Nach seismologischen Informationen, basierend auf den Daten des Unites States Geological Survey (USGS), sind in den Jahren 2005, 2006 und 2007 in der Aufzeichnungsfolge seit 1964 n i e gekannte Erdbebenhäufigkeiten der Größe Magnitude 5 und höher festzustellen. Eine Ausdehnung dieser statistischen Analyse zur Bestimmung von signifikanten Unterschieden zu der vorhergehenden Erdbebenhistorie wäre interessant, auch um ggf. ungünstige Veränderungen - evtl. sogar künstlicher Art - im Erdinneren ausschließen zu können.

R.U.
Anzahl der seit 1964 jährlich beobachteten Erdbeben der Magnitude 5.0 und höher, basierend auf den Daten des Unites States Geological Survey (USGS)
Quelle: BGR
http://www.bgr.bund.de/cln_145/nn_1403624/DE/Themen/Seismologie/Seismologie/Erdbebenstatistik/erdbebenstatistik__inhalt.html

2010-03-02 | achtphasen | 01:02:34 | Email | 48 comments




 

Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]
Erhöhte Erdbebentätigkeit - wirklich kein Indiz ?

Die weitere Auswertung der von der o.g. Forschungseinrichtung USGS bekannt gegebenen Erdbebenhäufigkeit zeigt auch für die Jahre 2008 und 2009 an, dass die seit 1964 maximal erhöhte Aktivität des Jahres 2005 ebenfalls erreicht wurde, mithin ein Abflachen der stärkeren Beben der Magn. 5.0 oder höher bis zum 31.12.2009 n i c h t festzustellen ist.
(sh. dazu "Number of Earthquakes Worldwide for 2000 - 2010 " http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/eqarchives/year/eqstats.php)

Inwieweit dies dem Zufall zugeschrieben werden kann, mag eine statistische Analyse, die auch die gesammelten Daten von 1913 - 1963 und zuvor berücksichtigt, aufzeigen.

Bekannt ist, dass durch Eingriffe des Menschen, z.B. im Bergbau, in der Tat Erdbeben ausgelöst werden können, oder dass die Exploration nach Geothermie äusserst schädliche Bodenbewegungen auslösen kann; selbst ein Vulkan - im belegten Fall ein Schlammvulkan auf Java - kann mit verheerenden Folgen durch Erkundungsbohrungen erzeugt werden.

Welche beschleunigenden Auswirkungen der Abbau von Erdöl und Erdgas auf die Druckverhältnisse im Erdinnern hat bzw. dort zu einer bestimmten Unruhe beiträgt, sei hier dahin gestellt.

Eine neue denkbare Form des Einflusses des Menschen auf das Erdinnere stellen ggf. künstlich erzeugte exotische Teilchen dar - evtl. überraschende strangelet-Formierungen oder z.B. nicht auszuschließende sog. Relikts, mikrokleine Schwarze Löcher, deren vorhergesagte Energieumsätze zwischen 0,1 Mikrowatt (Giddings u. Mangano) bis zu den vom Eddington-Gleichgewicht bedingten, riesigen Werten der Geothermie hinreichen (jährliche Energie- / Massenäquivalenz 17000 Tonnen).

Dass exotische Teilchen (strangelets) nicht einfach ausgeschlossen werden können, zeigt eine vorliegende, besonders auffällige Erdbebenbeobachtung, die auf eine mögliche Erddurchquerung eines sehr schnellen, extrem schweren atomar kleinen Teilchens durch die Erde hindeutete.

Wer mit Sicherheit unangenehme Überraschungen ausschließen will, muss dies unter Berücksichtigung a l l e r denkbaren Umstände tun und darf Indizien nicht einfach ausser acht lassen, d.h. sie völlig unbewertet lassen oder ignorieren, z.B. ungeklärte Energieverhältnisse im Innern bestimmter Planeten.

In eine qualifizierte Sicherheitsanalyse gehört jedenfalls die Diskussion solcher Ungewissheiten mit hinein. Wer sie ausklammert, macht methodisch einen Fehler.

Dass im Falle des LHC unbekannte, exotische Teilchen nur erwartet werden können, wenn sehr, sehr viele Kollisionsereignisse erzeugt werden, demonstriert die Konzeption des LHC-Kollisionsexperimentes - hier muß der weltweit größte Datenstrom ausgewertet werden, obschon nur ein winzigster Bruchteil der erzeugten Kollisionen in die Auswertung einbezogen wird.

Im Falle der Superbeschleuniger TEVATRON oder RHIC wurden bereits nicht prognostizierte Kollisionsresultate erzielt; wurden unbemerkt unbekannte Kollisionsprodukte freigesetzt ?

Wieviel Überraschungsmoment ist zulässig, wenn bestimmte Ungewissheiten mit Gefahren verbunden sein könnten und um wieviel sinnvoller wäre es, stattdessen die Theoretische Physik zu forcieren, um die bestehende Theorie gemäß den bereits vorliegenden Messwerten (im Rahmen der Messgenauigkeit bislang noch nicht wiedergegebenen Beobachtungsresultaten) erst einmal fortzuschreiben, ehe man sich und andere in "uncharted waters" manövriert ?

Mancher Seefahrer wurde Opfer einer unerwarteten Untiefe, dann traf es nur einen begrenzten Personenkreis; jetzt könnte ein Schaden denkbarerweise allumfassend sein.

Wie der US-Rechtsprofessor Johnson ausführte, sind die betroffenen Werte durchaus mit dem Wert "unendlich" einschätzbar - da darf ein mitbetroffener, mitfinanzierender Bürger erwarten, dass erkennbare Auslassungen nicht bestimmendes Merkmal von Sicherheitsanalysen werden.

Das Ausserachtlassen von bestimmten Ungewissheiten ist n i c h t vereinbar mit strenger wissenschaftlicher Methodik.

R.U.

-------------------------------------
ANHANG- ein Konsens zu a) und b) ist hier leider unbekannt:

a) Ein kritischer Forscher schrieb (wiederholterweise am 9.8.2009):
"The power of 5.2 × 10^16 W is 1300 times larger than the total geothermal power emitted by Earth[1], and only 3 times less than the total power Earth receives from the sun. The radiated power exceeds the total seismic power if the Earth by an estimated factor of many millions[15]. 17000 metric tons of ambient matter would be converted to radiation each year."

b) CERN-beteiligte Forscher schrieben (29.8.2008) :
"However, using these parameters one readily finds from the formula (1) a negligible power output of size ...0,1 Micro Watt, (3) differing by a factor of 10^23 from the claim of [1]." (Anmerkung: mit [1] ist a) gemeint - zu dem Fachpapier CERN-PH-TH/2008-184 ist keine neuere Version bekannt.)

These:
Selbst wenn der kritische Forscher sich um den Faktor 1000 zuviel vertan hätte, wäre immer noch das Ergebnis als katastrophal - im Falle eines einzigen kritischen Teilchens - anzusehen, hinzu käme noch die Gesamtzahl der erzeugten kritischen Teilchen.
(Immerhin ist um Zig-Zehnerpotenzen die Lebensdauer von Mikrokleinen Schwarzen Löchern unterschiedlich kalkuliert worden - von absolut seriöser, wissenschaftlicher Seite!)

Steht die von CERN vermittelte Sicherheit doch nicht auf ausreichend starkem Eis ?
PermalinkPermalink 2010-03-02 | 17:47
Comment from: N.Tottoli [Visitor]
Liebe Leute

Das habe ich mich im Stillen auch schon gefragt.
Dass aber effektiv eine markante Steigerung besteht, wusste ich nicht - und das diese ausgerechnet in die Zeit der Hochenergiekollisionen an grossen Beschleunigern fallen, kann einem Angst machen. Auf die Idee, dass man es nachschauen könnte, kam ich nicht - bravo ! Vielleicht müsste man mal alle Indizien zusammenzählen.
Sorry, aber manchmal macht mich diese Sorglosigkeit der CERN-Befürworter wütend.
Brauchen wir denn UNBEDINGT diese Teilchenbeschleuniger ??!

Trotzdem freundliche Grüsse an alle Beteiligten,

N.Tottoli
PermalinkPermalink 2010-03-02 | 17:55
Comment from: achtphasen [Member] Email
Hier noch die URIs der von R.U. erwähnten Dokumente:

Zu Aussage a):
"The power of 5.2 × 10^16 W is 1300 times larger than the total geothermal power emitted by Earth[1], and only 3 times less than the total power Earth receives from the sun. The radiated power exceeds the total seismic power if the Earth by an estimated factor of many millions[15]. 17000 metric tons of ambient matter would beconverted to radiation each year."
http://arxiv.org/abs/0808.1415



Zu Aussage b):
"However, using these parameters one readily finds from the formula (1) a negligible power output of size ...0,1 Micro Watt, (3) differing by a factor of 10^23 from the claim of [1]."
http://arxiv.org/abs/0808.4087


und ganz allgemein zum Phänomen, dass Seismologe äusserst erstaunt darüber sind, dass die Heftigkeit des Bebens an Chile's 600 * 100 km^2 grossem 'Küstenstreifen' 10 mal stärker als an dieser Region erwartet gewesen ist:
http://www.scinexx.de/inc/artikel_drucken.php?id=11304&a_flag=1
PermalinkPermalink 2010-03-02 | 18:39
Comment from: N.Tottoli [Visitor] · http://twitter.com/Safety4Earth
Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, in der Praxis herauszufinden, ob Schwarze Mini-Löcher stabil sind und ob es Hawking Strahlung geben kann ? Allerdings müsste man dann noch die mögliche Akkretionsrate (ohne faule Tricks) berechnen und ausserdem noch alle anderen möglichen gefährlichen exotischen Partikel. Aber wie soll das gehen, wenn CERN "neue Physik" sucht ?
Auf jeden Fall wäre eine langsame Steigerung der Kollisionsenergie weniger gefährlich, als eine stufenweise Steigerung, was nicht heisst, dass eine stufenweise Steigerung unbedingt ungefährlich sein muss.
http://www.stopcern.com/blog1.php/2010/02/28/title-6
PermalinkPermalink 2010-03-02 | 18:46
Comment from: achtphasen [Member] Email
hallo Niccolò Tottoli, es geht bei obenstehenden Erwägungen und den verlinkten Dokumenten nicht um stabilverbleibende Schwarze Löcher die ¿eventualiter durch Rotverschiebung? zu detektieren wären ... sondern um Relikte hawkingszerstrahlter oder permanent am Eddington-Limit strahlende meta-stabile Schwarze Löcher.

Jedoch ist auch Erwägung solcher 'exotischer'-Teilchen als mögliche Ursache für verstärkte seismische Aktivitäten selbstverständlich nur mit äusserster Vorsicht zu behaupten.

