… es geht nicht darum Gefährlichkeit äusserst interessierender Singularitäten (Schwarze Löcher) zu skizzieren; sondern darum, CERN zu helfen sein letztes Argument mit gesicherten Fakten zu beweisen; bevor an der Grenze zu potentiell äusserst gefährlichem Unwissen experimentiert wird.

Existenz und Langlebigkeit der Neutronensterne ist letztlich DAS Argument das nach allen ‘even if’ Schlaufen übrigbleibt. Im Jahr 2006 wurde zwar durch Herrn Stöckers PrivatPatent auf die Relics zerstrahlter Schwarzer Löcher verwiesen - doch, notabene, ohne irgend Strategie des Handlings dieser, Materie in Strahlungsenergie umwandelnden, Menschheitsbeglückung. Damals, im Jahr 2006, jedoch, wurden Neutronensterne von CERN nur als letztinstanzlicher Sicherheitsbeleg für Stranglets herbeigezogen … seit letztem Sommer aber hat CERN Neutronensterne als Sicherheitsbeleg auch auf Schwarze Löcher ausgeweitet.
(Ein erweiterter Neutronensternbegriff im Beuys’schen Sinne also ;-).

Naheliegend ist es, von der, die Experimente so nachhaltig befürwortenden, naturwissenschaftlichen Gemeinschaft nicht nur eine weitere Behauptung ex-Cathedra, sondern einen Beweis für diese letzte und so absolut anmutende Sicherheit zu erwarten.

Nicht nur wir Laien, nämlich, wissen nicht so ganz genau, wie denn ein Neutronenstern funktioniert. Doch offenbar sind da manche derartige Objekte in beobachtbarer Sonnennähe und wir wünschen und wirken, dass vor der millionenfachen experimentellen Erzeugung von hawkingzerstrahlenden oder aber nichthawkingzerstrahlenden oder aber relikterzeugenden Hadronenkollisionen diese Strahlungsquellen wissenschaftlich untersucht werden.

Angesichts der Unwägbarkeiten der von CERN intendierten Experimente ist der hierzu erforderliche Aufwand durchaus vertretbar - ähnlich der Suche nach Exoplaneten. Viele interessante wissenschaftliche Erkenntnisse werden so nebenbei gewonnen werden. Erst nach systematischer Erforschung der sonnennahen Strahlungsquellen, insbesonders der Neutronensterne, wird CERNs letztes Argument ein gesichertes Argument sein - oder ein widerlegtes.

Beim heutigen Stand des Unwissens - auch zu den sonnensystemnahen Strahlungsquellen - ist das Argument der Langlebigkeit der Neutronensterne doch ein recht unglaubwürdiges … insbesonders in Anbetracht der Risiken von Relikten (entsprechend Herrn Stöckers Patentantrag) und Herrn Plagas bis heute nichtwiderlegtem Szenario bei ‘nur’ einer Extradimension.

Marc Fasnacht & al.

2008-11-09 | achtphasen | 09:39:10 | Email | 28 comments




 

Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Fasnacht,

vielen Dank, dass Sie ein eigenes Thema zur Relevanz der Sicherheitsargumente, welche auf Neutronensternen basieren, eröffnet haben.

Sie wünschen sich eine "wissenschaftliche" Untersuchung über Neutronensterne, insbesondere über solche in Sonnennähe. Solche Untersuchungen wurden ja schon in grosser Zahl getätigt; was konkret fehlt denn Ihrer Meinung nach noch an Informationen ?

Zu den Extradimensionen: Gravitations-Präzisionsexperimente im Mikrometerbereich der vergangenen Jahre haben ergeben, dass man die Fälle von nur einer oder von zwei Extradimensionen ausschliessen kann, weil das Verhalten der Gravitation auch im Mikrometerbereich "keplersch" ist, d.h. die Gravitation mit dem Quadrat des Abstandes abnimmt. Beim Vorhandensein von Extradimensionen müsste das anders sein.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-10 | 10:35
Comment from: achtphasen [Member] Email
Sehr geehrter Herr Kannenberg, vielen Dank für Ihre interessante Information zu wohl sehr relevantem Thema.
Ich werde selbstverständlich auf Ihren Kommentar/Ihre Frage zurückkommen, und auch auf die von Ihnen gestern gestellte Frage was ich denn mit den sonnensystemnahen Strahlungsquellen intendiere. Ich bitte Sie mir nachzusehen, dass die Dialogführung meinerseits derzeit lahmend ist - ich habe noch manch anderes zu tun, - wie Sie selbstverständlich auch.
Interessant jedenfalls wäre umfassendes Absuchen der Umgebung unserer Sonnensystemes nach Strahlungsquellen mit Masse <0.8 Sonnenmssen.
freundliche Grüsse, Marc Fasnacht
PermalinkPermalink 2008-11-10 | 11:01
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Fasnacht,

wie stellen Sie sich so ein "umfassendes Absuchen der Umgebung unserer Sonnensystemes nach Strahlungsquellen mit Masse <0.8 Sonnenm(a)ssen" konkret vor ? Es ist ja leider nicht so, dass man da mal auf die Schnelle eine Kamera zum Himmel richtet und die "sieht" dann die Strahlungsquellen und bei grösserer Auflösung steht daneben ein Hinweis "ich bin eine Strahlenquelle mit weniger als 0.8 Sonnenmassen in Sonnennähe" ...

