Am 14. Januar 2010 hat ein Cern-Vertreter eingestanden, dass CERN über einen Sicherheitstest verfügt, ihn aber vor der Öffentlichkeit nicht erwähnt: “Differentieller Streuquerschnitt von supraflüssigem und normalflüssigem Helium gegenüber schnellen Neutrinos: ja oder nein?” Wenn nein, ist das gegenwärtig laufende Protonenkollisionsexperiment am CERN sicher, wenn ja, ist es maximal gefährlich. Das Sicherheitsexperiment kann, wie mir am 4. Juli 2008 am CERN mitgeteilt wurde, allein am CERN durchgeführt werden, da nur dort die benötigten großen Mengen von surpraflüssigem Helium verfügbar sind.
Das Experiment erlaubt es, das wichtigste Sicherheitsargument des CERN zu entscheiden: dass Neutronensterne dadurch, dass es sie noch gibt, beweisen würden, dass mini-Schwarze Löcher auch für die Erde ungefährlich sind. Denn wenn die künstlichen ultralangsamen, die man sich am CERN erhofft, gefährlich wären für die Erde, müssten ihre natürlichen ultraschnellen Vettern wenigstens für die ultradichten Neutronensterne gefährlich sein und diese längst ausgelöscht haben, was offenkundig nicht der Fall ist. Hierbei setzt CERN jedoch voraus, dass die Suprafluidität der Quantenmechanik nicht für den Schutz der Neutronensterne verantwortlich ist. Diese unbewiesene Annahme ist durch das genannte Experiment entscheidbar.
CERN widerspricht nicht, dass es gegenwärtig in einem gewissen Sinn Gewalt gegen die ganze Welt anwendet, indem es ihr ein rechtzeitig klärbares Risiko zumutet.
Prof. Otto E. Rössler, Universität Tübingen. Für J.O.R. (17. 4. 2010)
19.04.10 | achtphasen | 19:55:30 |
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[*] Beweislastumkehr wird der Kritik an CERN's äusserst gewagtem Hochfahren der Kollisionsenergien oft als Kritikpunkt vorgeworfen ... es gilt leider nicht nur seitens LHC-Enthusiastenthum sondern auch deutsch-höchstrichterlich das gefährliche Gebot, dass Gefährdung auch durch atomkraftwerks-energie-verbrauchende Kollisionsexperimentiererei nur dann gefährdungsadäquat entgegengehalten werden kann, wenn die Gefahr substantiiert ist.
Das muss wohl so verstanden werden, dass erst dann, wenn alles auf Murmelgrösse (ℜ-Theorem) zusammengeschrumpft ist, von Gefahr gesprochen werden kann ...
und erst dann gegen diese Gefährdung auf Unterlassung der Gefährdung geklagt werden kann.
Das 'precautionary-principle' entspringt offenbar einem Rechtsverständnis, das erst zukünftige Generationen sich erworben haben werden.
Zukünftige Generationen aber wird es nur geben, wenn die Gefährdungen der gegenwärtigen Experimentierereien überstanden sind.
Der wissenschaftliche Weg indes ist ein anderer: Wenn man alternative Thesen hat, so sind diese alternativen Thesen zu beweisen.Überdies ermöglichen die Experimente mit flüssigen Helium eben nicht, über eine mögliche "gravitative" Superfluidizität eine Aussage zu ermöglichen, weil diese ausschliesslich elektrostatischer Natur sind. @ 'Dennis' und 'Ernst'
Durch Anonymität geschützt im Internet herum zu randalieren und aggressiv ad personam diejenigen zu kritisieren, die sich in eigenem Namen engangieren ist Eines, inhaltliche Auseinandersetzung etwas Anderes.
Godwin's Law trifft halt immer wieder zu.
"Mit zunehmender Länge einer Online-Diskussion nähert sich die Wahrscheinlichkeit für einen Vergleich mit Hitler oder den Nazis dem Wert Eins an."
Ein Nazi-Totschlagargument hier zu verwenden und damit indirekt die Verteidigung von CERN oder die Kritik an den CERN-Kritikern mit der Massenpsycholgie des Faschismus zuverbinden, ist wohl das peinlichste, was ich jemals in einer Internetdiskussion erlebt habe.
Dann könnte man auch gleich mit Gewalt drohen und sagen, man sei nicht aggressiv.Professor Rössler hat heute, 24. April, 20h05' MEZ auf meine Bitte unserem Herrn Kannenberg zu seinen mehrfach hier und andernorts gemachten, aber bis dato niemals belegten, Aeusserungen zur Suprafluidizität als rein elektro-statisch aber keinesfalls gravitativ wirksamen Effekt etwas entgegenzuhalten hier geantwortet. Zur leichteren Auffindbarkeit dieser Positionierung Professor Rösslers kopiere ich seine Antwort hier ein....
Kleiner Tipp: Herr Kannenberg spielt auf die Art der Wechselwirkung an, die das superfluide Verhalten ausmacht. Es geht nicht darum, wie das Phänomen theoretisch beschrieben werden kann.Mal davon abgesehen, dass Herr Rössler Blödsinn schreibt, wo sind seine wissenschaftlichen Belege? Hatten sie nicht ein gewisses Qualitätskriterium eingefordert? Und wenn schon keine Paper vorliegen, warum rechnet Herr Rössler nicht mal vor, aus welchem Grund ein gigantischer Haufen von superfluider Materie auf einmal keine gravitative Wirkung mehr entfalten sollte?
...Mit welchen Neutrinos will Herr Rössler denn sein Superfluiditätsexperiment am CERN überhaupt durchführen?Der Eintrag hat 10 auf Moderation wartende Feedbacks...