In Ihrem letzten Satz hat sich ein logischer Fehler eingeschlichen - aber grunsätzlich gebe ich Ihnen natürlich schon Recht: Vorsicht wäre jedenfalls angesagt: beispielweise sollten die Daten des RHIC im Hinblick auf 'verloren' gegangene Energien ganz gründlich ausgewertet werden - es könnte sich da nämlich nicht 'nur' um 'Gravitonen' handelnd, die ganz harmlos in Paralleluniversen entschwunden sind, wie Professor Cox so schön am Ende des letzthin besprochenen Filmes erläutert.
http://www.veoh.com/browse/videos/category/educational/watch/v6274494yqrCxMKt#http%3A%2F%2Fwww.veoh.com%2Fsearch%2Fvideos%2Fq%2Fpublisher%3AYuiopDocus2

PermalinkPermalink 2010-03-02 | 19:56
Comment from: N.Tottoli [Visitor]
Hallo Marc Fasnacht, stimmt - eine langsame Steigerung der Kollisionsenergie wäre NUR VIELLEICHT weniger gefährlich, danke. Natürlich müssen höhere Energien am LHC unbedingt verhindert werden, aber was tun, wenn CERN nicht hören will ?
Vielleich könnte die eventuell messbare Rotverschiebung bei Teilchenkollisionen kurz bevor die Energie ausreicht, um Mini-Schwarze Löcher zu produzieren, Hinweise darauf geben, ob Mini-Schwarze Löcher stabil sind und ob Hawking Strahlung überhaupt möglich ist, wenn ich mich nicht täusche. Denn Rotverschiebung bedeutet energieärmer werden.
Wenn nämlich die Rotverschiebung beim Horizont von Mini-Schwarzen Löchern so fest ins Gewicht fällt, dass vom Horizont keine Energie mehr weit ausserhalb (bei uns) ankommt, dann sollte es auch keine Hawking Strahlung geben.
Allerdings würde das vielleicht auf etwas Ähnliches heraus kommen und Mini-SLs könnten trotzdem als strahlende "Relikte" angesehen werden.
Und zwar wenn das Mini-SL mit Materie in Kontakt kommt und durch die extreme Gravitation beim Horizont Atome auseinander gerissen würden und zerstrahlten. Wer weiss, wieviel dann aussen ankommt und wieviel akkretiert wird ? Aber Prof. Cox weiss da bestimmt mehr:
http://lhc-concern.info/wp-content/uploads/2009/10
Es ist gewiss kein leichtes Thema und ich finde die Argumente oben an mir hoch interessant.
Herzlichen Dank und freundliche Grüsse,

N.Tottoli
PermalinkPermalink 2010-03-02 | 21:12
Comment from: achtphasen [Member] Email
Lieber Herr Tottoli, wir weichen hier sehr vom Thema ab, aber sei's drum:
Ein MikroSchwarzLoch, das am LHC erzeugt werden könnte, wenn gewisse Parameter (extragravitative Wirksamkeit wegen extradimensionaler Topologien oder andere als unkonventionell ('strange') erachtete Theorien zutreffend sein solten, ist jedenfalls sehr sehr klein.

Ein Bild kann man sich von der Kleinheit solcher Schwarzer Löcher machen, wenn man sich die Dimensionen der Erde vergegenwärtigt (allein die wirklichen Ausmasse der Erde sich vorzustellen ist ja kein leichtes Unterfangen) und dann akzeptiert, dass die Energie/Masse der Erde, so sie in ein Schwarzes Loch kollabiert ist, in der räumlichen Winzigkeit eines grossen Kischenkernes konzentriert wäre ...

die Masse/Energie eines Mikroschwarzloches besteht ja 'nur' aus den Ruhe-Massen zweier Quarks adiert zu deren Massezuwachs aufgrund ihrer relativistischen Geschwindigkeit (bewegte Massen sind schwerer als ruhende) - bis dato habe ich immer nur gelesen, solch ein MikroSchwarzLoch wäre eben ca. 1 TeV 'schwer'.

Jedenfalls ist solch ein Mikro-Loch aus unserer Raumzeit aus betrachtet (beinahe) unendlich klein. Wie gross solch ein MikroSchwarzLoch aus den extradimensionalen Topologien betrachtet sein könnte, das kann eben niemand mit Gewissheit abschätzen - diese offene Frage aber spielt zur Berechnung von Akkretionsfristen eine entscheidende Rolle, obschon sich G&M dieser Frage nicht angenommen haben. (Dies ist nun aber noch ein weiteres Nebenthema, auf das andernorts zurückgekommen wird.)

Diese (vermeintliche) Kleinheit wiegt die LHC-Enthusiasten ja so in Sicherheit, dass aus diesen Mikro-Raumzeit-Limites (von denen am LHC eben eines pro Sekunde entstehen wird, wenn denn solche Entstehung möglich sein soll) ganz gewiss keinerlei Schaden entstehen könne - eine (Schein-)Gewissheit, die dazu verleitet sich über Besorgnis lustig zu machen.

Ich möchte keineswegs in die gleiche Kerbe hauen und mich hier lustig machen - aber ich kann dennoch schlicht nicht erkennen, wie Sie mittels einer ¿Rotverschiebung? ein Mikro-Schwarz-Loch gerade vor der Entstehung noch rechtzeitig detektieren wollen?

Wenn solche Mikro-RaumZeit-Limites entstehen werden, und auch keine Hawkingszertrahlung für deren Detektierbarkeit sorgen wird, dann wird man diese Dinger (vorerst zumindest) nur über fehlende Energie detektieren können - ebenso wie in obverlinktem Film mit Pop-Professor Cox, der da vielleicht irrtümlicherweise auf in Paralleluniversen entschwundene 'Gravitonen' schliesst.

Wenn diese MikroSchwarzLöcher aber tatsächlich innert Femto-Sekunden per Hawkingsstrahlung zerstrahlen sollten, so wären sie auch über diese Strahlung zumindest teilweise detektierbar. Hier setzt beispielsweise CERN-Professor Stöckers (Privat-)Patent zur Nutzung der Relikte solcher hawkingszerstrahler MiniSchwarzLöcher an.
( http://www.wipo.int/pctdb/en/wo.jsp?WO=2007093434 )

Wenn diese am LHC in Massen erzeugt werdenden MikroSchwarzLöcher aber entsprechend Herrn Plagas Berechnungen permanent am Eddington-Limit Materie in Strahlung verwandeln sollten (Herrn Dr. Plaga's Berechnungen sind mitnichten widerlegt, obschon CERN belegbarerweise irreführenderweise seit dem LSAG-08 solches behauptet), dann greift weder Herrn Stöckers mir frivol anmutendes Patent zu Energiegewinnung mittels eingesammelter und 'in magnetische Flaschen' abfüllbarer Relikte; noch lässt sich irgendwelche Rotverschiebung des Lichtes detektieren - was dann eventualiter 'beobachtet' werden kann, ist ziemlich rabiate Transformation von Materie in Strahlung.

Ich setze meine laienhafte - aber darum vielleicht auch laienverständliche - Antwort später fort. Beste Grüsse!
PermalinkPermalink 2010-03-02 | 21:59
Comment from: N.Tottoli [Visitor]
Lieber Marc Fasnacht

Dass ich Folgendes nicht gemeint habe, ist wichtig, denn ich spreche einen Weg an, der VIELLEICHT Leben retten könnte:

Sie sagen:
"Ich möchte keineswegs in die gleiche Kerbe hauen und mich hier lustig machen - aber ich kann dennoch schlicht nicht erkennen, wie Sie mittels einer ¿Rotverschiebung? ein Mikro-Schwarz-Loch gerade vor der Entstehung noch rechtzeitig detektieren wollen ?"

Ich meine eben NICHT, dass man ein Mini-Sl kurz vor seiner Entstehung detektieren könne ! (Dann wäre es zu spät !)
Ich meine, dass die Rotverschiebung sich bereits bei niedrigeren Beschleunigungs- oder Kollisionsenergien bemerkbar machen würde/könnte, als den Energien, bei denen Mini-SLs entstehen können.

Das könnte dann hochgerechnet werden, um herauszufinden wann sie entgültig (bei noch höheren Energien) entstehen und ob sie stabil und darum gefährlich sein können.

Bei niedrigeren Energien würde noch kein Mini entstehen, aber die Rotverschiebung zu einem Gewissen Grad schon - nur ob es fur CERN messbar ist, weiss ich nicht.

In allem Anderen gehe ich natürlich d`accord.

Freundlichen Gruss,

N.Tottoli
PermalinkPermalink 2010-03-02 | 23:12
Comment from: N.Tottoli [Visitor]
edit:

Diese Rotverschiebung bei weniger hochen Energien als Mini-SLs entstehen, würde sich nur kurzzeitig, ggf. am Anfang oder kurz nach dem Anfang einer einzelnen Kollision bemerkbar machen.
Eben im Spektrum, wenn es wieder zerstrahlt.

Sobald die Energie am LHC aber genug hoch ist, das Minis (endgültig) entstehen, könnte man kein Spektrum mehr wahrnehmen, weil dann die Rotverschiebung zu extrem wäre.

Dann könnte man das Mini-SL eben höchstens noch durch "Massenverluste" feststellen - falls man das so präzise überhaupt alles messen kann, was ich nicht weiss...
PermalinkPermalink 2010-03-02 | 23:23
Comment from: N.Tottoli [Visitor]
Privat-Patent "Relikt Reaktor" von CERN-Professor: Da sieht man (wieder) mal, was für blauäugige Leute dort (zum Teil) sind.
Ob wir mit einem blauen Auge davon kommen...?

Herzlichen Gruss, N.Tottoli
PermalinkPermalink 2010-03-03 | 00:25
Comment from: achtphasen [Member] Email
Hier: http://indico.cern.ch/conferenceOtherViews.py?view=standard&confId=67839 wird glasklar worum es geht:

Im Jahr 2012 soll der LHC für einiges Geld nachgerüstet werden - weil bis dato aber nur ganz wenig über bereits am Tevatron erreichte Energien herusgehend 'Weltrekord' gefahren wurde ...

- dies jedoch mit dem Kern-Physiker offenbar perplexierendem Resultat einer weitaus höheren Zunahme an 'Kaonen' (Mesonen) als erwartet: http://web.mit.edu/newsoffice/2010/lhc-results-0205.html

Jedenfalls mussten perplexierte CERN-Physiker kern-physikalische Erwartungen ziemlich aufwändig korrigieren:

The measured yield in data was corrected, based on MC simulation and comparisons with data, for geometrical acceptance (2% correction for pT > 200 MeV/c), efficiency of the recon- struction algorithm (5-10% for pT > 300 MeV/c), fake and duplicate tracks (<1% each). The contamination of less than 2% from decay products of long-lived hadrons, photon conversions and inelastic hadronic interactions with the detector material was also subtracted. To obtain the d Nch /dη result from the pT spectrum, an extrapolation to pT = 0 was necessary, resulting in an increase of 5% in the estimated number of charged hadrons.