Zu diesem Thema empfehle ich Ihnen mal die Lektüre eines Papers, wie man zwei grosse Mitglieder unseres Sonnensystems jenseits der Neptunbahn entdeckt hat: Zu diesem Zweck wurde im Verlaufe von 7 Jahren der gesamte Himmel automatisch im Abstand von einigen Stunden dreimal fotographiert. Einen hellen Planeten, der weiter als 120 AE entfernt ist, hätte man mit dieser Methode nicht entdeckt, obgleich er hell genug für eine Entdeckung gewesen wäre ! Aber seine Bewegung vor dem Sternenhimmel wäre zu langsam gewesen und er wäre für einen unauffälligen Hintergrundstern gehalten worden. In dem paper wird dann gezeigt, wie man mit einem "Trick" auch noch Mitglieder unseres Sonnensystems im Abstand bis ca. 120 AE entdecken konnte: http://www.gps.caltech.edu/~mbrown/papers/ps/xena.pdf

Bei dem planetengrossen Körper 2003 UB313 handelt es sich übrigens um den Zwergplaneten Eris.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-10 | 17:21
Comment from: galileo2609 [Visitor] · http://www.relativ-kritisch.de/forum/viewforum.php?f=46
Hallo Marc Fasnacht,

wie ich Ihnen bereits auf Alpha Centauri mitteilen konnte, ist es sehr schwer, eine Frage zu thematisieren, über deren Kontext wenig und über deren Intention ggf. noch weniger bekannt ist (http://www.relativ-kritisch.de/forum/viewtopic.php?p=28949#28949). Wenn Sie schreiben:
Interessant jedenfalls wäre umfassendes Absuchen der Umgebung unserer Sonnensystemes nach Strahlungsquellen mit Masse <0.8 Sonnenmssen.
bleibt das Allermeiste im Dunkeln. Das Massenregime <0.8 Solarmassen umfasst einen beträchtlichen Teil sonnenähnlicher Sterne, die Gesamtbreite Roter Zwerge (M-Dwarfs), schliesslich die Braunen Zwerge und Planeten. Auch zu den "Strahlungsquellen" ist alles offen. Vermutlich sprechen sie von elektromagnetischer Strahlung, aber in welchen Frequenzbereichen? Radiostrahlung, sichtbares Licht, Infrarotstrahlung, Gammawellen?

Wohin soll die Reise gehen?

Grüsse galileo2609
PermalinkPermalink 2008-11-10 | 23:21
Comment from: Don Miguel [Visitor]
Hallo an alle 1) Es gibt keine aktiven schwarzen Löcher (BH), wenn, dann nur passive. Aktive BH's sind Objekte, die immer grösser werden und Materie verschlingen. Dies entspricht der fatalen Ideologie der Selbstorganisation der Materie. Hawkins zeigte, dass alle BHs strahlen, wenn es sie denn gäbe. Schon mal berechnet, welche Energie notwendig ist, um Kernfussionsprozesse irdisch zu erzeugen - oder wieviel Energie notwendig wäre, um ein erbsengrosses BH im Labor künstlich zu erzeugen? Auch wenn man versucht im CERN, BH-s zu erzeugen, so ist das erteinmal eine Fehldeutung dessen, was in CERN wirklich getan wird. Hier versucht man das VErhalten exotischer Materieteilchen zu untersuchen bei immer höheren Energien. Reine Science Fiction ist es aber, dass in CERN dadurch ein schwarzes Loch entstehen könnte. Diese Argumentation basiert auf der Evolutionstheorie, die die Idee (Irrlehre) der Selbstorganisation der Materie vertritt (predigt). In unserem Universum herrscht viel Caos und Degeneration. Das ist die bittere Wirklichkeit. Physiker versuchen, die GEsetze des Kosmos zu ergründen. Absolut hinderlich dabei ist die zunehmende Symbiose von Kosmologie und Astrophysik. Mein Physik-Dozent auf der Uni von 20 Jahren sagte einmal treffend: Warum Dinge existieren und wie das Weltall entstanden ist, sei nicht Aufgabe der NAturwissenschaften. Dies sind menschliche Begehren,dies zu ergründen. Recht hat er !
PermalinkPermalink 2008-11-12 | 11:02
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]

Betreff: Das Argument e i n alter
Neutronenstern bzw. e i n alter
Stern des Typs Weisser Zwerg ist für
die Sicherheit ausreichend


Hier: Anzumeldende Zweifel mit
grundsätzlichen Begründungen



Das o.g. Argument kann nur dann gelten,
wenn es nicht einen Anteil an Neutronensternen oder an Weissen
Zwergen gibt, die sich in Schwerkraftfallen (BH) gewandelt haben.


Soweit ich erfahren habe, sind z.Z. ca.
2000 Pulsare / Neutronensterne
katalogisiert und ebenso ca. 13.000
Weisse Zwerge. Im GSC II (Hubble
Guide Star Catalog) sind über 900
Millionen Sterne koordinatenmäßig
erfasst.


Die Sicherheit gem. dem Astronomischen
Argument wird zugrunde gelegt anhand von Daten von ganz besonderen
Sternen, deren Anteil - verglichen mit
der Zahl der übrigen, katalogisierten Sternen -
mit dem Wert 15 000 / 900 000 000, d.h. mit ca. 1/60 000 extrem klein ist.
Die große Mehrzahl der Sterne ist nur
pauschal, wenn auch recht gut
erforscht; besondere Stellarobjekte wurden sehr intensiv untersucht;
Dauerüberwachungsprogramme
müssen hochspezialisiert sein.


Das Aufatmen nach der CERN-Bestätigung,
dass alte Neutronensterne existieren als auch inbesondere alte Weisse Zwerge haufenweise unbeschadet von Schwarzen Löchern vorhanden sind, beruht auf Ausschnittswissen.


(Hingegen schließen die CERN-Forscher
auch überraschende Erkenntnisse mit dem LHC-Experiment nicht aus. Einem
Teil dieser "Überraschungen" gilt es
angemessen vorzubeugen.)


