie der sich populärwissenschaftlich äußernden Physikerwelt nur ein uneinheitliches Bild zur Thematik der schwarzen Löcher. Die Uneinheitlichkeit der Aussagen verlangt nach noch mehr Vorsicht bei weiteren Urteilen.
Nach Aussage der LHC-Forscher zerfallen Blackholes - auf Grund der bislang lediglich rein theoretisch begründeten sog. Hawking-Strahlung.
Woher rührt die Sicherheit der LHC-Forscher, dass nicht noch weitere, bis zum heutigen Datum nicht berücksichtigte, nicht erkannte Merkmale eine Stabilität der MBH bedingen können ?
Die in den LHC-Safety-Reports (2003, 2008) suggerierte Sicherheit mag aus
einer unterschwelligen, nicht ganz undogmatischen Grundhaltung erwachsen, welche aus der gegebenen Abhängigkeitssituation zum Projekt als menschlich verständlich erscheint.
Die LHC-Sicherheitsthese läuft somit Gefahr, nicht dauerhaft als wissenschaftlich fundierte Meinung Bestand zu haben.
Auf Grund der bereits baulich geschaffenen, ausserordentlichen Fakten des CERN-Beschleunigerringes und der enormen Finanzmittel bleibt den Promotoren des LHC der Glaube übrig, die mehrheitlich akzeptierte Hawking-Strahlung als bare Münze erkennen zu müssen.
Unwissenschaftlich daran ist, ja geradezu fahrlässig ist, eine bestätigende (jedoch derzeit fehlende) physikalische Beobachtung oder eine andere, unabhängige Bestätigung - in einer möglicherweise existentiellen Frage - für entbehrlich zu halten.
Das Nichterwähnen von bestimmten Argumenten der LHC-Kritiker und daher auch das Fehlen der zugehörigen Falsifikationen lassen einen tendenziös gefärbten Hintergrund in den Beschreibungen der Safety-Reports nicht ausschließen.
Erklärungen für eine einseitig orientierte Darstellung in den Reports mögen den schon lange unter Beweis gestellten, unbedingten Handlungs- und Erfolgswillen der Promotoren berücksichtigen, die einmal durchgesetzte, finanziell bewilligte LHC-Maschine zur Analyse der Protonenzertrümmerung nunmehr nach vielen Verzögerungen e n d g ü l t i g zu realisieren. Lebenswerke von Forschern stehen auf dem Spiel, wenn das Maß der Möglichkeit einer Gefahr als grenzwertig anerkannt werden sollte! Dem Autor erscheint das von CERN wohlweißlich nicht bezifferte Gefahrenmaß definitiv zu groß zu sein.
Unter diesem Druck ist schon verständlich, dass von einer auf Erfolg angewiesene Forschergruppe gefühlsmäßig ein scheinbar kleines Risiko eingegangen wird (gerade klein genug um es höchstpersönlich für sich selbst als Person und für die eigene Familie zu verantworten), welches jedoch zugleich von anderen Personen, die nicht an der LHC-Experimentierarbeit teilnehmen und von dort nicht bezahlt werden, einfach nicht zustimmungsfähig sein kann. Diese Personen sind weltweit in der Mehrzahl!
Deswegen vermeiden die LHC-Reports die Angaben von konkreten Risikowerten einschl. der Angabe von Wahrscheinlichkeitsbreiten. Dass seitens CERN auch nur ein Schatten eines Zweifels ignoriert und ganz einfach übergangen werden kann, muß der aufmerksame Beobachter als schmerzhaft erleben.
Eine wissenschaftlich geprägte Grundeinstellung bedeutet hingegen, bezüglich eigener theoretische Überzeugungen grundsätzlich bereit zu sein, diese auch revidieren zu wollen, und Gegenargumente - gerade angesichts eines Totalrisikos - mittels nachvollziehbaren, dokumentierten Falsifikationsbeweisen widerlegen zu wollen.
Falsifikationsbeweise ganz einfach zu unterlassen - bei öffentlich ausgesprochenen Warnungen - dies bislang nicht oder nicht ausreichend getan zu haben, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt zurecht als Skandal des CERN zu bewerten!
Ich führe hier zwei Beispiele aus der Wissenschaft- und Technikgeschichte an, deren Kenntnis als Allgemeinbildungsgut selbstverständlich ist, jedoch anscheinend spurlos an LHC-Verantwortlichen vorbei geht.
a) Die Geschichte der Neutrinoentdeckung
Als Wolfgang Pauli 1930 auf Grund einer Energiebilanzuntersuchung ein fehlendes Teilchen, das Neutrino postulierte, wußte man nicht, dass- es drei Arten Neutrinos gibt
- das eine Oszillation ein Wechsel unter den Neutrinoarten ermöglicht
- dass eine Ruhemasse ungleich Null existiert.Mithin war vor wenigen Jahren eine Überraschung der Fachwelt selbst bei wenig fachlich interessierten Laien vernehmbar. - Wie vielfältig mag die Situation bei den MBH sein, wie oben schon nur teilweise angelistet ?