Transverse momentum and pseudorapidity distributions of charged hadrons in pp collisions at s = 0.9 and 2.36 TeV
Measurements of inclusive charged-hadron transverse-momentum and pseudorapidity distributions are presented for proton-proton collisions at sqrt(s) = 0.9 and 2.36 TeV. The data were collected with the CMS detector during the LHC commissioning in December 2009. […]

arXiv:1002.0621; CMS-QCD-09-010; CERN-PH-EP-2010-003.- Geneva : CERN, 2010 - 33 p.
http://cdsweb.cern.ch/record/1237408/files/stamped-QCD-09-010.pdf


Es ist unklar, ob die detektierten "Mesonen" nun Mesonen sind oder Baryonen oder eben Di-Baryonen. Aber es ist erwiesen, dass Baryonen stabil sind http://www2.slac.stanford.edu/vvc/theory/hadrons.html .

Besorgnis ist, dass es gar kein Higgs-Boson gibt, weil die gravitative Wirksamkeit bereits in den Quarks gegeben ist. Besonders den schweren Quarks.

Besorgnis ist, dass da am LHC fröhlich "Mesonen" als nicht interessierendes Nebenprodukt erzeugt werden, diese aber nicht wirklich unstabile Mesonen sind sondern eben 'strange' Rekombinationen aus der angerichteten QGP-Suppe - die (meta)-stabil verbleibend sich im Erdkern anreichern werden.

Und solche Anreicherung mit 'exotischen Teilchen' gab es auf der Erde (und in der Sonne) eben seit 4'500'000'000 Jahren nicht. RHIC war da der erste Beschleuniger der als Erdkernverunreiniger aktiv geworden ist und der LHC wird die Erdkernanreicherung nun in grossem Masse fortsetzen.

Es ist die Ignoranz des TUNS was eben gerade machbar ist, die hier erschreckt.

http://www.relativ-kritisch.net/forum/viewtopic.php?p=41468#41468


... müssen aufgrund von CERNs Abhängigkeit von weiteren Sponsoren Milliarden nun schleunigst in diesen Jahren 2010 und 2011 'Resultate'
----> sprich wirklich erhöhte Energien <----
erreicht werden.


Selbst wenn es irgendmöglich sein sollte da per 'Rotverschiebung' irgendetwas zu detektieren, dass eine Vorstufe eines Mikro-Schwarz-Loches sein könnte - würde das nicht getan, weil man sich am CERN entsprechend eigenem Weltbild eben 100% sicher ist, dass da ausser Elektron, Proton und Neutron in gebundenem Zustand keine weiteren stabil verbleibenden Teilchen sein können.

Am CERN wird trotz aller nachgeschobenen öffentlichkeitsberuhigenden Evaluationen von ganz sicher Milliarden Jahre andauernden Akkretionsfristen hypothetischerweise stabilverbleibender Mikro-Schwarz-Löcher ganz eindeutig noch immer an die immediate Zerstrahlung quantenkleiner Mikro-Schwarz-Löcher geglaubt.

Aber wie bereits mehrfach geschrieben, sehe ich auch technisch nicht, wie denn 'Rotverschiebungen' gewirkt durch quantenkleine 'exotische Teilchen' detektiert werden könnten, selbst wenn dies versucht würde. Der Fall-out an 'exotischen Teilchen' steht da nicht einfach in der Detektorkammer und somit kann dort auch nicht einfach dessen 'rotverschiebende' Wirkung auf Licht beobachtet werden.
!!!


--------------------------------------------------------------

@Mac Mag: Ich lade Sie herzlich dazu ein Ihren Kommentar betreffs erstaunlich hoher Kaonen-Anzahl (den ich entsprechend des drögen galileomitNo. manipularorisch-zensierend zum Verschwinden gebracht haben solle), hier oder in einem anderen diese Resultate betreffend veröffentlichten Blog-eintrag wieder einzubringen! Sehr gerne möchte ich mit Ihnen mögliche Bedeutungen dieses doch auch Sie erstaunenden Resultat besprechen - zumal diese 'Kaonen'-Zunahme entsprechend Wagner/Sancho ein starkes Indiz für reale Strangelet-Gefahr ist.

Ihren Kommentar habe ich keineswegs 'manipultorisch gelöscht, sondern weil Ihr Kommentar durch die vollständige Korrektur des allzu spontanen Original-Blog-Eintrages schlicht sinnentstellt wurde. Es geht auf meiner web-Seite nicht um mögliche Verbindungen zwischen kernphysikalischer Forschung und Waffenindustrien, sondern um (nicht nur meinerseits) befürchtete Nichtausschliessbarkeit katastrophischer Ereignisse, deren Indikatoren gegebenfalls unbedacht
- oder (vielleicht irrtümlicherweise) als irrational (miss-)interpretiert -
nicht weiter beachtet werden.

Mein Anliegen ist: dass die Resultate der Kollisionsexperimente am RHIC genau analysiert werden, bevor der LHC gestartet wird.

Die Eile am CERN nun schnell schnell Resultate vorweisen zu können halte ich für brand-gefährlich, solange nicht wirklich klar ist, ob am RHIC detektierte 'verlorene Energien' nun tatsächlich 'Gravitonen die in Parallel-Universen entschwunden sind' entspricht, oder nicht doch stabil-verbleibenden Strangelets oder Mikro-Schwarz-Löchern.

Marc Fasnacht
PermalinkPermalink 2010-03-03 | 09:37
Comment from: N.Tottoli [Visitor]
Sehr richtig - finde ich auch. Aber Was tun ? Analysieren ? Am besten selbst ?

Also:
Ich muss nachschauen, ab welcher Energie dieser Massedefekt auftritt und wie gross er ist:

Mal Strangelets (nur erst mal) aussen vor gelassen, könnte man dann mittels Analyse des Spektrums, Rotverschiebung, usw. evtl. herausfinden, ob es eben Mini-SL sein müssen oder etwas anderes.

Vielen Dank,

N. Tottoli
PermalinkPermalink 2010-03-03 | 11:24
Comment from: achtphasen [Member] Email
Nein, Herr Tottoli, man kann eventualiter erzeugte stabilverbleibende MiniSLs m.E. eben nicht per rotverschiebende Effekte auf Licht beobachten, weil auch diese 'exotischen Teilchen' - wenn sie denn erzeugt werden können - mit grosser (aber eben nicht relativistischer (nahe bei c)) Geschwindigkeit aus den Detektoren entschwinden; genau so wie alle anderen eventualiter stabilverbleibenden Teilchen, die mit nicht ausreichender Geschwindigkeit um die Erdgravitation zu überwinden, dennoch innert kürzester Zeit aus den Detektoren verschwunden sind und ihre Reise durch die Erd-materie antreten um sich dereinst im Inneren der Erde zu konzentrieren.

Falls natürlich zutreffend sein sollte, dass ausser den uns gerade bekannten Teilchen wie Elektron, Proton und Neutron tatsächlich keinerlei sonstige Kollisionsprodukte stabil sein sollten, auch keine (Di-)Baryonen die, wie ich eben neulich gelernt habe, durchaus aus Strange-Quarks bestehen könnten, und auch keinerlei stabilverbleibende Mikro-Schwarzlöcher, dann könnten noch immer Relikte hawkingszerstrahler MiniSchwarzLöcher durch die Weiten der Erdmaterie trudeln und sich nach derzeit wohl nicht berechenbarer Zeitdauer im Erdkern ansammeln.

Auf dem Weg durch die Erdmaterie - und besonders in einiger Konzentration im Erdkern - könnten diese ultrakleinen und also ach so harmlosen Relikte hawkings-zerstrahlter MiniRaumZeitLimites dann entsprechend obgenanntem Patent Materie in Strahlung transformieren.

Dieses Risiko kann CERN nur leugnen, wenn es darauf beharren will, dass MikrokleineSchwarzeLöcher aus natürlich kosmischer Strahlung auf Himmelskörper geladen wären - elektromagnetische Ladung zu behaupten, das hat CERN sich im LSAG aber wohl wohlweislich nicht erlaubt.

Elektro-magnetisch neutrale Relikte hawkingszerstrahlter MiniSchwarzLöcher, die sich im Erdkern anreichern, sind somit als physik-mainstream-konformes Sicherheitsrisiko der Kollisionsexperimente mit gegenläufig beschleunigten Hadronen (head-on-Kollisionen) nicht anders kleinzurechnen, als dass dieser 'exotischen-Teilchen' Transformationsvermögen von Materie in Strahlung ein berechenbar geringes wäre und also weder die Erwärmung der Erde noch der Materieverlust von jeglicher Bedeutung sei.

Ich möchte Sie bitten hier von weiterer Erörterung Ihrer Idee der Rotverschiebung des Lichtes zur Detektion möglicher Schwarz-Loch-Genesen am LHC zu verzichten, zumindest solange wie Sie nicht begründen können, wie denn solche quantenkleinen 'Teilchen' optisch detektierbare Effekte hervorrufen könnten.

Zudem ist CERN ja eben explizit interessiert an interessanten 'exotischen Teilchen'!

Weil da per LSAG-08 klar kanonisiert worden ist, dass von cern'schen Kollisionsprodukten keinerlei Gefahr drohen kann, wird sicherlich auch dann keinerlei optische Rotverschiebungsdetektorinstrumentation nachgerüstet werden, auch dann, wenn dieses - von Ihnen erdachte - Dtektionsverfahren überhaupt praktikabel wäre.

Das CERN, nämlich, hat offenbar grosse Eile seinen Weltrekord zu überbieten. Wäre CERN daran interessiert ganz sicher auf der sicheren Seite der Wahrheit zu sein, dann müssten vor Erreichen höherer Energien alle detektierten Energieverluste am RHIC ausgewertet werden - und dort eventualiter bereits erfolgte Produktion stabilverbleibender und nur per Energieverlust detektierbarer Teilchen jeglicher Art ausgeschlossen werden.

CERN aber ist gewillt nun die Maschine auf 2*3,5TeV hochzufahren - ungeachtet dessen dass da immer mehr qualifizierte Warnungen publik werden. Ihr Vorschlag, in Ehren, ist zwar sicher gut gemeint, aber in meinen Augen weder technisch umsetzbar (qualifiziert) oder vom Experimentator irgendwie intendiert.