Die bislang erfolgten Neutronenstern-Beobachtungen müssen
nicht notwendig repräsentativ sein und müssen qualitativ nicht abschließend
vollständig sein.


Begründung:

Vor Milliarden Jahren gab es bereits
Supernovae in der Milchstraße - rechnet man z.B. mit einer Supernova
Typ II in 1000 Jahren für die letzte
Milliarde Jahre, so erhält man rechnerisch 1.000.000 Pulsare bzw. Neutronensterne, von denen man derzeit ca. 0,2 % kennt. Da Supernovae
bei über 10 Milliarden Jahren
Milchstraßenalter schon sehr früh
anfänglich einsetzten, kann die o.g.
Zahl noch höher sein, wie ich finde. Unerforschte Zustandsbedingungen in dem großen Rest von ca. 99,8 % der hypothetischen Gesamtmenge sind nicht ausschließbar. - Es kann durchaus ein Irrtum sein, von einer kleinen Menge auf die Eigenschaften der Gesamtmenge zu schließen.


Die besonderen quantenmechanischen
Eigenschaften der Materie im tieferen Inneren der Neutronensternen mögen
zu besonders großen Quantengebilden
führen, die sich von kleinen Schwarzen Löchern nicht verzehren lassen.
Sind die fachlichen Beurteilungen
zur Unwirksamkeit des Superfluiden
Zustandes mittlerweile wirklich bestätigt und anerkanntes wissenschaftliches Allgemeingut ?



Auch bei den Weissen Zwergen ist nur
eine Minderzahl katalogisiert - da man mit etwa 10.000.000.000 in der Milchstraße rechnet, kennt man in den WD-Katalogen gerade mal mehr als 1/Millionstel des Milchstraßenbestandes. Wer will da
Überraschungen verbindlich
ausschließen ?


Ist das Wissen um die Weissen Zwerge
wirklich so gut und so umfassend, dass
man verlässlich weiss, wie kleine Schwarze Löcher auf sie einwirken ?



In der Regel entpuppte sich in der
Historie der Wissenschaft die physikalische Wirklichkeit differenzierter als zunächst
angenommen ( Beispiele: Neutrinos,
Entwicklung der Atommodelle,
Einstein'schen Theorie ersetzt
Newtonsche Gesetze). - Unterschiedliche
Typen Schwarze Löcher gibt es in den existenten Theorien ebenso; überraschende, neue
Schwarze-Loch-Typisierungen wurden nach
meinem Kenntnisstand nicht
abschließend diskutiert und auch nicht
verbindlich ausgeschlossen. Die
Vollständigkeit der Theorien darf und
muß daher angezweifelt werden.
Mittlerweile gibt es auch einen
Bericht, nachdem Schwarze
Löcher Reflexionseigenschaften haben
können (!).


Wer will ernsthaft die Situation
ausschließen, dass nur ein Anteil der Neutronensterne oder nur ein Anteil der weissen Zwerge sich als Schwerkraftfallen, dann nicht mehr beobachtbar, aus dem Blickwinkel des Beobachters sich verabschieden bzw. sich verabschiedet haben und mangels
Akkretion langfristig unsichtbar
bleiben ?
(Der Microlensing-Effekt mag hier
Abschätzungen abgeben können, welche
und wieviel wo positionierte Objekte in Frage kommen.)


Ist nicht auch ein längerfristiger,
Röntgenstrahlung erzeugender Vorgang denkbar, wenn ein Strahlungs- und
Druckgleichgewicht beim Einwirken
kleiner Schwarzer Löcher
den Vorgang des Aufzehrens verlangsamt ?


Die physikalische Wirklichkeit darf
bezüglich ihrer Differenziertheit nicht unterschätzt werden,
gerade dann, wenn existientielle Fragen
berührt sein können.
(Es gibt z.B. ungeklärte
Gammastrahlenbeobachtungen.)


Hier bedarf es meiner Meinung nach
einer weiteren, eingehenden
Analyse des astronomischen Argumentes,
und zwar auch unter Zuhilfenahme von statistischen Methoden, die an anderer Stelle von Physik und Astronomie intensiv genutzt werden.


Wo ist nicht nur ein dahingesprochenes
astronomisches Argument, sondern die dazu gehörige feinteilige
wissenschaftliche Analyse, die z.B. Thesen auf bestimmte Signifikanzniveaus ablehnt bzw. bestätigt ?


Müssen nicht die beobachtungstechnisch
gegebenen astronomischen Nachweisgrenzen berücksichtigt und die Historie der Beobachtungskampagnen auf Ihre Effektivität hin geprüft werden ?


Wo bleiben die Programme, die
Computersimulationen ermöglichen, um
eine Beurteilung zu unterstützen
(Akkretionsprozesse kleiner Schwarzer Löcher)?


Wo bleiben die Formulierungen zu einer wirklich fachlich umfassenden und überzeugenden Argumentation ?


Wie sieht das detaillierte,
wissenschaftliche Konzept aus, um eine
pauschalierende Behauptung des sog.
astronomischen Argumentes in eine vertrauenswürdige, statistisch
untermauerte Sicherheitsaussage zu
wandeln ?


Hat CERN eine solche Arbeit /
Untersuchung in Auftrag gegeben, die über die Inhalte des LSAG-Berichtes hinausgeht
(eine solche Verlautbarung ist hier
leider noch nicht angekommen)?


Es werden sich sicherlich noch
Stimmen dazu äußern.


R.U.


PermalinkPermalink 2008-11-18 | 01:39
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Herr Uebbing,

Ihr Argument ist haltlos und lenkt nur vom Thema ab.

Wenn Sie in einem Flugzeug fliegen: Genügt dann EIN Fallschirm, um sicher zur Erde zurückzukehren oder müssen Sie sich ALLE Fallschirme der Welt umschnallen, um sicher zur Erde zurückzukehren ?

