Burkhard Heim arbeitete an zwei großen Problemen:
1. an Gravitation und Feldantrieben und
2. an einer einheitlichen Theorie der Elementarteilchen.

Das bildete zwar eine Einheit. Doch redete Heim über Fortschritte auf dem Gebiet seiner Gravitationsforschung nur wenig. Beispielsweise hatte er 1953 mit Einsteins Mitarbeiter Václav Hlavatý über die einheitliche Feldtheorie korrespondiert, aber diesem nicht mitgeteilt, wie er selbst erfolgreich mit dieser Theorie vorangekommen war. Auch noch 40 Jahre später hat er keinem seiner Kollegen verraten, ob er seine Versuche zur Kontrabarie noch für aussichtsreich hielt oder ob er in seinen Überlegungen darüber inzwischen einen Fehler entdeckt hatte.
()
Andererseits meinte er noch bis kurz vor seinem körperlichen Zusammenbruch, dass sich elektrische Energie aus der Umwandlung von Materie gewinnen ließe - so wie er es 1959 in der Zeitschrift für Flugkörper bereits angedeutet hatte. Als ich ihn einmal fragte, warum er überhaupt darüber - und dann nur andeutungsweise - berichtet hätte, meinte er, dass ihn seine Mitarbeiter dazu gedrängt hätten. Er selbst hätte lieber ganz geschwiegen.
()
Heim erzeugte Millimeterwellen, die er in viele Ringe mit einer speziellen Füllung in seinem Kontrabator einspeiste. Diese Wellen sollten darin völlig
absorbiert werden und dabei schwache zeitabhängige Gravitations- bzw. Beschleunigungsfelder als Schwingungen erzeugen, die mit empfindlichen Sensoren nachgewiesen werden sollten. Um dies zu tun, hatte Heim in seinem Institut für Kraftfeldphysik von zwei Elektronikern - mit Mitteln aus seiner Kriegsversehrtenrente – eine große Verstärker-Anlage aufbauen lassen. Die Entwicklung eines leistungsfähigen Gravimeters ging nicht recht voran. Mitarbeiter konnte Heim nicht länger bezahlen.
()
In der folgenden Zeit wurde Heim auch von dem Luft- und Raumfahrt-Unternehmer Ludwig Bölkow angesprochen und gebeten, mit finanzieller Unterstützung für dessen Unternehmen als Berater tätig zu sein. Von der monatlichen Zahlung ließ sich jedoch kein Elektroniker als ständiger Mitarbeiters halten. Im Falle eines experimentellen Erfolges wollte die Firma Bölkow die technische Umsetzung als erste bewerkstelligen.
()
Alle Mitarbeiter und Kollegen wollten mehr über Heims Theorie wissen. Doch Heim vertröstete alle. Er werde veröffentlichen, erklärte er, wenn ein gewisser Abschluß erreicht sei. Gemeinsam mit dem damals führenden Relativitätstheoretiker in Deutschland, Prof. Pascual Jordan, der eine projektive Feldtheorie geschrieben hatte, versuchte er Experimente zur Überprüfung der Erzeugung von Magnetfeldern durch rotierende Massen finanziert zu bekommen. Doch in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden hauptsächlich Teilchen-Experimente vom Forschungsministerium finanziert.
()
Jedem Physiker, der sich mit Burkhard Heim unterhielt, wurde sofort dessen außerordentliche Kenntnis auf allen Gebieten der Physik klar. Und obwohl Jordan nichts von Heims Theorie gelesen hatte, schrieb er 1964 doch in einem Brief an ihn, den mir Heim zeigte, dass demjenigen, der das Programm, an dem Heim arbeitete, erfolgreich zu Ende führen würde, eine Kandidatur für den Nobelpreis sicher sei. (Jordan gehörte damals dem Nobelpreis-Komitee an). Natürlich konnte niemand Heims Gedanken nachprüfen, solange er nichts veröffentlichte.
()
Heim war seit den ersten Stunden ein glühender Anhänger der Grünen Partei. Er liebte urwüchsige Landschaften und freute sich, im Alpenvorland und in der Fränkischen Schweiz zu wandern und sogar in Felsspalten zu klettern. In den 60er Jahren rechnete er () einmal vor, was passieren würde, wenn die globale Erwärmung nur um 4° C ansteigen würde. Es müßte zu verheerenden Klimakatastrophen und Überschwemmungen kommen. Er selber wollte nicht dafür verantwortlich sein, den Menschen Energie im Überfluß in die Hände zu geben.
(Illobrand von Ludwiger) war (sich) nie sicher, ob sich dies tatsächlich mit (Heim’s) Theorie ermöglichen lassen würde. Hatte Heim wirklich die Kenntnis darüber, wie man zu einem unendlichen Energievorrat kommen könnte? Man sollte meinen, dass derjenige, der die innere Struktur der Elementarteilchen kennt, auch wissen sollte, wie man deren Eigenschaften verändern könnte.

(Illobrand von Ludwiger) brachte Burkhard Heim mit Physikern von den Teilchenbeschleunigern CERN und DESY zusammen und (er) stellte fest, dass Heims Vorstellungen von der Partikelphysik völlig von den Experimenten der Fachleuten gedeckt wurde.

Illobrand von Ludwiger | Zum Tode des Physikers Burkhard Heim | http://www.heim-theory.com/downloads/nachruf.pdf

2009-05-23 | achtphasen | 13:22:10 | Email | comment




 

*
* your email address will not be displayed
  your URL will be displayed