Das CERN muss seinen vollmundigen Versprechungen (die erst seit 2008 ein wenig zurückhaltender erhoben worden sind), wegen seiner Stellung als zwar juristisch immuner aber subventionsabhängiger Institution, nun ganz unbedingt Resultate nachliefern. Die für 2012 geplanten Umrüstungen sind sehr kostspielig.

Die einzig noch erkennbare Chance ist ein hofentlich harmloser Unfall wie im September 2008 - dann könnte die öffentliche Meinung endlich doch noch hin zur Ratio kippen. Einer Ratio, die zwingend vorschreibt, dass der Mensch seinen unersätzlichen Heimatplaneten als Lebensgrundlage nicht riskieren darf.

Und dass niemals ausschliesslich auf Berechnungen; und sicherlich nicht ausschliesslich auf Berechnungen von Betriebsangehörigen vertraut werden darf.
PermalinkPermalink 2010-03-03 | 12:15
Comment from: N. Tottoli [Visitor]
Lieber Herr Fasnacht

Sie sagen: "Ich möchte Sie bitten hier von weiterer Erörterung Ihrer Idee der Rotverschiebung des Lichtes zur Detektion möglicher Schwarz-Loch-Genesen am LHC zu verzichten, zumindest solange wie Sie nicht begründen können, wie denn solche quantenkleinen 'Teilchen' optisch detektierbare Effekte hervorrufen könnten."

Ja, ich werde mich (hier) nicht mehr weiter einmischen, jedoch habe ich das Gefühl ganz beträchtlich missverstanden zu werden.

=> Ich meine EBEN NICHT, dass man Mini-SLs durch die Rotverschiebung detektieren könnte !!
=> Ich rede von "Voraussehen" und "Hochrechnen" bei niedrigeren (Beschleunigungs-)Energien.

Beispiel (Die folgend genannten Energien könnten auch niedriger sein):

- Angenommen bei (insgesamt) 13TeV entstehen Mini-Löcher.
- Angenommen bei 12TeV entstehen noch gar keine Mini-Löcher.
- Wenn also bei 12TeV zwei Quarks frontal kollidieren, würde also kein Mini-SL entstehen, aber man könnte vielleicht am Anfang des Strahlungsspektrums (Bremsstrahlung oder weiss ich was - ich bin Laie) eine Rotverschiebung messen, die nach einer sehr kurzen Zeit wieder vorbei wäre.

Der "rote" Teil am Anfang der Zerstrahlung wäre dann länger und rotverschoben. Danach würde es immer heisser, wie gehabt und die Farbe würde über gelb bis weiss gehen, beim Steigen der Temperatur.

Wenn das bei verschiedenen Beschleunigungsenergien am LHC, bei denen NOCH KEINE Minis entstehen, gemessen würde, hätte man verschieden stark auftretende Rotverschiebungen, resp. verschiedene Anhaltspunkte, um hochzurechnen, bei welcher Beschleunigungsenergie Mini-Sls endgültig entstehen und ob sie stabil sind und ob (ggf. auf Grund der extremen Rotverschiebung) Hawking Strahlung überhaupt noch auftreten kann, resp. "aussen" Energie ankommen kann oder nicht.

So, das wär`s.

Es wäre echt schön, wenn sich andere Leute (die uns beide verstehen) hier melden würden und sagen, ob ich Blödsinn erzähle oder ob diese Idee Leben retten könnte. Ich bin nämlich SEHR kritikbereit...!

Vielen Dank und freundliche Grüsse,

N.Tottoli

(p.s.: Ich bin vorläufig raus, bis sich jemand meldet aber ich bitte dringlich auch zu überlegen, wie man helfen kann, wenn CERN einfach weiter stufenweise steigert, statt kontinuierlich langsam oder wartet).
PermalinkPermalink 2010-03-03 | 15:55
Comment from: N.Tottoli [Visitor]
Neuigkeiten !

Gerade eben hat mir Prof. Landua zusammen mit Generaldirektor Heuer, vom CERN sehr freundlich eine Antwort geschickt.

Zuerst wurde wie immer der LSAG-Report und die immer noch bestehenden Himmelskörper genannt, die eine Ungefährlichkeit (von was auch immer) bezeugen sollen.

Aber der letzte Abschnitt war sehr aussagekräftig:

Prof. Landua schrieb am 03.03.2010: "Die von Ihnen vorgeschlagene ‘gravitative Rotverschiebung’ in Teilchenkollisionen ist nicht beobachtbar, da in jeder Kollision (aufgrund der Substruktur des Protons) eine unterschiedliche Energiedichte entsteht und somit kein Vergleich mit einem ‘Referenz’-Schwarzkörperspektrum möglich ist. Bei einer Emissionszeit von ca. 10^-26 sec ist es auch nicht möglich, die Zeitdauer dieser Strahlung direkt zu messen."

Wenn das also stimmt, kann man meine tolle Idee vergessen. Was tun ?

Jetzt bin ich endgültig (vorerst mal) weg.

Mit freundlichen Grüssen,

N.Tottoli
PermalinkPermalink 2010-03-03 | 16:41
Comment from: achtphasen [Member] Email
Lieber Herr Tottoli, nun ja, wenn die Herren Landua und Heuer das gleiche sagen wie ich, selbstverständlich wissenschaftlich korrekter formuliert, dann können wir uns ja erneut alle freuen.

Ich gebe Ihnen in Ihrer Absicht selbstverständlich vollumfänglich recht: Es sollte 'Neue Physik' vorsichtig anzertrümmert werden.

Ich möchte mich auch entschuldigen, zuvor ungehalten gewesen zu sein, dieser Blogeintrag behandelt jedoch statistische Ausreisser seismischer Aktivitäten seit 2004 bis 2009 (auf obenstehender Grafik noch nicht eingetragen).

Ihre Auseinandersetzung mit der Thematik Restrisiken LHC ist beeindrucken: innert kurzer Zeit haben sie sich da schon einiges an Ueberblick verschafft, jedoch: wir sind beide Laien und wir beide haben den gleichen Bekannten.

So fokussiert sich die Thematik auf denjenigen Aspekt der Gesamtproblematik Restrisiken LHC, der bestenfalls vermeintlich der wahrscheinlichste ist: nichthawkingszerstahlende Schwarze Löcher.

Jedoch habe ich oben absichtlich für Sie (und selbstverständlich auch andere interessierte der 'stillen' Leser) ein paar weitere Schwarz-Loch-Risiken zusammengetragen, diese haben allesamt mehr Eintretenswahrscheinlichkeit als Risiken durch unendlich verzögerte Hawkings-Strahlung und vorallem haben diese Szenarien mehr mit der Thematik dieses spezifischen Blogeintrages zu tun.

Sie wollten auch Strangelets als eventualiter Verursacher seismischer Phänomene mal aussen vor lassen - diese aber könnten sehr wohl am RHIC erzeugt worden sein und sich eben unbemerkt ('until now no incidents') aus dem Fokus der dortigen Experimentatoren verabschiedet haben.

Selbstverständlich ist das eine gewagte These und ich erwarte bereits jetzt den Spott der WatchLogger - jedoch muss das angesichts eines festentschlossenen Experimentators ja mal in Klartext ausgesprochen werden.

Es geht mir, lieber Herr Tottoli, mitnichten darum Ihnen zu widersprechen, dass da Vorsicht bei den Kollisionsexperimenten eigentlich schlicht eine (mit-)menschliche Selbstverständlichkeit wäre - es geht mir nur darum, dass nicht länger beinahe jeder der LHC-betreffenden Blog-Einträge auf dieser Website letztlich auf das eine prominente der vielen relevanten Risikoszenarien verweisen sollte.

Wenn ich mal Zeit finde, dann werde ich aus einer der letzten Einstellungen dieses populärwissenschaftlichen Filmes: http://www.veoh.com/browse/videos/category/educational/watch/v6274494yqrCxMKt#http%3A%2F%2Fwww.veoh.com%2Fsearch%2Fvideos%2Fq%2Fpublisher%3AYuiopDocus2
mit Professor Brian Cox als Superstar Pop-Physik einen Screenshot erstellen - es wird dort am Ende einer Reise durch Amerika sehr schon gezeigt, wie aus Detektorbilder geschlossen werden kann, dass Energie fehlt ... nur - die Zutreffenswahrscheinlichkeit der Cox'schen Behauptung, die fehlende Energie wäre ein Indiz auf 'Gravitonen, die in Parallel-Universen entschwunden sind', ist - so eindeutig - eben ganz und gar nicht gegeben.

Es ist letzlich nur ein Nachweis, dass Energie fehlt.

Ob sich diese Energie nun als Graviton in Parallel-Universen verflüchtigt hat, oder als Di-Barion'sche Rekombinationen eines flüssigkeits-artigem Quark-Gluon-Plasmas (aka Sreangelet) ins Erdinnere, oder ob sich doch bereits am RHIC mikrokleine Schwarze Löcher gebildet haben (könnten), das wäre seitens CERN vor Aufnahme der Experimente eben äusserst dringlich abzuklären.

CERN aber will da offenbar gar nichts mehr abklären - seit LSAG-08 soll nurmehr experimentiert werden - auf Teufel komm raus. 10 jahre Verzögerung sind genug. Jetzt wird mit 2 * 3,5 TeV geschossen; von besorgten Laien und Juristen lässt man sich da nicht aufhalten.

Wenn Sie mögen, können Sie die Frage zwei Abschnitte weiter oben sehr gerne an die Herrn Landua und Heuer vom CERN weiterleiten, selbstverständlich mit freundlichen Grüssen.

Ihnen, Herr Tottoli, ganz herzlich, Marc Fasnacht
PermalinkPermalink 2010-03-03 | 17:20
Comment from: Raimund Welsch [Visitor] · http://pi-theory.org
Bin dann wohl zu spät hier. Aber Herr Prof. Landua hat insofern unumstößlich Recht, als dass es nicht gelingen wird, eine höhere Zeitauflösung als ca. 10^-26 sec zu erreichen. Eine solche wäre aber für die Differenzmessung notwendig.

Sehr schade, Herr Tottoli, denn Ihre Idee war wirklich sehr originell.

Abschließend hätte sie aber auch mit sehr viel Aufwand nicht zu einem sichereren Zustand des LHC geführt, da man schon allein unter diesem Aspekt nach der Messung auch noch rechtzeitig den Strahl hätte umlenken müssen.