Warum also fordern Sie "statistisch untermauerte" Sicherheitsaussagen ? EIN GESICHERTER langlebiger Neutronenstern genügt !

Und nun zu Ihrer Frage: "Wie sieht das detaillierte, wissenschaftliche Konzept aus, um eine pauschalierende Behauptung des sog. astronomischen Argumentes in eine vertrauenswürdige, statistisch untermauerte Sicherheitsaussage zu wandeln ?" Ich will es Ihnen beantworten: Nehmen Sie ENDLICH EINMAL ein einführendes Physikbuch in die Hand und LESEN Sie das, anstatt alles, was Sie nicht verstanden haben, als falsch abzuqualifizieren !

DAS wäre ein brauchbares Konzept und würde auch helfen, Vertrauen in wissenschaftliche Arbeit zu gewinnen.

Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-18 | 19:36
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]

Betreff: Klärungen zum stellaren Röntgentyp "Unknown" (38mal vorhanden / SWIFT, 2006)

hier : Einordnung der beiden Antworten des Mitarbeiters des Swift-Science-Center

(18.11.08)



Die Antwort zu der Frage, die Objekten des Typs "Unknown" betreffend,
kam von der Astrophysikalischen Einrichtung / Swift Science Center heute schnell:


"They do not match the properties of any know type o X-ray source. "


"In some cases this is because the spectrum does not look like any known spectrum."


Wer will hier seriös und verbindlich Überraschungen ausschließen?


Das hellste Unknown-Objekt konnte dank früherer Beobachtungen
mittlerweile als X-Ray-binary beschrieben werden.


Im Anhang stelle ich die beiden Antworten mit dem fachlichen
Inhalt in Gänze dar.


Rudolf Uebbing



======================

ANHANG A - Erläuterung zum Typ "Unknown"


"Hi,

Thank-you for your interest in the Swift mission. The sources that are
marked as unknown are X-ray sources that we have not been able to identify.
They do not match the properties of any know type o X-ray source. In some
cases this is because the spectrum does not look like any known spectrum. In
other cases the source is so faint that it is not possible to determine what
type of source it is. The BAT Survey is an ongoing project, so more data is
being collected on these unknown source. With luck we will be able to identify
them in a future version of the Survey catalogue.


========================

Anhang B - Klärung des hellsten Typs "Unknown" mittlerweile gelungen
(bzgl. meiner Objekthelfsbezeichnung/-identifizierung U15):


"... Someone just pointed out to me that we have obtained new information
about this source. This source is an X-ray transient that was detected in
all 7 UVOT filters -- there is a lot of literature about it now as a nice
black hole candidate. But prior to becoming bright in X/gamma-rays in
2005 (and detected by Swift) it was unknown, which is probably why it was
classified as unknown in that 2006 sky chart. Today it would be classified
as an X-ray binary. ...


... ...

Swift Science Centre"


PermalinkPermalink 2008-11-18 | 23:37
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Uebbing,

nach meiner gestrigen etwas ungehaltenen Antwort ist es mir heute ein Anliegen, Ihnen meine Hochachtung für Ihren letzten Beitrag auszusprechen: Sie haben die Verantwortlichen angefragt. Ja, das ist Wissenschaft und das ist eine gute Basis für weiteren Erkenntnisgewinn, auch für mich im Falle dieser hellsten Quelle "U15" im Schlangenträger. Hat Ihnen Ihr Gesprächspartner auch den Namen dieser Quelle genannt ? Ich würde gerne mehr darüber in Erfahrung bringen.

Wie ich sehe sind Sie nach wie vor darauf aus, ein Gegenbeispiel zum Neutronenstern-Argument zu suchen. Hier sind Sie leider auf dem falschen Weg, da bekanntlich EIN langlebiger Neutronenstern genügt, die Unbedenklichkeit nachzuweisen.

Es ist also wichtig, die Logik um "für alle gilt" und "für mindestens einen gilt" gut zu verstehen, insbesondere ist das Gegenteil von "für alle gilt" keineswegs "für keinen gilt" (also: "für alle gilt nicht"), sondern "es gibt mindestens einen, für den nicht gilt".

Das Gegenteil von "für mindestens einen gilt" ist nicht "für mindestens einen gilt nicht", sondern "für alle gilt nicht", also umgangssprachlich "für keinen gilt".

So banal das tönt, es sind oftmals diese Regeln, die bei den Betrachtungen seitens Laien unzutreffend angewendet werden und hier sollten Sie Unterstützung akzeptieren statt auf alten Standpunkten zu beharren.

Wenn Sie also ein Gegenargument konstruieren möchten, so müssten Sie entweder beim Lebensalter der Neutronensterne ansetzen: hier würde es genügen, EINEN zu finden, der bezüglich der Altersbestimmung widersprüchliche Ergebnisse liefert oder aber, wie Professor Rössler es - leider nur sehr halbherzig - versucht hat, beim Verbleib eines durch die kosmische Strahlung am Neutronenstern erzeugten Schwarzen Loches im Neutronenstern ansetzen.

Ich vermute, dass Professor Rössler bei der Altersbestimmung von Neutronensternen keinen "undichten" Punkt gefunden hat und sich deswegen auf zweiteres konzentriert und seine "Superfluidizitäts-These" aufgestellt hat; doch leider hat er bis heute zu diesem Thema keine fundierte Herleitung, die reviewbar wäre, erstellt - erneut vermute ich, dass es Professor Rössler bewusst ist, dass diese Superfluidizität-Idee so unhaltbar ist, dass eine fundierte Herleitung nicht gelingen kann.

Aber wie gesagt - ich möchte Professor Rössler oder einem seiner Assistenten, für den das eine sehr schöne Dissertation wäre, hier nicht mit persönlichen Einschätzungen vorgreifen.

