22.02.2006 EpochTimes:online | Wissenschaftler entdecken eine Milliarde Sterne mit Röntgenstrahlung

Ursache für das Leuchten der Milchstraße erforscht

Astrophysiker haben herausgefunden, dass es rund hundert Mal so viele Sterne mit Röntgenstrahlung in der Milchstraße gibt, wie bislang angenommen. Die Entdeckung sei durch die genaueste Röntgenkarte unserer Galaxie ermöglicht worden, die auf zehnjährigen Messungen mit dem Rossi XTE-Satelliten beruht, teilte die Max-Planck-Gesellschaft am Dienstag (21.02.2006) in München mit. Durch diese Entdeckung kann nun auch das Leuchten der Milchstraße erklärt werden.

Das Team von Wissenschaftlern kam nach Messungen mit dem Rossi Explorer zu dem Schluss, dass es in der Milchstraße von Sternen mit Röntgenemission nur so wimmelt. Mike Revnivtsev vom Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching beziffert die Zahl dieser Sterne auf knapp eine Milliarde. Da diese aber nicht sonderlich hell seien, habe man die Zahl früher wesentlich unterschätzt.

http://www.epochtimes.de/articles/2006/02/21/10279.html

18.03.2004 wissenschaft.de | Astronomie | Dem galaktischen Gamma-Glitzern auf der Spur

Die Hintergrundstrahlung aus weichen Gammastrahlen, die die Milchstraße durchsetzt, stammt nicht von Gaswolken im Zentrum der Galaxis, sondern von einzelnen Quellen. Das zeigen Messungen des Esa-Weltraumobservatoriums “Integral", die Francois Lebrun und Kollegen vom Institut CEA-Saclay in Gif sur Yvette im Magazin Nature (Bd. 428, S. 293) vorstellen.

“Integral” kann als erstes Weltraumteleskop Sterne gleichzeitig sowohl im optischen Wellenlängenbereich beobachten als auch die von ihnen abgegebene Röntgen- und Gammastrahlung messen. Dank der hervorragenden Auflösung konnten Lebrun und Kollegen zeigen, dass die rätselhafte Hintergrundstrahlung nicht, wie bisher angenommen, von diffusen Gaswolken im Zentrum der Galaxis erzeugt wird.

Die Forscher identifizierten 91 einzelne Quellen, die die so genannte weiche Gammastrahlung aussenden. Bei mindestens der Hälfte dieser Objekte scheint es sich um eine bislang unbekannte Klasse von Gammastrahlern zu handeln. Möglicherweise wird die Gammastrahlung von Schwarzen Löchern erzeugt, die von einem dichten Kokon aus kaltem Gas umhüllt sind. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass die Strahlung von Überresten explodierter Sterne ausgesandt wird, die durch einen Pulsar aufgeheizt werden.

Seit die Gamma-Hintergrundstrahlung der Milchstraße vor etwa 30 Jahren entdeckt wurde, hatten Astronomen vermutet, dass sie durch Wechselwirkungen zwischen Atomen im interstellaren Gas zwischen den Sternen im Zentrum der Milchstraße entsteht. Allerdings war die beobachtete Strahlung viel zu stark, um durch diesen Mechanismus erklärt werden zu können.

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/239016.html

16.05.2008 wissenschaft.de | Astronomie | Das schwarze Herz der Riesensterne

Die Entstehung der extrem schwergewichtigen Schwarzen Löcher im Zentrum von Galaxien gibt Astronomen seit einiger Zeit Rätsel auf. Wie konnten sich solche Monster mit einer Masse von mehreren Milliarden Sonnen relativ kurz nach dem Urknall bilden? Mitchell Begelman von der University of Colorado in Boulder hat eine überraschende Antwort: Die superschweren Schwarzen Löcher wuchsen seiner Meinung nach im Inneren von Riesensternen heran.

Der Forscher berechnete zusammen mit Kollegen, was passiert, wenn sich eine mehrere tausend Sonnenmassen schwere Gaswolke zu einem Stern zusammenballt. Wie bei der Geburt anderer Sterne auch lässt die Schwerkraft die Wolke zunächst kollabieren. Im Zentrum der Wolke wird es schließlich so heiß und so dicht, dass Wasserstoffkerne zu Helium verschmelzen. Wenn das Material schnell genug zum Zentrum fällt, kann nach den Überlegungen der Forscher ein Prozess in Gang kommen, durch den Lichtteilchen sich spontan in Elektronen und ihre Antiteilchen, die Positronen, umwandeln.

Die beiden Teilchen löschen sich wiederum schnell gegenseitig aus, wobei Neutrinos und Antineutrinos entstehen. Diese Geisterteilchen, die mit Materie kaum reagieren, entkommen der Gaswolke und führen so letztlich Wärmeenergie ab. Nun hat der Stern im Inneren der Wolke nicht mehr genug Wärme, um dem Druck der Schwerkraft standzuhalten. Er kollabiert zu einem Schwarzen Loch.

Die Gaswolke enthält immer noch hundertmal mehr Masse als das Schwarze Loch in ihrem Inneren. Der Druck dieser Materie verhindert, dass das Schwarze Loch die Hülle einfach wegbläst, wie es normalerweise bei Schwarzen Löchern der Fall ist. Das Schwarze Loch kann stattdessen mit ungeahnter Geschwindigkeit wachsen. Innerhalb einer Million Jahre kann es den Berechnungen der Forscher zufolge von einem kleinen Loch mit einigen hundert Sonnenmassen auf eine Größe von einigen zehntausend Sonnenmassen anwachsen, bis es schließlich den Kokon aus Gas kraft seiner Strahlung wegbläst.

Solche mittelgroßen Schwarzen Löcher könnten die Saatkörner der Monsterlöcher gebildet haben, die eine Milliarde Jahre nach dem Urknall im Herzen der hellen Quasare auftauchten. Begelman hofft, Schwarze-Loch-Sterne mit dem James-Webb-Teleskop der Nasa nachweisen zu können. Das Weltraumteleskop, das 2013 seinen Dienst aufnehmen soll, kann infrarotes Licht auffangen, das von extrem weit entfernten Objekten stammt. Genau in diesem Bereich des Spektrums sollte nach Begelmans Berechnungen auch das Licht der Giganten mit dem schwarzen Herzen liegen.

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/291418.html

2008-11-16 | achtphasen | 19:26:34 | Email | 1 comment




 

Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Hallo zusammen,

vielen Dank für diese zweifelsohne interessante Zusammenstellung mit den Schlagworten "Röntgenstrahlung" und "Schwarze Löcher"; könnten Sie bitte noch genauer schreiben, in welchem Zusammenhang Sie diese drei Themen - insbesondere die beiden ersten, deren Inhalt ja seit mehreren Jahren bekannt ist, mit dem dritten einerseits und welchen Zusammenhang Sie zur Sicherheitsdiskussion mit dem LHC andererseits sehen ?

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-17 | 12:17
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