Mein Hauptkritikpunkt bleibt, dass das Gesamtrisiko aus der Summe aller Einzelrisiken besteht und diese Summe nachweisbar ungleich 0% ist, weil die Theorien, die man nachweisen will, noch nicht nachgewiesen sind, so dass schon alleine ein Risikofaktor wg. Unbekanntheit uneinschätzbar bleibt. Wie man life miterleben kann, passieren ja schon wieder technische Fehler. Das ist für technisch Versierte aber auch vollkommen "normal". Ich kenne keine größere Maschine und keine komplexere Software, die ab dem ersten Start auf Knopfdruck dauerhaft so funktioniert hat, wie gewünscht. Auch dann nicht, wenn man segmentweise vorgeht.

"Wahrscheinlich" geht also hoffentlich alles gut!

Das weiß keiner mit absoluter Sicherheit. Und wer das behauptet, ignoriert das Argument, dass in einem nicht abgeschlossenem - wenn auch tiefgekühltes - System "operiert" wird, welches zudem sogar "erwartungsgemäß" in andere, unerforschte Raum- (vielleicht auch Zeit-) dimensionen hineinragt und auch nur in einem solchen System operiert werden kann.

Und genau das finde ich unverändert höchst bedenklich bis alarmierend! Hoffentlich stehen wir nicht in einigen Monaten oder auch Jahren vor einer bösen, irreversiblen Überraschung. Dann nützen uns die neuen Erkenntnisse nichts mehr, und es schält sich allmählich in der Weltbevolkerung eine Priorität heraus, die man vor dem Start hätte beachten sollen und müssen:

Die Sicherheit der Menschheit!

Es grüßt, Raimund Welsch
PermalinkPermalink 2010-03-03 | 18:49
Comment from: Kondensat [Visitor]
16 kommentare, bestehend aus gegenseitigem bestätigen und auf die schulter klopfen, wie schlau man doch im gegensatz zu den wissenschaftlern ist, gepaart mit verleumdung letzterer....ihr könnt stolz sein auf eure "kritik"! ehrlich! *schmunzel*
PermalinkPermalink 2010-03-03 | 21:13
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]
Anmerkung zu einem "null"-wertigen Risiko

Die von CERN behauptete Nullwertigkeit des Risikos kommt in dem LSAG-Gutachten nur deswegen zustande, weil dort unterlassen wird, bestimmte Einzelsignifikanzen (Werte von Signifikanzniveaus) von wissenschaftlichen Behauptungen präzise und systematisch zu untersuchen und deren Werte in eine Kette von Schlussfolgerungen einfließen zu lassen.
PermalinkPermalink 2010-03-03 | 23:35
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]
Augenscheinlich sehr deutliche Erdbebensteigerung (Magn. ab 5) in den letzten fünf Jahre

Betrachten wir die Grafik der Erdbebenhäufigkeit des USGS aus Amerika - klar und unabstreitbar auffällig sind die letzten drei Balken (2005 bis 2007) vergrößert. - DIES WAR BISLANG IN DER ÖFFENTLICHKEIT KEIN NENNENSWERTES THEMA, über das laut gesprochen wurde.

DIE JAHRE 2008 und 2009 TRETEN MIT g l e i c h e r AUFFÄLLIGKEIT NOCH HINZU. Man darf gespannt sein, wann die ersten Seismologen eine Signifikanzanalyse zu dieser offenkundigen und prägnanten Steigerung der weltweiten Erdbebenaktivitäten vorlegen.

Die oben dokumentierte Erdbebenvermehrung kann viele Ursachen haben, vielleicht auch eine bisher nicht geahnte, künstliche Ursache - das gilt es auszuschließen.
Immerhin scheint eine künstliche Temperatursteigerung der Erdatmosphäre nachgewiesen zu sein.

Noch weiss man derzeit den Energiehaushalt in dem Inneren von Planeten in einigen Fällen n i c h t abschließend zu beurteilen; es mögen durchaus weitere quantenmechanische (wie im Fall des Saturn) oder ganz andere, unbekannte Ursachen für Hitzequellen existieren.
PermalinkPermalink 2010-03-03 | 23:55
Comment from: N. Tottoli [Visitor]
Liebe Leute

Da sich jetzt noch jemand gemeldet hat zu unserem „Doppelthema-Blog“ – Folgendes:

Zu Kondensat. Bitte hier weiter schauen:
http://www.achtphasen.net/index.php/2010/02/25/auch_ich_bin_ein_cerner#c2310

Zu Herrn Welsch.

Vielen Dank, dass Sie sich melden.
Sie sagen. „Abschließend hätte sie aber auch mit sehr viel Aufwand nicht zu einem sichereren Zustand des LHC geführt, da man schon allein unter diesem Aspekt nach der Messung auch noch rechtzeitig den Strahl hätte umlenken müssen.“

Ich weiss nicht, ob die kurzzeitig am Anfang der Kollision auftretende Rotverschiebung nur wenig unterhalb oder bereits „recht viel (lange) unterhalb“ der nötigen Energie für Mini-SL-Entstehung beobachtet werden könnte. Darum frage ich mich, ob „rechtzeitig den Strahl umlenken“ nötig wäre, oder ob man evtl. „ein bisschen“ mehr Zeit hätte.

Ich bin Laie und weiss nicht, ab welcher LHC-Beschleunigungsenergie (die niedriger wäre, als Minis entstehen können) eine kurzzeitige Rotverschiebung messbar wäre.

Normalerweise muss man ja sagen „je energiereicher, desto heisser“ das wäre ja das Gegenteil einer Rotverschiebung.

Aber irgendwann müsste dann die „rote Kurve“ wieder nach oben (parallel zum immer noch steigenden kurzwelligen Anteil).

Die Zeitdauer ist also nicht messbar (nach Prof. Landua).
Man hat keine Referenz, da nicht alle Quarks zur gleichen Zeit und gleich gerade („frontal“) kollidieren. Das Spektrum der anderen Quarks stört also (so verstehe ich den Kommentar von Prof. Landua)

Aber Detektoren (z.B. Zählrohre oder Fotomultiplier, usw.) „fragen“ nicht nach der Zeitdauer !

Könnte man also nicht „einfach“ das gesamte Spektrum einer Proton-Proton- Kollision analysieren ? (Ohne Zeitdauer.)
Eventuell würde sich dann mehr rote Strahlung resp. mehr Mikrowellenstrahlung als erwartet messen lassen.

Die Kurve würde also immer kurzwelliger und irgendwann parallel dazu auch wieder langwelliger.

Ist das wohl falsch ?

Mit freundlichen Grüssen,

N.Tottoli

PermalinkPermalink 2010-03-04 | 12:31
Comment from: N.Tottoli [Visitor]
Lieber Herr Fasnacht

Ja, ich werde die (auch Ihre) Fragen (bald) an CERN richten, mit Gruss. Auch die Antwort geht aber manchmal länger.

Danke und freundlichen Gruss,

N.Tottoli
PermalinkPermalink 2010-03-04 | 12:36
Comment from: N.Tottoli [Visitor]
Lieber Herr Uebbing "quantenmechanische (wie im Fall des Saturn)" Wo steht das schon wieder ? Danke und freundliche Grüsse, N.Tottoli
PermalinkPermalink 2010-03-04 | 12:45
Comment from: N. Tottoli [Visitor]
edit zu meinem Kommentar vom 2010-03-04 | 12:31

Ich meine (ab Zeile "Normalerweise"...) die (gesamt-) Kurve des (gesamt-) Spektrums, wenn die Beschleunigungsenergie kontinuierlich gesteigert wird.
Also von weniger schnell bis schneller.
PermalinkPermalink 2010-03-04 | 12:53
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]
Wiedergabe eines Vorschlages bzgl. neuartiger kompakter Energiequellen

Als neue kompakte Energiequelle wurden strangelets bereits vor 1999 vorgeschlagen, sh. dazu
http://www.physics.rutgers.edu/~jholden/strange/node23.html

Interessant ist auch die Art und Weise, wie die Materieaufnahme durch strangelets hier beschrieben wird, wobei Neutronen eine besondere Rolle spielen.

Wirken natürliche strangelets ggf. als Energiequellen - vereinzelt oder auch vorübergehend - im Innern von Planeten?

Was ist hierzu der aktuellste, neueste Wissensstand?

----------------------------------------
ANHANG - aus der o.g. angegebenen Internetseite:

" Growing strangelets

Assuming strangelets may be produced in collider experiments, they will be fairly small in size. They may only be meta-stable, and so for further study it would be advantageous if it were possible to `grow' them to some larger, completely stable size. This is the motivation for a suggested experiment.

The strangelets would first need to be separated, possibly by a mass spectrometer (the strangelets would have a larger momentum than the primary background sources). The relativistic strangelets of mass would then be slowed by an electrostatic potential and sent into a storage ring. This ring would contain liquid deuterium tanks at several places, where the strangelets could absorb neutrons, quickly growing to sizes of A greater equal than 10^4.

The proposal for this experiment optimistically advertises the potential to use these stable strangelets as a compact energy source. ...

Joshua Holden Sun May 17 15:37:00 EDT 1998"

----------------------------------------

(Anmerkungen: 1.) A = Atomgewicht; 2.) hier sprachlich benanntes mathematisches Formelzeichen benutzt; 3.) Fettschrift von mir)

Anmerkung zu der Energieproduktion im Saturn: sh. hierzu
http://www.achtphasen.net/index.php/2010/02/22/p1530
Kommentarbeitrag v. 2010-02-23 | 17:49 - dort Pkt. 3 (mittels der Quantenphysik erklärte Energieerzeugung in exotischen Materiezuständen im Saturn)

R.U.
PermalinkPermalink 2010-03-04 | 15:13
Comment from: N.Tottoli [Visitor]
Lieber Herr Uebbing, liebe Leute

Danke für den Link (Saturn).

Ich wollte übrigens ein Thema mit dem "Growing Strangelets-Horror-Link" eröffnen, was sich jetzt wohl erübrigt.
CERN kennt den Link und die fragliche Seite ist glaube ich gut besucht.
Das ist schlussendlich sehr ähnlich wie das Patent mit dem "Relikt-Reaktor" - könnte ins Auge gehen (irgendwann, irgendwo).
Im Prinzip müsste man Teilchenbeschleuniger prinzipiell als eine Art "Hochsicherheitstrakte" (ernsthaft !) betreiben - oder eben besser nicht betreiben. Das müsste mindestens alles strengsten Vorschriften unterliegen !
Übrigens: Ich denke, mein kleiner Mailkontakt mit CERN ist (zwar nett) aber unbedeutend.
Ausserdem habe ich an CERN nur EINE Frage gestellt.
Dass man mir dann (ausser Anderem) mit LSAG-Report und Neutronensternen antwortete, ist eigentlich logisch, denn solange der LSAG-Report nicht öffentlich aktualisiert ist (in Bezug zu den vielen guten berechtigten Argumenten und Hinweisen auf Fehler), kann jemand wie ich auch nichts anderes erwarten...
Ich werde mich weiterhin bemühen, diese Unstimmigkeiten und gut begründeten Risiken anzusprechen und "blöde Fragen" zu stellen.
Ein Update von LSAG oder eine offene Sicherheitskonverenz wäre sehr zu begrüssen.
Je mehr Leute sich bemühen, desto besser.
(E-Mail-Adressen zu finden ist leicht.)