Natürlich gibt es noch weitere Punkte, bei denen man ansetzen kann; obige Auflistung erhebt keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit.

Ich fasse zusammen: Herzlichen Dank für Ihre Arbeit, die fehlenden Informationen zusammenzutragen; bitte setzen Sie nun aber die Mosaiksteine richtig zusammen. Ich für meinen Teil will Ihnen dabei gerne behilflich sein.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-19 | 09:56
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]


Argument: E i n Neutronenstern für das
Sicherheitsargument ausreichend.

Meine Wertung:



Hier argumentiere ich ganz einfach, dass sich
das physikalische Geschehen oft differenzierter
als zunächst vermutet herausstellt, d.h. ein
Teil der Neutronensterne verwandelt sich in die
reinen Schwerkraftfallen, ein anderer Teil bleibt
beobachtbar. Nunmehr ergibt ein Blick in
die Literatur (Andreas Müllers Lexikon),
dass sogar 100 Millionen Neutronensterne
in der Milchstraße zu erwarten sind. An anderer
Stelle lese ich von 100.000 Pulsaren in der Milchstraße.


Einen nahezu verschwindend kleinen Teil an beobachteten
Neutronensternen / Pulsaren (0,002 Prozent von den möglicherweise
vorhandenen) empfinde ich für eine hier
nachzuweisende Sicherheit als n i c h t ausreichend.
(Kürzlich habe ich noch von einem "Blinden Fleck in der
Radioastronomie" gelesen - über wieviele übrige
blinde Flecke kann nicht gesprochen werden ?)


Ich besorge mir noch eine spezifiziertere Liste der Neutronensterne zusätzlich
(mehrere Kataloge sind ja downloadbar)
und denke daran, eine statistisch ausgerichtete
Betrachtung vorzunehmen und vorzustellen.
Da wird sich zeigen können -
auch unter Bezifferungen - wie ernsthaft
das Neutronenstern-Argument tatsächlich ist. In den nächsten
Wochen beabsichtige ich, dazu Genaueres auszusagen. Starke
Zweifel müssen bis dahin erlaubt sein.
Eine Abnahme dieser Arbeiten
durch CERN selbst wäre mehr als wünschenswert.


(P.S. Sehr geehrter Herr Kannenberg! Bitte, sehen
Sie mir nach, dass ich persönliche Anreden und
persönliche Bezugnahmen auf das absolute Minimum
in meinen Beiträgen herunterschraube und daher
niemanden in der Titelleisten meiner Beiträge
mehr ansprechen möchte. -
In meiner früheren Arbeitswelt war es üblich,
dienstliche Schreiben o h n e jede persönliche
Anrede zu verfassen;
hier sehe ich endlich, dass dies ein gutes Mittel - auch in
Foren - ist, die sachliche Argumentation ganz wirksam
in den Vordergrund zu stellen.)


R.U.
PermalinkPermalink 2008-11-19 | 12:58
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Uebbing,

machen wir es doch einfach: Wenn Sie aus einem Flugzeug abspringen und sicher zur Erde kommen wollen, brauchen Sie dann

- einen Fallschirm oder
- möglichst alle Fallschirme, die es auf der Erde gibt

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-19 | 14:18
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]
Betreff: Differenzierung


(Soweit ich weiss, besitzen doch die
Fallschirme noch einen Zusatzfallschirm, das heisst einen
zweiten Fallschirm, sozusagen
einen Notfall-Fallschirm.
Diese Kombination ist offenbar
in der Praxis genau richtig und angemessen.)


Meine Sache soll sein, Fakten zu sammeln, analytisch zu betrachten, und
ein Resultat daraus abzuleiten
und darzustellen - man gebe mir,
bitte, noch Zeit.


Sind wirklich alle nötigen Sicherheitsrecherchen sorgfältigst und im erforderlichen Umfang erfolgt ?


Die Schäden am LHC am 10./19. September werden dem Steuerzahler nach einer Mitteilung v. 18.11.08 16,5 bis
20 Millionen Euro kosten.


Nicht allein der technischen,
sondern der wissenschaftlichen Sicherheitsbeurteilung ist
D I E VERLÄSSLICHKEIT geradezu dringlichst zu wünschen. Ein
einziges Versagen kann hier zuviel
sein.


Zum Objekt 392 / U15 - habe
ich keine weiteren Informationen,
ausser dass die Koordinatenangaben,
die in der Objektbezeichnung bzw. in dem Katalog (556 Objekte) enthalten
sind, offenbar um bis zu 2 Größenordnungen besser sind als die,
die ich aus der Grafik ableiten
konnte.



R.U.
PermalinkPermalink 2008-11-19 | 19:59
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Uebbing,

je nachdem, was Sie unter einem "Zusatzfallschirm" verstehen möchten, könnte dies ein zweiter langlebiger Neutronenstern oder auch die ganze Klasse der Weissen Zwerge sein. Falls Sie eine andere theoretische Arbeit als "Zusatzfallschirm" wünschen, so kann ich Ihnen diese hier nennen:
http://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/0807/0807.3349v2.pdf

Selbstverständlich steht es Ihnen frei, Fakten zu sammeln - ja das ist aus akademischer Sicht auch sehr begrüssenswert, nur sollte Ihnen dabei bewusst sein, dass die Fakten, die Sie derzeit sammeln, keine Aussagen zur Gefährlichkeit von am LHC erzeugten Schwarze Loch-artigen Gebilden liefern können.

