- Ein Gebet Moses, des Mannes Gottes. Herr Gott, du bist
unsere Zuflucht für und für.
- Ehe denn die Berge worden und die Erde und
die Welt geschaffen worden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit,
- der
du die Menschen lässest sterben und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder!
- Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist,
und wie eine Nachtwache.
- Du lässest sie dahinfahren wie einen Strom, und
sind wie ein Schlaf, gleichwie ein Gras, das doch bald welk wird,
- das
da frühe blühet und bald welk wird und des Abends abgehauen wird und
verdorret.
- Das macht dein Zorn, daß wir so vergehen, und dein Grimm, daß wir so
plötzlich dahin müssen.
- Denn unsere Missetat stellest du vor dich,
unsere unerkannte Sünde ins Licht vor deinem Angesichte.
- Darum fahren alle
unsere Tage dahin durch deinen Zorn; wir bringen unsere Jahre zu wie ein
Geschwätz.
- Unser Leben währet siebenzig Jahre, und wenn’s hoch kommt, so
sind’s achtzig Jahre; und wenn’s köstlich gewesen ist, so ist’s Mühe und
Arbeit gewesen; denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon.
- Wer
glaubt es aber, daß du so sehr zürnest? und wer fürchtet sich vor solchem
deinem Grimm?
- Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug
werden.
- Herr, kehre dich doch wieder zu uns und sei deinen Knechten
gnädig!
- Fülle uns frühe mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich
sein unser Leben lang.
- Erfreue uns nun wieder, nachdem du uns so lange
plagest, nachdem wir so lange Unglück leiden.
- Zeige deinen Knechten
deine Werke und deine Ehre ihren Kindern!
- Und der Herr, unser Gott, sei uns freundlich und fördere das Werk unserer
Hände bei uns; ja das Werk unserer Hände wolle er fördern!
2010-01-29 | achtphasen | 15:19:18 |
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