Ob wohl kein "Messprofi" meine Fragen vom 2010-03-04 | 12:31 beantworten kann ? Ich hoffe nämlich immer noch.

Ich finde wichtig, dass man über verschiedene Theorien diskutiert, aber vielleicht noch wichtiger, herauszufinden, wie man (in der Praxis- leider) merken kann, ob die Kollisionen gefährlich sind oder nicht, denn CERN wird wahrscheinlich weiter machen.

Freundliche Grüsse an alle Beteiligten,

N.Tottoli
PermalinkPermalink 2010-03-04 | 18:30
Comment from: mac [Visitor]
Die Quelle der hier gezeigten Statistik referenziert auf das USGS

Dort findet man:

Zitat aus: http://earthquake.usgs.gov/learn/topics/increase_in_earthquakes.php
We continue to be asked by many people throughout the world if earthquakes are on the increase. Although it may seem that we are having more earthquakes, earthquakes of magnitude 7.0 or greater have remained fairly constant.

A partial explanation may lie in the fact that in the last twenty years, we have definitely had an increase in the number of earthquakes we have been able to locate each year. This is because of the tremendous increase in the number of seismograph stations in the world and the many improvements in global communications. In 1931, there were about 350 stations operating in the world; today, there are more than 8,000 stations and the data now comes in rapidly from these stations by electronic mail, internet and satellite. This increase in the number of stations and the more timely receipt of data has allowed us and other seismological centers to locate earthquakes more rapidly and to locate many small earthquakes which were undetected in earlier years. The NEIC now locates about 20,000 earthquakes each year or approximately 50 per day. Also, because of the improvements in communications and the increased interest in the environment and natural disasters, the public now learns about more earthquakes.

According to long-term records (since about 1900), we expect about 17 major earthquakes (7.0 - 7.9) and one great earthquake (8.0 or above) in any given year.
Zitat ende


Es ist somit leicht einzusehen, daß ein statistischer Vergleich über längere Zeiträume keine einfach vergleichbaren Daten liefern kann und schon gar nicht für geologische Laien.


Bei USGS findet man auch diese Statistik http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/eqarchives/year/eqstats.php

MFG

MAC
PermalinkPermalink 2010-03-04 | 20:33
Comment from: Kondensat [Visitor]
schach matt.........typisches beispiel, wie hier dinge schlicht in falschem licht dargestellt werden. plakativ, ohne hintergrund-recherche.....bald versucht man hier noch das umfallen eines sackes reis in china mit dem lhc zu begründen.....
PermalinkPermalink 2010-03-05 | 00:52
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]
Auswahl der Magnitude 5 und größer gewährt ein Maß an Objektivität

Eine Beschränkung auf die relativ starke Magnitude 5.0 und größer (regelmäßig global über 1000 Fälle im Jahr) erlaubt es - wie geschehen - den Vergleich ab 1964 zu objektivieren.

Die deutlich ablesbare Erdbebensteigerung in den letzten fünf Jahren ist o b j e k t i v feststellbar. Da eine Magnitude Unterschied bereits 32-fachen Energieunterschied bedeutet, wird damit auch objektiv eine Energiesteigerung der seismischen Ereignisse insgesamt verbunden sein.

Man wird davon ausgehen dürfen, dass ab 1964 die Qualität aller historischen Messungen ausreichend ist, kaum ein Beben der Magnitude 5 beobachtungstechnisch verpasst zu haben.

Eine Ausdehnung der Analyse auf die Zeiten vor 1964 bedarf einer speziellen, sorgfältig durchgeführten Neugewichtung der beobachteten Erdbebenereignisse.

B e o b a c h t u n g s a u s w a h l e f f e k t e, bedingt z.B. durch das Auflösungsvermögen des Instrumentariums, müssen hier berücksichtigt werden - ein für bestimmte Zeiträume denkbar mögliches Unterfangen; die Fachliteratur wird weitere Auskunft geben.
PermalinkPermalink 2010-03-05 | 09:19
Comment from: achtphasen [Member] Email
Danke, MAC, für statistische Entwarnung:

According to long-term records (since about 1900), we expect about 17 major earthquakes (7.0 - 7.9) and one great earthquake (8.0 or above) in any given year.


Jedenfalls wurden im noch nicht vollendeten ersten 5tel dieses Jahres mit dem Erdbeben in Cile bereits 100% der Chance auf grösste Erdbeben
"and one great earthquake (8.0 or above) in any given year."
erfüllt;
und mit denen in Haiti, Vanuatu, Taiwan und den vielen Nachbeben in Chile auch schon einige der "about 17 major earthquakes (7.0 - 7.9)"

Earthquakes:
und dies ist ja nur eine kleine Auswahl. Noch ein Beben wie das in Chile dieses Jahr und die vermeintlich beruhigende Konstanz 'nur' eines Bebens mit Magnitude > 8 ist gebrochen.

Ich hoffe sehr MAC hat recht - und die noch immer gewahrte relative Seltenheit von Erdbeben mit Magnitude > 7 wird gewahrt bleiben.

In oben eingebrachter graphisch aufbereiteter Statistik (und den noch nicht in der Grafik dargestellten Jahren 2008 und 2009) jedoch ist augenfällig, dass seit 2004 die Anzahl der Beben mit Magnitude > 5 häufiger als je zuvor gewesen sind.
(Seit Beginn vergleichbarer Messmethodiken seit 1964.)

Zumindest bedenkenswert ist eine mögliche Korrelation zwischen der Aufnahme hochenergetischer Schwer-Ionen Kollisionen am RHIC und der offenbaren Zunahme an Erdbeben der Magnitude >5.

Sicherlich: niemand hier hat behauptet es gäbe da einen Beweis. Solch ein Beweis wird in nützlicher Zeit nicht zu liefern sein. Ein Indikator dafür, dass seitens CERN vorsichtige Zurückhaltung angebracht ist anstelle tumbem Hochfahren der Kollisionsenergien ind Dichten wie so hochenergetisch und dicht seit dem Big-Bang im gesamten Kosmos nicht gewesen, ist die Ablesbarkeit der Zunahme mittelschwerer Beben mit Magnitude >5 jedenfalls.

PermalinkPermalink 2010-03-05 | 09:48
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Uebbing,

Sie präsentieren ein schönes Balkendiagramm. Die letzten 3 Werte liegen über der 2000'er-Marke; jedoch ist in den beiden nachfolgenden Jahren wieder eine deutliche Absenkung festzustellen, im Jahr 2008 auf 1948 und im vergangenen Jahr auf 1859.

Wie Sie sehen gibt es bedeutende Schwankungen und wenn Sie hier Aussagen machen wollen, werden Sie nicht umhin kommen, mathematisch-statistische Hilfsmittel wie Mittelwerte und Standardabweichungen zu bestimmen.

Einmal mehr haben Sie den Beobachterauswahleffekt angesprochen - dieses Mal zurecht: Wo liegt die Mindestmagnitude, die weltweit erfasst werden kann ? Eine Einschätzung wie "Eine Beschränkung auf die relativ starke Magnitude 5.0 und größer (regelmäßig global über 1000 Fälle im Jahr) erlaubt es - wie geschehen - den Vergleich ab 1964 zu objektivieren" ist subjektiver Natur; haben Sie es wirklich nachgerechnet und überprüft, dass die Grenzmagnitude, bei der weltweit alle Erdbeben dieser Stärke gemessen wurden, wirklich seit 1964 kleiner gleich 5.0 ist ?

Ein Erdbeben der Magnitude 5.0 - 6.0 gilt als "Mittel" und ist wie folgt beschrieben: "Bei anfälligen Gebäuden ernste Schäden, bei robusten Gebäuden leichte oder keine Schäden." Es ist nicht damit zu rechnen, dass in entlegenen Gebieten solche seit 1964 systematisch erfasst wurden, d.h. wenn Sie robuste Aussagen gewinnen wollen, können Sie bestenfalls Erdbeben einer Magnitude oberhalb von 6.0 berücksichtigen und es ist nicht gesagt, dass seit 1964 alle Erdbeben mit einer Magnitude zwischen 6.0 und 7.0 erfasst worden sind !

Kommt hinzu, dass man bei der Analyse der Erdbebenhäufigkeit auch bei den natürlichen Ursachen ansetzen sollte - hat es in der Plattentektonik irgendwo ein grösseres Ereignis gegeben, aufgrund dessen nun eine erhöhte Anzahl mittelschwerer Erdbeben zu erwarten ist ? Hierzu muss man aber viel längere Zeiträume als 50 Jahre einbeziehen und solche Daten liegen nicht vor.


Die widerstandsseitig genannte Datenlage ist also erstens viel zu ungenau und zweitens gar nicht richtig ausgewertet, um überhaupt Aussagen treffen zu können !


Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2010-03-05 | 10:45
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]
Auf den ersten Absatz des Kommentarbeitrages v.2010-03-05 | 10:45 möchte ich eingehen; insbesondere möchte ich eine kleine Analyse zu den dort
angegebenen Werten für das Jahr 2008 (1948) und für das Jahr 2009 (1859)
fertigen. Um die Angaben aus einer Graphik und aus einer Tabelle (beide USGS) vergleichbar zu machen, gehe ich zunächst davon aus, dass diese beiden Informationen der
Forschungsinstitution USGS zutreffend sind.
PermalinkPermalink 2010-03-05 | 12:00
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Uebbing,

eine Auswertung von Daten macht nur Sinn, wenn diese auch gute Qualität haben. Im Falle der o.g. Daten ist dies nicht der Fall, da aufgrund anfänglich nicht vorhandener flächendeckender Messungen ein systematischer Fehler für Erdbeben mit Magnitude kleiner 7.0 vorliegt.

Wenn Sie also an aussagekräftigen Daten interessiert sind, müssen Sie auch die Korrelation der Anzahl mittelstarker Erdbeben (5-7) zur Anzahl der Messstationen im Messjahr berücksichtigen.


Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2010-03-05 | 12:22
Comment from: achtphasen [Member] Email

Magnitude 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 (*)
8.0 to 9.9 0 0 0 0 2 2 1 0 1 0 1101 2 1 2 4 0 1 1 (6)
7.0 to 7.9 1816 13 12 11 18 14 16 11 18 14151314 14 10 9 14 12 16 3 (18)
6.0 to 6.9 109 96 166 137 146 183 149 120 117 116 146121127140 141 140 142 178 168 142 28 (148)
5.0 to 5.9 1617 1457 1498 1426 1542 1318 1222 1113 979 1104 1344122412011203 1515 1693 1712 2074 1768 1700 411 (2466)

Mit Faktor 6 hochgerechnete Werte für das Jahr 2010 in Klammer und kursiv
Dataquellen: http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/eqarchives/year/eqstats.php | http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/eqarchives/year/info_1990s.php
PermalinkPermalink 2010-03-05 | 12:24
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Fasnacht,

an diesem einfachen Beisiel können Sie selber sehen, wie irreführend eine solche "Hochrechnung" ist, denn mit 6 Erdbeben mit einer Magnitude 8.0 - 9.9 ist für dieses Jahr nicht zu rechnen ! Bei so geringen Stückzahlen ist das "statistische Rauschen" viel zu gross !

Wenn also pro Jahr durchschnittlich mit einem so schweren Beben zu rechnen ist, so beträgt die zu erwartende Anzahl für die verbliebenen 10 Monaten des laufenden Jahres (10/12), also rund 0.84 !


Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2010-03-05 | 12:52
Comment from: achtphasen [Member] Email
an diesem einfachen Beisiel können Sie selber sehen, wie irreführend eine solche "Hochrechnung" ist, denn mit 6 Erdbeben mit einer Magnitude 8.0 - 9.9 ist für dieses Jahr nicht zu rechnen ! Bei so geringen Stückzahlen ist das "statistische Rauschen" viel zu gross !


Im Jahr 2007 war das statistische Rauschen mit in toto 4 Erdbeben stärker als Magnitude 7.9 offenbar auch schon viel zu gross?

Scherz beiseite: dass meine 'Hochrechnung' für dieses Jahr mit Faktor 6 eine fragwürdige ist, das ist schon klar. Jedoch kann auch nicht apriori bestritten werden, dass da ein Zusammenhang zwischen der offensichtlichen Häufung mittelschwerer (- und dieses Jahr schwerer -) Erdbeben seit 2004 mit nichtdetektierter Stranglet-Produktion am RHIC bestehen könnte.

Offtopic aber von einiger Relevanz:
Angesichts dessen, dass CERN seinen LHC im 2012 umrüsten möchte und angesichts dessen, dass ein weitherum anerkannter (hier noch ungenannt verbleibender) Experte für Reaktorsicherheit,
der jeweils bereits vor dem Unfall auf 'Three Mile Island' und vor der Katastrophe in Tchernobyl vor genau diesen reaktor-spezifischen Unfall-Szenarien in genau diesen betreffenden Reaktor-Typen gewarnt hat; und dessen (offenbar ausreichend ernstzunehmende) Warnung die Inbetriebnahme des 'Schnellen Brüters in Kalkar' zu verhindern geholfen hat,
belegbarerweise bereits seit September 2008 den Schweizer Bundesrat per Zuschriften und letzthin auch durch (leider vergeblichem) direkten Vorsprechen im Bundeshaus in Bern vor der potentiell katastrophischen Folge von nicht mit Sicherheit ausschliessbaren Explosionen in H-Bombenstärke beim Notstoppen der lichtgeschwindigkeitsschnellen Hadronen-Strahlen in potentiell fusionsfähige Garphitblöcke warnt.

'LHC-Beam dumping in LHC-graphite-beam-dumpers' kann zu Explosionen in H-Bombenstärke führen.

Wasserstoffbombenstarke Explosionen bei Genf würden zwar, wie man seit 1952 ja weiss, nicht zur Entzündung der Atmosphäre führen, jedoch zur Vernichtung Genfs (und grosser Teile des Umlandes), zu radioaktiver Verstrahlung weiter teile Europas und zu nukearem Winter auf der Erde.

Dieses offenbar nicht 100% sicher auszuschliessende Risiko war
eben auch wegen der belegbaren Weigerung des Schweizer Bundesrates den (hier heute noch ungenannt verbleibenden) anerkannten Experten für Sicherheitsrisiken nuklearer Anlagen auch nur zu empfangen
bis dato kein Thema der auch nicht ansatzweise ausreichend geführten öffentlichen Sicherheitsdiskussionen.

Die Causa LHC: die offiziöse Desinformation des Publikums und entscheidungsbefähigter Magistraten durch LSAG und damit in Zsammenhang stehend der naiv anmutende Glaube an CERNs Deklaration absoluter Unbedenklichkeit (u.a. durch den Schweizer Bundesrat) ist jedenfalls ein Skandal historischen Ausmasses.

Es steht zu hoffen, es wird in Zukunft trotz 2*3,5 TeV-Blei-Ionen-Kollisionen diesen Herbst und nächstes Jahr weitergehend historische Aufarbeitung der (bis dato permanent in Vergangenheit sich wandelnden) jeweils gegenwärtigen Neuzeit geben.

Mit der Durchführung der Experimente am LHC ungeachtet der diversen qualifizierten Risikowarnungen reihen Entscheidungsbefugte am CERN (und die verantwortungsdelegierenden Parlamentarier und Magistraten europäischer Demokratien) sich ein in die obskure Tradition der Planeten-Riskierer seit 1945.


Marc Fasnacht
PermalinkPermalink 2010-03-05 | 13:47
Comment from: achtphasen [Member] Email
Zitat Tottoli: Aber Prof. Cox weiss da bestimmt mehr: http://lhc-concern.info/wp-content/uploads/2009/10

Lieber Herr Tottoli, es handelt sich da erneut um ein Missverständnis. Ich habe Herrn Professor Brian Cox, einen ewig in die Kameras smilenden Forscher am Atlas-Detektor gemeint, und nicht Herrn George Cox, der meines Wissens keinen solchen, leider noch immer allzuviele Menschen allzu beeindruckenden akademischen Titel trägt.

Ich weiss, dass auch Professor Rössler Herrn George Cox' Theorie grosse Bedeutung beimisst, für mich aber ist auf solcher 'Wissenschaft' sich begründende Kritik am CERN ganz eindeutig fahrlässig.

Herrn George Cox's Berechnungen weisen derart viele elementare Fehler auf: http://www.relativ-kritisch.net/forum/viewtopic.php?p=38442#38442, dass darauf sich gründende Risikowarnungen jedenfalls nicht ernstgenommen werden - sogar falls der Gehalt dieser Berechnungen sich trotz der schwerwiegenden Unpräzisionen als naturentsprechend erweisen sollten.
PermalinkPermalink 2010-03-05 | 14:24
Comment from: Kondensat [Visitor]
herr achtphrasen:
es kann auch nicht apriori bestritten werden, dass da ein Zusammenhang zwischen der offensichtlichen Häufung mittelschwerer (- und dieses Jahr schwerer -) Erdbeben seit 2004 mit meinem verstärken stuhlgang seit 2003 zusammenhängt. sie wissen schon....chaostheorie und so. evtl. ists aber auch der schmetterling in ihrem garten, der zu oft mit den flügeln geschlagen hat....

wann erkennen sie, dass ihre behauptungen schlicht und ergreifend an den haaren herbeigezogen sind?
PermalinkPermalink 2010-03-05 | 15:10
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
"und zu nukearem Winter auf der Erde."

Sehr geehrter Herr Fasnacht,

es ist mir nicht bekannt, dass die bisherigen - leider für militärische Zwecke getätigten und entsprechend abzulehnenden - Wasserstoffbomben-Versuche ein solches Resultat nahelegen würden.


"Die Causa LHC: die offiziöse Desinformation des Publikums und entscheidungsbefähigter Magistraten durch LSAG und damit in Zsammenhang stehend der naiv anmutende Glaube an CERNs Deklaration absoluter Unbedenklichkeit (u.a. durch den Schweizer Bundesrat) ist jedenfalls ein Skandal historischen Ausmasses."

Ich würde mich wiederholen, wenn ich diese völlig aus der Luft gegriffenen und entsprechend unzutreffenden Äusserungen Ihrerseits kommentieren würde.


Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2010-03-05 | 15:24
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]
Maximal registrierte Erdbebenaktivität (Magn. 5 und größer) zuerst in 2005, dann Jahr für Jahr

Anstelle der o. angekündigten Analyse stelle ich hier die graphisch gestalteten und von mir vergleichend zusammengefassten Angaben des seismologischen Institutes USGS vor, die im Web angeboten werden zu
a) dem Zeitraum 1964 bis 2007 (Quelle als Graphik)
und
b) zu dem Zeitraum 1990 bis 2009/2010 (tabellarische Quelle).

Aus beiden Quellen geht unzweifelhaft hervor, dass im Zeitraum ab 1964 Jahr für Jahr - nach 2004 - nie soviele Erdbeben (Magnitude größer gleich 5) gezählt wurden. - Eine Signifikanzanalyse, ob die festzustellende Aktivitätssteigerung der letzten fünf Jahre dem Zufall zugeschrieben werden kann, ist hier nicht bekannt.

An Herrn Fasnacht die Bitte, die kleine Vergleichsgraphik an dieser Stelle hier doch einzubringen.
USGS-Daten 1964-2007 und 1990-2009
Man entschuldige bitte kleine Fehler von 1 bis 2 Pixellängen. Man beachte bitte die waagerechte rote Linie, die die Aussage im Titel meines Kommentarbeitrages belegt.

R.U.

....................................
Anmerkung 1:
Man darf der Meinung sein, dass das Atomteststoppabkommen von 1963 und die Suche nach den Atombombentests der politischen Gegner später dazu beitrugen, dass empfindliches seismologisches Instrumentarium fortentwickelt wurde.

Atomtest der Erdbebenstärke ca. Magnitude 5 - sh. dazu http://idw-online.de/pages/de/news294 Bochum, 02.10.1995 Nr. 154 Neuer Atombombenversuch noch explosiver - Franzosen testeten wieder Atomwaffen im Pazifik - RUB-Seismologen registrierten Daten

Die Daten sind abrufbereit: Mit den im Bayerischen Wald installierten seismologischen Messstationen des Instituts fuer Geophysik der Ruhr-Universitaet Bochum wurden heute Nacht, 02.10.1995, um 00:49:39.7 lokaler Zeit, die durch den erneuten franzoesischen Atomtest diesmal auf dem Fangataufa-Atoll ausgeloesten Erdbebenwellen registriert. Eine vorlaeufige Analyse der Daten ergab eine gemessene Bodenbewegung von 128.5 nm (zum Vergleich: 05.09.= 10.2 nm; nm=Nanometer=Millionstel Millimeter) an den Stationen bei Passau. Dies entspraeche in etwa einem Erdbeben der Magnitude 5,4 (zum Vergleich: 05.09.= 4.7; nach oben offene Richter-Skala). Die Ladungsstaerke der Explolsion betrug nach Bochumer Schaetzungen ca. 40 bis 150 (zum Vergleich: 05.09.= 5 bis 20) Kilotonnen TNT aequivalent. (Dr. Johannes Schweitzer, Dr. Michael Jost,......)

