Am 10. September 2008 wird die Welt nicht untergehen. Allerdings soll die Beschleunigerröhre mit dem Protonenstrahl beschickt werden. In dem experimentellen kernphysikalischen Reaktor LHC sollen die Energien im Laufe von mehreren Wochen schrittweise erhöht werden und noch in den folgenden Monaten die bisher an anderen Beschleunigeranlagen erreichten Kollisionsenergien um mehr als das Doppelte übertreffen. Die Ergebnisse können erst zwei Jahre später ausgewertet werden. Außerdem ist das System auf die Filterung von erwarteten Ereignissen hin ausgelegt.

In Anbetracht der zahlreichen offenen wissenschaftlichen Fragen zu möglicherweise globalen Risiken appelieren wir an die verantwortlichen Politiker der 20 Europäischen Betreiberstaaten, sowie an die Europäische Kommission und an das Nobelpreiskomitee, von der Eröffnung bis auf weiteres dringend abzuraten bzw. diese bis auf weiteres zu unterbinden und appelieren insbesondere an CERN, seinerseits bis zur seriösen wissenschaftlichen Klärung dieser Fragen ein Moratorium zu setzen.

Diese 20 CERN-Mitgliedsstaaten sind:

Schweiz, Frankreich, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Griechenland, Großbritannien, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Slowakei, Spanien, Schweden, Tschechische Republik und Ungarn.

Besondere Verantwortung kommt dabei der Schweiz und Frankreich zu, auf deren beider Territorien die Anlage sich befindet und die den LHC auch mit Energie versorgen.

Schreiben Sie eine Mail an Ihre/n Regierungschef/in und bitten Sie ihn/sie, sich für ein Moratorium einzusetzen.

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CERN has launched this August 29, a hasty, just 2-sided and provisional “study” in which two authors refer to a recent and highly disturbing study of a scientist, Dr Rainer Plaga, whose work basically follows the same “semi-classical” approach, as CERN-safety reports do. CERN is reacting to Dr Plaga’s calculations (for the assumption of only one extra dimension), which predicts an explosion of the LHC, that would also directly threaten the city of Geneva. This production of an extremely radiating object, a so-called “semi-stable black hole” would be indestructible and unremoveable, with even short-term catastrophic and irreversible global consequences.
CERN’s short paper tries to find errors in Dr Plaga’s scientific study and apparently intends to ensure the planned opening of the LHC on September 10 will occur without delay and to show it appear as safe.
The two contradicting studies can be found here: Dr Plaga’s paper is found on http://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/0808/0808.1415v1.pdf CERN’s reaction on http://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/0808/0808.4087v1.pdf

The researchers opposed to the LHC are a group inspired around the well-known LHC-critic Prof. Otto Rössler (University of Tübingen) and others who elaborated a complaint to the European Court of Human Rights. A total of 12 plus 1 critical points are given in the suit and it also includes a claim for interim measures to stop the experiment until the scientific clarification of the numerous open questions about global risks. The claim for interim measures was dismissed by the Court while the appeal is being studied in detail now.

The LHC-Kritik-Group has now presented the appeal to the public on its Internet site: www.LHC-concern.info and has met great media interest from all over the world. Markus Goritschnig MA, a spokesman for the group: “Maybe the CERN representatives go right in their response to this new study, but maybe not. The arguments of Dr Plaga surely can not immediately be scientifically analyzed by the authors of the study nor can Dr Plaga immediately react to the counter-arguments. The CERN paper also covers only this actually mentioned black hole risk we additionally raised in our complaint, regardless of the other 12 main sections of arguments from different sources. In this expert dispute with an open end some interdisciplinary and external analyzes would be absolutely necessary to estimate the potential risks in a more objective way.”

An important CERN physicist recently said: “The way to stop all these arguments about whether the LHC is going to destroy the planet, is to get the LHC working.” Source: JR Ellis “The LHC is safe” CERN, Geneva, 2008-08-14 T16: 30:00 http://cdsweb.cern.ch/record/1120625/ quote at the end of the talk in 1:02:30) According to this statement CERN intends to cut off this expert debate through a potentially highly dangerous experiment.

The LHC-Kritik-group now appeals to the sense of responsibility of CERN, in the light of these thin “evidences” built on hypotheses and the ongoing discussion about the security aspect, to set a moratorium by itself to guarantee a serious scientific struggle to solve also the many other outstanding questions about the potential global risks. The critics also appeal to the responsible politicians of the 20 European member-states of CERN and to the Nobel-Price-Committee to recommend or respectively to grant an injunction of the opening on September 10 in that sense.

