Bis zu 40 000 (schwarze Sklaven) wurden jährlich importiert, ihre durchschnittliche Lebenserwartung lag bei rund zwanzig Jahren. Strafen wie Pfählen und Vierteilen waren auch für kleine Vergehen die Regel.

Das eigentliche Problem () war der Knebelvertrag mit Frankreich, mit dem sich die junge Republik 1825 die internationale Anerkennung erkaufte. Haiti verpflichtete sich, eine () damals gigantische Entschädigung von 150 Millionen Francs zu bezahlen. Das Geld wurde bei Banken in den USA, Frankreich und Deutschland aufgenommen. Erst 1947 hatte Haiti diese Schulden abbezahlt. Zinsen und Tilgung frassen achtzig Prozent des Staatshaushalts auf. Nichts blieb übrig, um eine Infrastruktur aufzubauen.

http://www.woz.ch/artikel/2010/nr03/international/18836.html

2010-01-29 | achtphasen | 10:08:45 | Email | 3 comments




 

Comment from: Klaus-Dieter Hermeling [Visitor]
Liebe "Leser",
Im Lichte dieser obigen Informationen über Haiti kann jeder sehen, der sehen möchte, das alles mit allem zusammenhängt besonders in Bezug auf die Abfolge der Ereignisse in der Zeit. Eigentlich keine Sache, die neu entdeckt werden müsste. Das ist wie mit einer Blutvergiftung im System Mensch; die wird mir nichts anhaben, wenn ich mich in den vergangenen Jahren "gesund" und vor allem regelmässig ernährt habe und mich regelmässig und ausreichend bewegt habe ect. ect. Haiti ist nur ein weiteres Beispiel für den wilden Egoismus und die ungezähmte Herrschsucht einiger Weniger. Die Gegenwart bietet genügend Anschauungsmaterial, das hier nicht näher betrachtet werden muss. Genau dieser "Wille zur Macht", gepaart mit einer fast dämonisch zu nennenden Gier, wird, es sei denn, es geschieht ein Wunder,zum Verderben für Alle führen. Ob dieses absehbar zum Sterben dieses Planeten binnen einer Frist von Jahren oder Tagen führt....werden wir sehen (LHC). Das ist keine Schwarzmalerei oder Verschwörungstheorie oder Endzeitgefasel. Es ist "bei Lichte betrachtet" offen-sichtlich und ein-deutig. Völlig unabhängig von meiner Person oder meinem Blick-Winkel. Ein schneller Tod ist manchmal einem Siechtum vor zu ziehen. Das gilt bezüglich auch des absichtlich herbeigeführten und in Kauf genommenen unbeschreiblichen Leidens der Menschen in der Geschichte von Haiti oder Australien oder Amerika....
Klaus-Dieter Hermeling
PermalinkPermalink 2010-01-30 | 08:32
Comment from: achtphasen [Member] Email
Hallo Herr Hermeling, hier muss ich, als Eigner dieser Website, doch nochmals betonen, dass ich einen Weltuntergang wegen des LHC für unwahrscheinlich (aber eben nicht ausschliessbar) halte.

Selbstverständlich aber ist Ihren Sätze zu Kausalitäten dramatisch/katastrophaler Ereignisse zuzustimmen, der Profit weniger bringt vielen Misère - die Einwohner der sogenannt ersten Welt sind sich meist nicht bewusst, dass ihr relativer Wohlstand nur die Krümmel vom Tische der Wenigen sind - diese Krümmel sind (waren) erhältlich, auf dass den Wenigen ein lebenswert friedliches Umfeld möglich ist.

Selbstverständlich ist die Katastrophe in Haiti derart immens, weil das Land über 2 Jahrhunderte durch 'Schuld'zinszahlungen (und interen Korruption) keinerlei Infrastruktur hat.

Jedoch möchte ich hier nicht so sehr auf den einen Pik-Wahnsinn unserer Zeit - eben das ermüdende leider aber brandaktuelle Thema LHC verweisen - sondern eher darauf, dass da auf unserem einen Planeten mit grosser Dringlichkeit an einem Bewusstsein gearbeitet werden muss, dass das Naturgegebene (die Schöpfungsgüter Erde (Land), Wasser, Luft, Leben (Biodiversität) und Energie/Erze) nicht länger proprietarisierbar missbraucht werden dürfen, wenn der Menschheit eine Zukunft in Frieden offenstehen soll.

