“Denn Aufklärung ist totalitär wie nur irgend ein System. Nicht was ihre romantischen Feinde ihr seit je vorgeworfen haben, analytische Methode, Rückgang auf Elemente, Zersetzung durch Reflexion ist ihre Unwahrheit, sondern daß für sie der Prozeß von vornherein entschieden ist. Wenn im mathematischen Verfahren das Unbekannte zum Unbekannten einer Gleichung wird, ist es damit zum Altbekannten gestempelt, ehe noch ein Wert eingesetzt ist. Natur ist, vor und nach der Quantentheorie, das mathematisch zu Erfassende; selbst was nicht eingeht, Unauflöslichkeit und Irrationalität, wird von mathematischen Theoremen umstellt. In der vorweggenommenen Identifikation der zu Ende gedachten mathematisierten Welt mit der Wahrheit meint Aufklärung vor der Rückkehr des Mythischen sicher zu sein. Sie setzt Denken und Mathematik in eins.
“Denken verdinglicht sich zu einem selbsttätig ablaufenden, automatischen Prozeß, der Maschine nacheifernd, die er selber hervorbringt, damit sie ihn schließlich ersetzen kann.”
“Die Gleichung von Geist und Welt geht am Ende auf, aber nur so, daß ihre beiden Seiten gegeneinander gekürzt werden. In der Reduktion des Denkens auf mathematische Apparatur ist die Sanktion der Welt als ihr eigenes Maß beschlossen.”
2008-12-06 | achtphasen | 10:19:39 |
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Vielen Dank!
mit obenstehender Rechnung beantworten Sie mir die dumme kleine Frage, die ich mir eben heute vormittag schon gestellt habe, nämlich ob und wie es denn für die Lösung der quadratischen Gleichung i^2 = -1 zwei Lösungen gäbe - dass die Lösung meines Problemes so einfach ist ist hocherfreulich und offensichtlich !!! - schade nur, dass ich nicht selber darauf gekommen bin - so einfach ist das: die Quadratwurzel von - 1 ist i UND -1*i .
