“Nach den staatlichen britischen Richtlinien bezüglich Strahlungsrisiken darf selbst die begrenzte Gruppe der Beschäftigten in Atomkraftwerken nicht einem Risiko von mehr als 1:100 000 pro Jahr ausgesetzt werden, an den Folgen der Strahlenexposition zu sterben. Würden wir dieses Risiko meidende Kriterium auf das Beschleuniger-Experiment übertragen und die Weltbevölkerung als gefährdete Gruppe betrachten, dabei aber eine ebenso strikte Höchstzahl von Toten zugrunde legen, müssten wir auf der Zusicherung bestehen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Katastrophe geringer sei als 1 zu 1000 Billionen (10 hoch minus 15). Würde man … dem Leben aller Menschen, auch derer, die künftig existieren könnten, gleiches Gewicht beimessen, so ließe sich sogar argumentieren, dass das hinnehmbare Risiko bis zu eine Million Mal geringer wäre. ”
“Unsere letzte Stunde", von Martin REES, deutsche Taschenbuchausgabe, S. 138
2009-03-27 | achtphasen | 03:09:27 |
| comment