Die Meinung ist sehr berechtigt, dass die USA ein Atomteststoppabkommen 1963 unterschrieben haben, als sie sicher waren, auch bestimmte A-Tests seismologisch weltweit aufdecken zu können. Nicht umsonst setzen die Daten des USGS 1964 ein.

Die hier vorgestellten Daten des USGS beziehen sich ausdrücklich auf die Magnitude 5 (in etwa typisch für die Sprengkraft der ersten Atombomben).

Anmerkung 2: Ab 1996 arbeitet man an einem weltweiten System, das auch sehr kleine Atombombenversuche aufdecken soll (1 kT TNT - Äquivalent / Sprengkraft).
http://www.bgr.bund.de/cln_145/nn_1403624/DE/Themen/Seismologie/Kernwaffenteststopp/kernwaffenteststopp__node.html?__nnn=true

Anmerkung 3: Neben Infraschallmessungen wurden zur Überwachung des Abkommens zum Kernwaffenteststopp auch Gammastrahlensensoren im Erdorbit eingesetzt, welche die astronomischen und zeitlich sehr kurzen Gammstrahlenausbrüche erstmalig beobachteten.

PermalinkPermalink 2010-03-05 | 18:04
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Uebbing,

Sie haben bestätigt, dass die Zahl der registrierten Erdbeben mit Magnitude grösser 5 in diesem Zeitraum zugenommen hat, keineswegs die Zahl aller Erdbeben mit Magnitude grösser 5.

Erst bei der Analyse der Daten von Erdbeben der Magnitude über 7 ist mit einer guten Datenqualität seit 1964 zu rechnen. Das ist auch nicht überraschend, da Erdbeben der Magnitude 5 bis 6 nur als "mittel" klassiert sind, bei denen geringe Schäden auftreten.


Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2010-03-05 | 19:44
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]
Vergleichbarkeit der Jahre 1964 bis 2007 durch die Seriösität der Veröffentlichung selbst gegeben

a) Die Seismologie war durch die militärischen Entwicklungen ab 1963 ganz besonders gefragt. Dazu verweise ich auf meine Anmerkung Nr. 2 im vorvorgehenden Kommentarbeitrag. Es war militärisch äusserst wichtig, Magnituden der Größe 5 weltweit konstant zu erfassen.

b) Die Vergleichbarkeit der Jahre 1964 bis 2007 - was die Erdbebenvorgänge der Größe 5 betrifft - wurde von einem einschlägigen Institut, das die Veröffentlichung vorgenommen hat, mit der Veröffentlichung selbst impliziert. Wer will inhaltlich als Laie diese Darstellung - mittlerweile auf 8P zweimal abgebildet - anzweifeln.
PermalinkPermalink 2010-03-05 | 20:15
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]
Der Einwand, dass eine Verbesserung der Beobachtungsapparaturen (Seismometer) im Zeitraum von 1964 bis heute zu einer Erhöhung der Zahl der
w e l t w e i t von der USGS registrierten Erdbeben führt, ist sachlich grundsätzlich zutreffend u n d gilt nur für gewisse kleine Erdbebenmagnituden. Eine Aussage des USG Surveys bzw. der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) über die zeitliche Entwicklung des Vollständigkeitsgrades bei der Erfassung der 'wordwide' Erdbebenereignisse in Abhängigkeit von der Erdbebenmagnitude, insbesondere die Angaben die Magnitude 5 und größer betreffend, suche ich. Bis dahin gelten meine eigenen Aussagen mit diesem hier formulierten Zusatz.
R.U.
PermalinkPermalink 2010-03-06 | 18:04
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
"Bis dahin gelten meine eigenen Aussagen mit diesem hier formulierten Zusatz."

Sehr geehrter Herr Uebbing,

nicht ganz: Bis dahin sind Ihre Aussagen nach wie vor offen, nämlich wegen dieses von Ihnen formulierten Zusatzes ! Und wie von Mac geschrieben hat die USGS ja selber diese unvollständige Flächenabdeckung als Grund angegeben:

http://earthquake.usgs.gov/learn/topics/increase_in_earthquakes.php

Um Ihre eigenen Worte zu verwenden liegt somit ein Beobachterauswahleffekt vor. Hier haben wir also einmal ein typisches Beispiel dafür.


Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2010-03-06 | 22:47
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]
Vollständigkeit der Erdbebenerfassung seit 1954 - Magnitude 4

Auf einer Webseite der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) findet sich eine Weltkarte der Erdbebenereignisse ab Magnitude 4 seit 1954. In der Erläuterung zu der Weltkarte ist n i c h t die Rede von allen "allen registrierten" Ereignissen, sondern schlicht von "aller Ereignisse". Dabei wird von mehr als 500000 Ereignissen gesprochen (sh. Anhang.)

Die o.g. Formulierung eines wissenschaftlichen Institutes (BGR) ist nur möglich, wenn der Vollständigkeitsgrad diesbzgl. weltweiter Erdbebenerfassung nahezu perfekt ist. Umso mehr ist davon auszugehen, dass 10 Jahre später - ab 1964 - die energetisch noch 32-mal stärkeren Beben der Magnitude 5 und die noch größeren Erdbeben auf der Gesamterde nahe perfekt vollständig beobachtet worden sind.

R.U.

ANHANG: http://www.bgr.bund.de/cln_144/nn_1403266/DE/Themen/Seismologie/Seismologie/Erdbebenauswertung/Weltweit__seit__1954/w__1954__node.html?__nnn=true

Dort nachzulesen:
"Die topographische Weltkarte zeigt die farbkodierten Hypozentren aller Ereignisse, die sich seit 1954 mit einer Magnitude größer als 4.0 ereigneten."
PermalinkPermalink 2010-03-09 | 13:09
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]
Folgende Erläuterung steht nicht im Widerspruch zu der Feststellung, dass ab 2005, mithin seit fünf Jahren, die registrierte Erdbebenaktivität (Anzahl der Erdbebenereignisse) der Magnitude 5 und größer auf einem bis einschl. 2004 n i c h t beobachteten hohen Niveau steht.

(Erläuterung - von kompetenter, fachlicher Seite habe ich folgende drei Infos erhalten:

a) "Seit 1964 kann man tatsächlich von einer vollständigen Erfassung der weltweiten Erdbebentätigkeit ab ca. Magnitude 5 ausgehen."

b) Auf einer Internet-Seite des USGS steht, dass die Amerikaner etwas vorsichtiger sind und eine Vollständigkeit neuerdings erst ab Magnitude 5,5 annehmen. Es kann somit nicht ganz ausgeschlossen werden, dass sich eine leichte Verfälschung der Statistik durch Erdbeben zwischen Magnitude 5 und 5.5 ergibt. Eine diesbzgl. Fortschreibung der Graphik der BGR (mit den USGS-Daten) wäre daher ggf. zu prüfen (Magn. 5.5).

c) Zu beachten ist, dass in der graphischen Darstellung, wg. der Vollständigkeit, auch Nachbeben berücksichtigt werden.)
PermalinkPermalink 2010-03-11 | 17:23
Comment from: achtphasen [Member] Email

c) Zu beachten ist, dass in der graphischen Darstellung, wg. der Vollständigkeit, auch Nachbeben berücksichtigt werden.)


Chile ist erneut von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,2 erschüttert worden.

Nach Angaben der amerikanischen Erdbebenwarte erreichten die Erdstösse heute, Donnerstag, eine Stärke von 7,2. Das Beben war vor allem in der Hauptstadt Santiago zu spüren.

http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/erdbeben_der_staerke_72_erschuettert_chile_1.5194419.html
PermalinkPermalink 2010-03-11 | 17:32
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]
Zufallskomponente gem. wissenschaftl. Erkenntnis derzeit maßgeblich

Folgende Auskunft eines Mitarbeiters eines anerkannten seismologischen deutschen Institutes erreichte mich heute:
"Nach unserem Wissen und der allgemein anerkannten wissenschaftlichen Erkenntnis ist die Erdbebenrate bis auf statistische Effekte zeitlich konstant. "

Zusätzlich erfolgte ein Hinweis auf die Webseite:
http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/eqarchives/year/graphs.php
(Dort u.a.: Häufigkeits-/Zahlenwerte der Magn. 6 u. größer ab 1990; die Kreisflächengrafik mit Magn. 5 ist dort leider nicht aussagekräftig, weil in der graphischen Darstellung Information durch Selbstüberdeckung verloren geht).

Die für das Auge unzweifelhaft auffällige Steigerung nach 2004 in der Erdbebenhäufigkeit der Magnitude 5 und größer (Grafik zu USGS-Daten/BGR, 1964 - 2007) muß demnach gem. wissenschaftlichen Erkenntnissen dem Zufall zugeschrieben werden.

Leider ist die Information nicht mitgeliefert worden, welcher Wert das zugehörige Signifikanzniveau hat, auf dem die Nullhypothese (alles Zufall) angenommen wurde und ob für die augenscheinlichen Auffälligkeiten (nach 2004) eigens eine statistische Analyse vorgenommen wurde oder ob lediglich altbekannte Erkenntnisse extrapoliert wurden.

Zeitnah kam eine Wissenschaftsnachricht über den gelungenen Nachweis von sog. Geoneutrinos:
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-11374-2010-03-16.html
- Zitat daraus:
"Durch den definitiven Nachweis dieser Geoneutrinos bestätigt sich, dass Radioaktivität zumindest erheblich, wenn nicht sogar überwiegend zur geothermischen Heizleistung von etwa 40 Terawatt beiträgt."

Weiter:
"Unter den weiteren Energiequellen spielt die aus der Erdentstehung herrührende Restwärme die wichtigste Rolle. Ein leistungsstarker natürlicher Kernreaktor im Zentrum der Erde, der von einigen Theorien vorhergesagt wurde, konnte dagegen als signifikante Energiequelle anhand des beobachteten Geoneutrinoflusses ausgeschlossen werden."

Die Fragen dürfen gestellt werden:
Welche weiteren Energiequellen gibt es ggf. noch (weil es ja kein Kernreaktor ist) und welchen Energieanteil tragen sie bei ?

Hält die Nullhypothese den Daten am Ende des Jahres 2010 stand?
PermalinkPermalink 2010-03-16 | 20:59
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