www.espace.ch | Thomas Kohler: Warum denkt die Physikergemeinde jetzt schon über neue Beschleuniger nach?
Antonio Ereditato: Erstens: Der LHC wurde vor fast zwanzig Jahren geplant. Wenn wir heute neu beginnen würden, würde diese Maschine – und auch der Atlas-Detektor – auf eine andere, bessere Art gebaut. Dies würde allerdings Jahrzehnte dauern. Die neue Maschine heisst International Linear Collider, der ILC. Zweitens: Schon jetzt steht fest, dass der nächste Beschleuniger mit Elektronen statt mit Protonen arbeiten wird.
Hanspeter Beck: Der Protonenbeschleuniger LHC ist eine Maschine, in der man Dinge entdecken kann. Im Elektronenbeschleuniger kann man Präzisionsmessungen durchführen und die erhofften Entdeckungen von LHC präzisieren.
www.espace.ch | Thomas Kohler: Wann soll diese Maschine entstehen?
Antonio Ereditato: Vielleicht in 15 Jahren. Das hängt von vielen Dingen ab – nicht zuletzt von den finanziellen Mitteln, die die Gesellschaft für solche Grundlagenforschung bereitstellen will. Die Komplexität und der finanzielle Aufwand für einen Beschleuniger machen eine weltweite Kooperation unumgänglich.
2008-07-12 | achtphasen | 10:10:07 |
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