Um die Experimente am LHC doch noch vorübergehend aufzuhalten wäre das wohl einzig noch wirksame Instrument ein erfolgreiches gerichtliches Erwirken einer superprovisorischen Verfügung wegen Gefahrenverdacht weil explizit NEUE Physik herbeizertrümmert werden soll - die Risiken , die mit den Zertrümmerungen der Protonen (die in Paketen in bisanhin auf der Erde seit viereinhalb Milliarden Jahren nie erreichten Dichten miteinander interagieren werden) einhergehen, werden ex-Cathedra mit Verharmlosungen vom Tisch gefegt die an newton’sch anmutende Argumente anlehnen - mit Argumenten ‘alter’ Physik werden die Risiken von Experimenten zur Entdeckung ‘neuer’ Physik bagatellisiert.
Es soll ein HiggsFeld gefunden werden, dass die ‘Gravitation’ benannte und bis anhin nicht gut erklärbare ‘vierte’ Gundkraft der Physik besser verständlich machen soll - das dem HiggsFeld zugehörig postulierte Partikel, das HiggsBoson, wurde bezeichnendermassen lange God-Particle genannt.
Meine hochspekulativ erscheinende ‘Privatthese’, dass das GanzKleine mit dem GanzGrossen identisch ist oder in Wechselwirkung steht ist für mich persönlich DAS Beunruhigende an den dichtgepackten Protonen- und BleiIonenKollsionen - ich befürchte nicht so sehr schwarze Löcher die unaufhaltsam die Erde nihilisieren und auch nicht ganz so sehr, dass der Kosmos durch VacuumInstabilität kollabieren wird (obschon die verharmlosenden Hinweise auf die bereits früher erfolgten Kolisionsexperimente (RHIC) nicht wirklich Ungefährlichkeit belegend sind, weil am LHC mit 7mal höheren Energien experimentiert werden soll) , aber ich halte massive Auswirkungen auf die psychophysischen Wechselwirkungen der Lebewesen zumindest für möglich, diese haben sich in einem seit viereinhalb Milliarden Jahren nie so perturbierten ‘Higgsfeld’ evolutionär entwickelt und zumindest ein den Planeten umspannendes Schadendetektionsinstrument UND ganz vorsichtiges Hochfahren der Kollisionsenergien wäre wünschenswert und eigentlich selbstverständliche Verantwortungsübernahme der Experimentatoren.
Um solches allenfalls doch noch gerichtlich durchzusetzen, müsste Klage vor zuständigem Gericht erhoben werden und diese Klageformulierung sollte mitnichten mit Rösslers Theoremen ansetzen sondern damit, dass NEUE Physik explizit gesucht wird und dass der Vergleich mit dem kosmischen Teilchenbomardement in der Stratosphäre betreffs der Dichte der an den Kollisionen beteiligten Hadronen und der Lokalität der Kollisionen absolut nicht vergleichbar ist. Angefügt werden sollte dann auch, dass Herr Plaga noch keine Gelegenheit hatte seine Theorie zu verteidigen, Herrn Belinsky’s Theorie unwiderlegt ist und die ungefährdende Handhabung allfälliger Relikcs/Remanents entsprechend Herrn Stöckers Patentantrag keineswegs geklärt ist - diese Aufzählung wäre wohl noch fortzusetzen.
Nebst dem EMRK wo die ‘WienerInitiative’ bereits Schiffbruch erlitten hat, bliebe noch ein allenfalls zuständiges Schweizer Bundesgericht - dasjenige, das für Nuklearbewilligungen zuständig ist, oder das ILO, das für Internationale Organisationen zuständig ist. Kostenpunkt, nur um das Gericht zur Arbeitsaufnahme zu bewegen, ist ca. 30′000sFr.. Bei Niederlage vor Gericht und auch bei nur provisorischem Erfolgsfalle müsste die klageführende Person massive Schadenersatzansprüche des CERN gewärtigen.
Dazu wäre ich noch immer bereit, doch fehlt mir einerseits ein vor zuständigem Gericht zugelassener Rechtsanwalt und andererseits die benötigten Finanzmittel um die Gerichtskosten vorauszubezahlen.