Ich möchte in Diskussion bringen, dass Freiheit die Grundlage des Wohlstandes ist - auch Freiheit der Forschung - diese Freiheit aber immer die Freiheit 'des Anderen' sein muss. (Rosa Luxemburg)

Freiheit aber ist ein Gut, dass jedem Individuum als Grundrecht zukommen muss - auf dass jedes Individuum sich in Freiheit den Tätigkeiten widmen kann, die motivieren, interessieren und rentieren.

Meine - hoffentlich nicht allzu utopische - Zukunftsvision ist die einer Menscheit, die den Individuen ein existenzkostendeckendes Grundeinkommen ausbezahlt, auf dass die Individuen befähigt werden, sich in materieller Freiheit denjenigen Tätigkeiten zuzuwenden, die gerade anstehen; also das zu tun, wozu Grund, Interesse und Befähigung gegeben ist.

'Meine Vision' ist, dass Pachtzinsen bezahlt werden müssen, wenn 'Schöpfungsgüter' ausgrenzend oder verbrauchend in Anspruch genommen werden.

Es kann nicht rechtens sein, dass die Enkelkinder von Conquistadoren riesige Ländereien besitzen - die Enkelkinder der dort früher ganz offenbar entgegen jeglicher Ethik missbrauchten Sklaven jedoch für den Erhalt der rudimentärsten Existenzvoraussetzungen in unmenschlichen 'Arbeits'verhältnissen dienen müssen. So nämnlich haben die einen alle Freiheiten - beispielsweise die Freiheit auf ehemals usurpierte Ländereien Hypotheken aufzunehmen und mit diesen Geldern Firmen zu betreiben und die weniger reich Geborenen zu nur knapp existenzerhaltender 'Arbeit' zwingen.

Ein Teufelskreis von Armut und Reichtum, den wir Bewohner der 'ersten Welt' so gar nicht richtig wahrnehmen, geblendet von all den glitzernden Verlockungen und geängstigt von diffusen Ahnungen, dass es so nicht weitergehen kann.

Wer denn der Kleinaktionäre und Pensionskassenrentenberechtigungsinhaber(innen) dieser sobenannt 'ersten Welt' hat keine Angst davor, dass die tatsächlich teils schwer erarbeitete Rentenberechtigung im Alter doch nicht ausreichen wird? Beispielsweise weil 'Global-Player's der Finanz'industrie' sich eine neue 'Blase' erschaffen haben, deren Kosten dann qua 'Notrecht' erneut auf den Rest der Menschheit überwälzt werden.

Dies ist ein Plädoyer den alten Götz Geld ganz sanft zu entmachten und ein neues Symbol zu erschaffen um Waren, Arbeit und Inanspruchnahme von 'Schöpfungsgütern' zu verrechnen, auf dass ein Mindestmass an Gerechtigkeit garantiert und darüber hinaus möglichst viel individuelle Freiheit zu wirken und zu handeln begründet werde.

Le roi est mort, vive le roi (qu'il soit un peu different).

Dies war einer der Themata meiner damals kleinen privaten Website und ich möchte erneut und vermehrt auch lhc-unabhängige Gegenwartsfragen hier erörtern.

Ich danke für Ihren Kommentar.

Marc Fasnacht
PermalinkPermalink 2010-01-30 | 14:03
Comment from: Klaus-Dieter Hermeling [Visitor]
Hallo Herr Fasnacht,
Es gibt keine Anzeichen dafür, jedenfalls keine, die ich sehe, dass eine dieser freiheit-bezogenen Ideen, die Sie bezüglich einer zu schaffenden "neuen Welt" erwähnen, tatsächlich gelebt werden. (Möglicherweise in winzigen Oasen...)Die gewaltige Kapitalismusmaschine verbraucht mit einer hohen Geschwindigkeit Erd-Menschen-Güter. JETZT gerade.....während wir uns nett unterhalten... nicht rückholbare Dinge.....Es ist ein Wunder, das alles noch so aussieht als ob es funktioniert. Die ignoranten Herren tun es mit einer hohen Effektivität und Effizienz im Sinne der Vernichtung. Wenn es nicht so wäre und ich mich irren würde, könnte ich dankbar in die Knie fallen (kein Zynismus) und Gott danken. Ich bin nicht der Resignation verfallen wegen dieser Entwicklung. Allerdings, wenn ich sehe, wie blind und taub die meisten vorwärts gestossen werden von den Sklavenhaltern, wird es mir schon mulmig.
Klaus-Dieter Hermeling
PermalinkPermalink 2010-02-01 | 07:53
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