The now newly published CERN safety-report (September 5) is just the old one we already took into consideration in our complaint. Our argumentation has not seriously been countered.

www.lhc-concern.info

2008-09-08 | achtphasen | 09:12:48 | Email | 4 comments




 

Comment from: Martin Weber [Visitor]
1.Die Forscher wissen nicht genau was passiert. 2.Sie schließen das Entstehen stabiler schwarzer Löcher die in der Erde bleiben nicht aus. 3.In der Natur haben die Teilchen zu wenig Zeit um die Erde in Form Schwarzer Micro-Löcher zu gefährden weil sie hindurch fliegen, im LHC haben sie genug Zeit, sie können in der Erde bleiben. 4.Angesichts dieser Fakten ist es unverantwortlich das Experiment zu machen.
PermalinkPermalink 2008-09-08 | 12:15
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Weber, auch in der kosmischen Höhenstrahlung bei der Erde können Teilchen von entgegengesetzter Richtung aufeinanderprallen, ihre relative Richtung zur Erde neutralisieren und dann per Schwerkraft auf die Erde fallen. - Des weiteren wurden Szenarien an Weissen Zwergen, Neutronensternen sowie Doppelsternsystemen, bei denen eine Komponente ein Neutronenstern ist, überprüft; von solchen Himmelskörpern sind Exemplare mit hohem Alter bekannt. Aus ihrem Alter kann man abschätzen, dass solche am LHC erzeugten Schwarze Loch-artigen Gebilde in 5 Milliarden Jahren - das ist die Zeit, in der unsere sich zu einem Roten Riesen aufblähende Sonne die Erde zerstören wird - MAXIMAL 5 kg Masse von der Erde akkretieren (d.h. "fressen") können. Höchstens 5 kg in 5 Milliarden Jahren reichen aber zum Glück bei weitem nicht aus, um unsere Erde zu zerstören. Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-09-09 | 10:34
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Hallo zusammen, mir ist bei der Argumentation der entgegengesetzten kosmischen Strahlung in der Nähe der Erde leider ein IRRTUM unterlaufen, der auf astronews bereits diskutiert wurde: http://www.astronews.com/forum/showpost.php?p=42792&postcount=1886. Die Argumentation bei diesem astronomischen Argument muss sich also auf die kosmische Strahlung, die mit einem Partikel der Erdatmosphäre kollidiert, beschränken. Die anderen drei astronomischen Argumente sind von diesem Irrtum nicht betroffen. - Ich lege Wert auf die Feststellung, dass hier NICHT ein Fehler in der Sicherheitsanalyse vorliegt, sondern lediglich meine vereinfachende Darstellung des ersten astronomischen Argumentes unzutreffend war. Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-09-09 | 19:34
Comment from: Marianne Sydow [Visitor] · http://www.villa-galactica.de/HuM_Site/Mad Scientists.htm
Hallo Herr Kannenberg, die Entwicklng neuer Beobachtungsmöglichkeiten in der Astronomie ist geradezu atemberaubend, und jedesmal müssen hinterher die vorher in wissenschaftlichen Kreisen als "absolut gesichert" geltenden Daten, Erkenntnisse und Theorien geändert oder sogar komplett verworfen werden - weil einfach ganz neue Daten vorliegen. Wollen Sie unter diesen Umständen tatsächlich behaupten, daß die von der Erde aus zur Zeit gewonnenen "Erkenntnisse" über Weiße Zwerge, Neutronensterne usw "gesicherte" Rückschlüsse auf die Vorgänge im LHC zulassen? Nicht vergessen: im LHC haben wir es im Ernstfall nicht mit einem x-Lichtjahre entfernten Schwarzen Loch zu tun, sondern mit einem (oder gar mehreren), die uns sehr viel näher auf der Pelle sitzen. Und ihr kleiner Irrtum - nun, "ups, hab ich mich halt ein bißchen geirrt, wurde anderswo schon anders diskutiert" - genau das ist der Grund, warum wir um ein BISSCHEN MEHR ZEIT UND GRÜNDLICHKEIT bitten. Nicht mehr und nicht weniger. Und wenn es um unser aller Leben und um den ganzen Planeten geht, ist das doch wohl nicht zuviel verlangt. Denn "ups, kleiner Irrtum" hilft auch IHNEN im Ernstfall keine einzige Sekunde weiter als uns!
PermalinkPermalink 2008-09-20 | 19:09
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