Auch falls dem CERN gerichtlich doch noch ein Riegel hin zu vorsichtigem Experimentieren geschoben werden könnte, würden solche Versuche wohl sonstwo auf der Welt in Bälde durchgeführt werden - allerdings würde ein Erfolg vor Gericht der dringlich erwünschten Debatte zu den Unwägbarkeiten von Experimenten zur Herbeiführung ‘NEUER’-Physik Zeit geben und so könnte der wohl durchaus nicht böswillige Tunnelblick der Experimentierenden hin zur Betrachtung der Gesamtheit des Lebens überwunden werden. Doch leider ist dies wohl allzu optimistische Utopie.
Betreffs Artikulation, dass da Risiken sind, bin ich Herrn Rössler dankbar - er hat, obzwar wohl wissentlich mit unstimmigen Gleichungen, mit massivem persönlichen Einsatz auf die Risiken hingewiesen und mich so erst auf die Problematik nachhaltig aufmerksam gemacht - die nun nurmehr emotionale Agitation und keineseswegs zielführende Argumentation betreffs seiner Theoreme zu schwarzen Löchern erscheint heute leider als das beste Mittel CERNs auch berechtigte Sorgen zu den Unwägbarkeiten der HadronenZertrümmerungen zum langersehnten Erreichen ‘Neuer Physik’ lächerlich zu machen.
Ich bin NICHT gegen die Experimente an und für sich - ich wünschte mir die Experimente vorsichtig angegangen UND mit ausreichender Achtsamkeit auf die mit den Experimenten potentiell einhergehenden aber offenbar gänzlich unbedachten Risiken für das Leben an und für sich durch Wechselwirkungen auf Quantenebene.
2008-09-16 | achtphasen | 22:51:36 |
| 10 comments
Alle Thesen resp. Vergleiche, die bisher für Erklärungen herhalten mussten, sind sehr gesucht. Aber gut, lasst die Leute am Cern mal die Büchse der Pandora öffnen.
Bevor ich weiter Unheilschwangeres von mir gebe, möchte ich gleich auf den unteren Abschnitt dieses Mails verweisen.
Ich gehe davon aus, dass pro sek. rund 600 Mio Kollisionen stattfinden werden. Die Energie einer Koll. soll vergleichbar sein mit der eines PKW's bei - wenn ich richtig aufgepasst habe - 700 km/h.
oder:
http://www.heise.de/newsticker/CERN-und-Intel-kooperieren-bei-Grid-Forschung--/meldung/67122
Bei der Kollision von zwei Protonen wird daher eine Energie von 14 TeV umgewandelt. Dies soll rund 40 Millionen mal pro Sekunde geschehen. Die Gesamt-Energie eines Strahls gibt das CERN mit 362 MJoule an. Das entspricht der Energie, die bei der Detonation von 86 kg TNT frei wird.
Meine Hoffnung ist klar: der LHC wird diese Energien nicht überleben.
...
http://www.astronews.com/forum/showthread.php?t=2560&page=113
Zitat:
Ich nehme mal an, das obige bedeutet zusammengefaßt:
1) Der Protonenstrahl braucht pro Umlauf ca. t = 27 km / 300000 km/s -> t = ca. 0,1 ms
2) In jedem Ring sind 2808 Protonenpakete mit je 10^11 Protonen (Protonenfluß ca. 3*10^18 pro sek)
3) im Mittel ergibt sich eine Kollisionsrate von 25 Protonen-Proton-Wechselwirkungen alle 25 ns -> 1 Milliarde Kollisionen pro sek
4) Woher die 40 Millionen-Kollisionen pro sek herkommen sehe ich nicht.
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ist im wesentlichen richtig.
Alle 25ns treffen sich zwei Protonenpakete (40 Mio mal pro Sekunde). Im Schnitt gibt es etwa 20 Kollisionsereignisse pro Paket-Kollsion, macht also etwa 800 Mio pro Sekunde. Nicht unbedingt 20 Proton-Proton-Kollisionen sondern häufig Quarkkollisionen aus dem gleichen Protoen.
Die 40 Mio/s beziehen sich auf die 'Strahldurchgänge': zwei Pakete treffen sich. Die 800 Mio/s sind die Zahl der tatsächlichen Quark, bzw. Gluonenkollisionen.
Alles klar?