Welche Überraschungen harren noch in der Zukunft ?b) Die Geschichte des Thorium-Hochtemperaturreaktors in Hamm-Uentrop in NRW, BR Deutschland
Der Reaktor mußte abgerissen und zurückgebaut werden. Ein simpler Konstruktionsfehler war mit u.a. die Ursache: die Brennkugeln - von denen gewünscht war, sie mögen sich wie Wassermoleküle verhalten, wenn sie durch Moderatorenstäbe, von oben herkommend, zur Seite doch ausweichen mögen - sie wichen nicht zur Seite aus, sondern wurden, weil durch die Hitze verbackt, an Ort und Stelle drückenderweise beschädigt oder gar zerdrückt.
Ganz ähnliche gelagert sehe ich den Fall des Scheiterns des Schnellen Brüters bei Kalkar, jetzt Kernwunderland (auch in NRW). Es blieb - nach der wissenschaftlichen Beratung der Finanziers, darunter vornehmlich auch der Genehmigungsbehörden - bei der bloßen Schädigung des Steuerzahlers; der Super-GAU a la Tschernobyl wurde ihm obendrein erspart. - Die Tschernobyl- Katastrophe ist überdies anläßlich einer Reaktoruntersuchung, bei einem Reaktortest, eingetreten. Es fällt dazu leider einem das Adenauer-Wort ein:
Keine Experimente!
Die Beispiele lehren, dass Naivität, Kritiklosigkeit und schlichtes Unwissen zu echten Überraschungen, ja zu Schäden führen können. CERN muss definitiv ausschließen, dass keine vergleichbare Situation im Hintergrund schlummern kann - es darf nicht einmal der Anschein von Schatten eines Zweifels bestehen.
Dazu brauchen die CERN-Spezialisten lediglich die Falsifikationen der Kritiker-Argumente durchführen und dokumentieren - eine wahrlich zumutbare Arbeit, eine zugleich übliche und wissenschaftliche Arbeit der Theorieverifikation!
Diese theoretischen Arbeiten liegen überdies voll im Eigeninteresse des Hochenergieexperimentes.
Für die enorme wissenschaftliche Qualifikation, die beim CERN gegeben ist, muß es ein Leichtes sein, sie durchzuführen. - Wenn dies nicht geschieht, ist der Verdacht gegeben, Falsifikationen der Gegenargumente seien nicht möglich - dann ist das Hochenergieexperiment definitiv energetisch zu beschränken und zu verschieben.
CERN erweckt den Eindruck - infolge des überwältigenden Erkenntnisstrebens und aus dem Zwang der finanziellen Umstände heraus - in jedem Fall Forschungserfolge - selbst unter Gefahrverdacht, koste es, was es wolle - erreichen zu wollen.
Daher müssen aufmerksame Politiker und die Justiz, eigentlich wie von
selbst, sich dazu herausgefordert fühlen.
Die laufenden Tagesgeschäfte, Reizüberflutung, Blauäuigkeit und der blinde Glaube an der Richtigkeit der Mehrheitsmeinung halten offenbar von einem kritischen und mühevollem Nachdenken ab.
Ein dritte Beispielgruppe aus der Wissenschaftsgeschichte führe ich noch an (wenn es nachweislich in der Wissenschaftshistorie darum ging, unkorrekte Mehrheitsmeinungen zu revidieren): Einstein war ein geistiger Gigant, der ein Jahrhunderte altes Newton’sches Weltbild umgewandelt hat und Mehrheitsmeinungen letztendlich erfolgreich weiterentwickelt hat.
Kann die äusserst erfolgreiche Quantenphysik (QED und QCD) nicht künftig einen gleichen Weg nehmen wie die Newton’schen Physik - was z.B. zu der Erkenntnis führen kann, dass die vielbeschworene Hawking-Strahlung zwar existiert, aber in der Realität nicht wirksam ist?
Das Rössler’sche Theorem, dessen Inhalte schon 1998, bislang unwiderlegt, vorformuliert wurden, und sich auf die bis dato sich als immer zutreffend erwiesene ART / SRT beziehen, muss für einen vertretbaren Start der LHC Experimente widerlegt werden. Dies geschah bis zum 4.7.2008 nicht (dem Autor bekannter Sachstand).
Eine Krux scheint es zu sein, dass auf die Schnelle für die o.g. Widerlegungen der LHC selbst benötigt wird - die Lösung dann aber kann nur heißen: Kein Risiko! Höchstenergieexperimente einstweilen ausschließlich mit einem Linearbeschleuniger (Forcierung des ILC-Projektes ausserhalb Europas, eingeschränkte Nutzung des LHC bis auf weiteres).
Wie früher dargelegt, gibt es weitere grundsätzliche Nachweismöglichkeiten, den Gefahrenverdacht auszuräumen – davon muss Gebrauch gemacht werden. - Gelegentlich muss auch der Ungeduldige zu seinem eigenen Wohl das Warten lernen - einfacher und besser noch: CERN muß seine Kritiker im Detail widerlegen.
2008-07-09 | achtphasen | 22:32:42 |
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