Und genau der Eindruck stellt sich mir bedauerlicherweise: Sie suchen weitere angebliche "Fakten", um einer lesenden Öffentlichkeit Zweifel einzusähen und ihr zu suggerieren, dass es bezüglich der Sicherheitsanalyse noch "offene Punkte" gibt. Und dabei verschweigen Sie, dass diese Röntgenquellen nichts mit der Sicherheit am LHC zu tun haben. Auch dann nicht, wenn diese "unknown" Röntgenquellen sich alle als planetenverschlingende Schwarze Löcher entpuppen sollten. Überlegen Sie sich einmal in Ruhe, warum dem so ist - ich kann Ihnen bei Bedarf auch gerne Tipps dazu geben.

Und bis dahin nenne ich Ihnen noch zwei akademisch interessante "Zuckerbonbons": Um den Pulsar PSR 1257+12 konnten nämlich 4 Planeten nachgewiesen werden. Vielleicht haben Sie Lust, sich da ein wenig einzulesen; zweifelsohne interessant ist auch der Pulsar PSR B1620-26, welcher mit dem Weissen Zwerg WD B1620-26 ein Doppelsternsystem bildet, das von einem Planeten umlaufen wird.


Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-20 | 09:53
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]
Betreff: physikalische Differenzierungen
- hier: auszuschließende physikalische Differenzierung
im Falle von Flüssigkeitseigenschaften des Quark-Gluonen-Plasma (zum Thema der LHC-Sicherheit, begründet mit dem Astronomischen Argument im Falle der Neutronensterne)


Da ja tatsächlich nur ein winziger Anteil der Neutronensterne und der Weissen Zwerge aus der Milchstraße bekannt ist, also auf die große unbekannte Mehrheit dieser Objekte Extrapolationsannahmen angewendet werden, reicht - aus Laiensicht - möglicherweise bereits genau eine physikalische Differenzierung aus, um im Falle der Neutronensterne zu dem Ergebnis ggf. zu kommen, dass bestimmte Neutronensterne stabil gegenüber dem Befall von MikroBH sind und andere Neutronensterne nicht.

Wie sieht diese Differenzierung aus ? Das Superfluiditätsargument, vorgebracht von Herrn Dr. Rössler, wurde, wie ich in den Foren nachlese, widerlegt.

Das Merkmal der Superfluidität wird standardmäßig in Verbindung mit superkalten Atome oder offenbar - hier im Falle der Neutronensterne - in Verbindung mit Neutronen gebracht. Nun, Experimente mit dem TEVATRON-Beschleuniger haben überraschenderweise gezeigt, dass ein Quark-Gluonen-Plasma (QGP) Flüssigkeitseigenschaften hat. Soweit ich mir angelesen habe, ist diese Form von Flüssigkeitseigenschaften nicht mit dem Standardmodell der Elementarteilchenphysik konform. Prinzipien der Superfluidität hier zu prüfen oder überzuleiten auf diese jüngst bekannte Zustandsform der Materie ist wohl weitestgehend ununtersucht. -

In der Kernmitte von Neutronensternen wird ein QGP sogar für möglich gehalten. Sollten hier im Zentrum gewisser Neutronensterne superfluide Quantenbereiche, also größere Quantengebilde QGP-mäßig existieren, so ist für den Laien denkbar, dass sie gegenüber sehr kleinen BH stabil sein könnten.

(Von dieser Differenzierung habe ich in der LHC-Diskussion noch nicht gehört. Für den Bereich der Weissen Zwerge, so wird in einem anderen Forum berichtet, hätte ein deutscher Astrophysiker ebenfalls eine physikalische Differenzierung umrissen. Der Endstand dieser Diskussion ist mir nicht bekannt, obschon Dr. Plaga sein als grundsätzlich erscheinendes Bedenken weiterhin angemeldet hatte.)

Quantitativ bezifferte Betrachtungen für Gleichgewichtszustände (bei der Materie-Energie-Wandlung auf Basis der Hawking-Strahlung unter Berücksichtigung der Eddingtongrenze - speziell in Abhängigkeit von der Massengröße eines einfallenden kleinen Schwarzen Loches) - werden kaum diskutiert (eine Ausnahme Dr. Plagas Arbeit). Wenn diese brisanten Gleichgewichtszustände an anderen Stellen der Milchstraße realisiert sein sollten - dann jedoch auch unter größerer Energieumsetzung als wie in Dr. Plagas Arbeit aufgeführt - wären die Auswirkungen evtl. als hochenergetische Strahlungsquellen merkbar (evtl. als Gammaglitzern, als Röntgenstrahlungen, auch in Abhängigkeit von den "Eintauchtiefen", in denen diese Prozesse sich abspielen mögen, dann jedoch auch unter Abschwächungen, da die resultierende Strahlung Materieschichten aufheizt und durchdringen muß.)

Wenn hingegen sich herausstellen sollte, dass die Autoren GIDDINGS und MANGANO mit ihrer Abschätzung für die Energieumsetzung von Blackholes-REMNANTS von einem Wert, der demnach bis zu 0,1 Mikrowatt betragen kann (nicht wie PLAGA: als Folge eine Umsetzung von weniger als 1 Gramm / sec, also dort um Größenordnungen mehr) recht hätten, würde es denkbar sein, dass in vielen Himmelskörper geringfügig und andauernd Wärme erzeugt würde.

Wie sich nahezu ruhende Remnants verhalten, ob sie sich vorübergehend länger an Grenzflächen (z.B. Luft/Boden) aufhalten und daher eine neue Radioaktivität - vielleicht nur zeitweilig - in der Umwelt erzeugten, wurde öffentlich nicht ausführlich diskutiert. Wenigstens das Patent zu dem Relikt-Konverter, der diese Remnants für eine Energieumsetzung als Fortentwicklung des LHCs technisch nutzen will, genießt bereits deutsches Schutzrecht.

