Weltbank-Präsident Zoellick warnte in Washington die Industrienationen eindringlich davor, sich wegen der eigenen Problem vom Schicksal der Armen abzuwenden. Neben den Belastungen durch explodierende Energie- und Nahrungsmittelpreise drohen Entwicklungsländern nun auch noch wirtschaftliche Folgen durch die Turbulenzen auf den Finanzmärkten.
Die jüngste Zuspitzung der Krise im September könnte für viele Entwicklungsländer zu einem Wendepunkt werden, mahnte Zoellick. Ein Rückgang der Exporte führe zu versiegenden Investitionen. Schwierigere Kreditbedingungen drohten Unternehmens- und Bankenzusammenbrüche auch in Entwicklungsländern zur Folge zu haben.
Steigende Nahrungsmittelkosten
Nach Schätzungen der Weltbank wird die Zahl der unterernährten Menschen durch die rasant steigenden Nahrungsmittelkosten in diesem Jahr weltweit um 44 Millionen auf 967 Millionen anwachsen. Die Finanzkrise macht es laut Zoellick für arme Staaten inzwischen noch schwieriger, ihre Bevölkerung vor den Folgen der Preisexplosion bei Lebensmitteln und Energie zu schützen.
2008-10-09 | achtphasen | 21:16:14 |
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