Da das Astronomische Argument als ein empirisches Argument offenbar als maßgebend betrachtet wird oder werden muß, muß es auch anhand der bestehenden astronomischen Beobachtungen bewertet werden und dazu sind folgende Fragestellungen nicht uninteressant:

Inwieweit bisher unbekannte Röntgenspektren auf besondere Strahlungsmechanismen, evtl. auch in Verbindung mit Schwarzen Löchern, hinweisen und daraus ggfls. Rückschlüsse auf neue, bislang unerkannte, vielleicht existierende Entstehungsweisen von Schwarzen Löchern implizieren können, ist eine Frage an die Gemeinschaft der Astrophysiker und auch an die Elementarteilchenphysiker - gegebenfalls auch die Frage, ob weitere Aufschlüsse zu ca. 1.000.000.000 röntgenaktiver Objekte in der Milchstraße, wie seit 2006 bekannt, hier weiterhelfen können.

Es scheint denkbar, dass die CERN-Forscher Interesse an derart neuen astrophysikalischen Beobachtungen und Erkenntnisfragen zeigen, da astrophysikalische und Elementarteilchen-Forschung gelegentlich oder oft stark korrelieren. Ob neue Erkenntnisse in die LHC-Diskussion eingehen, wird sich ergeben.

(Ferner ist die Fragestellung interessant, ob folgende astronomischen Beobachtungen abschließend geklärt sind: Möglicherweise energetisch relevante Leuchterscheinung auf einem Zwergplaneten jenseits der Plutobahn / eine nicht völlig geklärte planetare Katastrophe bei einem der näheren Fixsterne / heissflüssiger Merkurkern / Riesenplaneten mit überschüssiger Energiebilanz / Gammaglitzern an 91 Objekten / unbekannte Röntgenspektren beobachtet im Zuge des Swift-Projektes / eine nicht geklärte Leuchterscheinung mit unbekanntem Spektrum ca. Mitte 2008 / Jetbeobachtungen bei der Sternenentstehung / Jetbeobachtungen bei einem Braunen Zwerg / gehäufte Gammarayburstbeobachtung aus Richtung des Orion-Spiralarms / eine einzelne, besonders auffällige Gammarayburstbeobachtung)

R.U.
PermalinkPermalink 2008-11-23 | 19:41
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Uebbing,



bitte vermischen Sie nicht Sachverhalte, die nichts miteinander zu tun haben; insbesondere ist zwischen der Sicherheit am LHC und den Röntgenquellen vom Typ "Unknown" KEIN Zusammenhang gegeben. Da Ihr obiger Beitrag in ein eigenes Thema ausgegliedert wurde, werde ich ausführlich dort antworten, sobald die Kommentarfunktion wieder freigeschaltet ist.



Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-24 | 10:51
Comment from: achtphasen [Member] Email
Hallo Herr Kannenberg, wann denn und wo war die Kommentarfunktion nicht freigeschaltet?

freundliche Grüsse, Marc Fasnacht
PermalinkPermalink 2008-11-24 | 11:33
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Fasnacht,

ich habe heute morgen einen Beitrag verfassen wollen, der im Preview aber mit der Meldung "Kommentar ungültig" zurückgewiesen wurde; dieser Beitrag war zwar ausführlich, aber nicht länger als manch frühere Beiträge von mir. Ich habe dann versucht, den Beitrag in 3 Teile aufzuspalten; Teil 1 klappte problemlos, doch Teile 2 und 3 klappten überhaupt nicht, obgleich Teil 2 nur wenige Zeilen umfasste. Deswegen habe ich dann nur einen kurz zusammengefassten Beitrag verfasst, welchen ich abschicken konnte und der alles Wesentliche bereits enthält.

Möglicherweise enthielt mein Beitrag nur ein unsichtbares Sonderzeichen; wie auch immer - die letzten Beiträge haben ja wieder problemlos geklappt.

Danke der Nachfrage !

Im Übrigen würde ich es wirklich sehr begrüssen, wenn Sie wieder zum schwierigen Dialog zurückfinden würden.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-24 | 17:33
Comment from: achtphasen [Member] Email
Sehr geehrter Herr Kannenberg!

nicht ich habe mich aus dem 'schwierigen Dialog' zurückgezogen und muss also auch nicht dorthin zurückfinden ... der Unterhalt dieser WebSite ist ja bereits Dialog - und auch recht schwierig angeichts des doch erstaunlichen Schweigens in der anerkannt seriösen Presse.
Es waren Sie, Herr Kanneberg, der sich 'an der Nase herumgeführt' vorgekommen ist und auf 'KindergartnGörenGequengel' nicht weiter eingehen wollte und es war Galileo2609 der grad anschliessend kungetan hat, er würde erst dann wieder am Dialog teilnehmen, wenn 'Vernunft wiedereingekehrt' sei.
In astronews habe ich gelernt persönliche Despektierlichkeiten nicht sehr ernst zu nehmen und dass sie beide, Galileo und Sie, Herr Kannenberg, auch mal die Nerven verlieren nehme ich Ihnen nicht übel - ich habe nur nicht für nötig gehalten mit'Kindergartenggörenquengel' weiter zu nerven.
Ich weiss aprospos noch immer nicht, was denn Anlass für Ihre und Galileo's Dialogaufkündigung war - doch vermute ich, es war meine dahingehende Aeusserung, dass letztlich ALLE Sicherheitsargumente zu den Experimenten auf Hypothesen beruhen ... - und ich bleibe dabei, dass mich auf Hypothesen beruhende Sicherheitsargumente nicht wirklich davon überzeugen können, dass alles ganz sicher ganz sicher ist, wenn da dereinst im 2009 mit 7fach höheren Energien als am RHIC experimentiert werden soll.
Zumal die Resultate der Kollisionsexperimente am RHIC nur ansatzweise ausgewertet wurden und gerade letztlich am Tevatron die Physiker bass erstaunende, gänzlich unerwartete Ereignisse stattgefunden haben.
Selbstverständlich, sehr geehrter Herr Kannenberg, bleibe ich in schwierigem Dialog! und ich freue mich wenn Sie auch Galileo2609 dahingehend überzeugen würden, dass ganz sicher gar keine Gefahr gänzlichen Vernunftverlustes droht.

freundliche Grüsse, Marc Fasnacht
PermalinkPermalink 2008-11-24 | 18:25
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Fasnacht,

besten Dank für Ihr Statement ! - Ich kann durchaus verstehen, dass Sie der Meinung sind, ich (bzw. galileo2609) hätten sich aus dem schwierigen Dialog zurückgezogen und vielleicht sollte ich meine Bitte deswegen exakter formulieren: Bitte schaffen Sie wieder die Grundlagen, die für den schwierigen Dialog benötigt werden.

Nun, was sind diese "Grundlagen" ? Ich möchte jetzt nicht bürokratisch werden, das bringt niemandem etwas, sondern kurz aufzeichnen, warum ich geschrieben habe, dass aus meiner Sicht diese Grundlagen nicht erfüllt sind: Der Dialog fing im Juli dieses Jahres an und wir alle haben zahlreiche Beiträge verfasst und auch viel dazugelernt. Nun haben wir Ende November und wenn man dann an den Anfang des Dialoges, also wieder in den Juli, zurückfällt, dann wird bestimmt ein gewisses Verständnis vorhanden sein, wenn ich mich frage - ja was haben wir eigentlich seit August überhaupt gemacht ?

Einige Beispiele aus dem Beitrag http://www.achtphasen.net/index.php/plasmaether/2008/11/15/koordinatenrekonstruktion_des_objekttype#c477, der für mich der Anlass war, den Dialog aufzugeben, mögen das erhellen:

Sie schreiben: "dass es langlebige Neutronensterne gibt, ist ein Ungesichertes, weil es samt, sonders und ausschliesslich auf Hypothesen aufbaut (…) Auch die als sicher geltende Altersbestimmung der alten Neutronensterne ist doch 'nur' aus hypothetischen Annahmen heraus berechnet"

Wenn Sie so etwas schreiben, "sehe" ich sofort, dass Sie sich nicht informiert haben, wie man die Lebenszeit eines Neutronensternes bestimmt; insbesondere hat die Lebensdauerbestimmung NICHTS damit zu tun, wie diese Pulsare aufgebaut sind.

Sie schreiben: "es ist eine These, dass allfällig nichthawkingszerstrahlende miniaturkleine Schwarze Löcher, von denen ja nicht 'nur' eines erzeugt würde sondern tausende, in 5 Milliarden Jahren 'nur' 5kg ErdMaterie nihilieren würden."

Nein, das ist KEINE These: Das wurde nachgerechnet ! Und zwar keinesfalls mit Wahrscheinlichkeitsrechnungen, sondern mit Grösser-/Kleiner-Abschätzungen zur sicheren Seite hin. Wenn Sie nicht wissen, wieviel Steuern Sie zahlen müssen, so können Sie dennoch sicher sein, dass es weniger sein wird als die Summe aus Ihrem Einkommen und Ihrem Vermögen. - Auch über die Anzahl der gebildeten Schwarzen Löcher wird nicht "spekuliert", wie Sie nahelegen, dass es ja auch tausende sein könnten, sondern aus den Energiemengen und den Energiedichten, die bei den Neutronensternen und beim LHC zur Verfügung stehen, werden Resultate hergeleitet. Und das Resultat ist NICHT "nur" 5kg, sondern "höchstens" 5kg. Das mag pedantisch klingen, ist aber ein grosser Unterschied. Im übrigen ist die Wortwahl "nihilieren" sehr missverständlich, dass die Gravitationswirkung dieser Masse ja nach wie vor spürbar ist. In der Wissenschaft verwendet man den Begriff "Masse akkretieren".

Sie schreiben: "sind die Unzahl nicht erklärter RöntgenStrahlungsEmissionsQuellen ein äusserst ernstzunehmender Grund - zumindest bis zur Klärung des Sachverhaltes - die Durchführung der Experimente per e-Mail oder per superprovisorischen Gerichtentscheid zu unterbinden, weil diese millionenfache ungeklärte Röntgenstrahlung in unserer Galaxie ein Hinweis darauf sein könnte, dass einerseits Herrn Plaga's bis heute nicht widerlegtes Szenario doch zutreffender sein könnte als von Giddings&Mangano et al. beurteilt"

Nein: Diese Dinge haben NICHTS miteinander zu tun: Wie ich schon gestern mehrfach erläutert habe, könnten alle diese Röntgenquellen planetenverschlingende Schwarze Löcher sein ! Man hat Pulsare (z.B. PSR 1257+12) gefunden, welche von Planeten umlaufen werden, sogar einen Pulsar mit einem Partner, der ein Weisser Zwerg ist (PSR B1620-26 und WD B1620-26) und die beide von (mindestens) einem Planeten umlaufen werden. Das legt nahe, dass es auch Schwarze Löcher geben könnte, die von Planeten umlaufen werden und wenn so ein Planet genügend nahe umläuft, dann könnte er in das Schwarze Loch fallen. Doch was würde sowas beweisen ? Und wo wäre der Bezug zum LHC ? - Ja schlimmer noch: Sie können mit dieser Argumentation JEDES unverstandene Phänomen missbrauchen, um JEDES Experiment zu verbieten. - Im Übrigen sei daran erinnert, dass Dr.Plaga widerlegt wurde, dass er das aber nicht anerkannt hat. Das ist eine andere Situation als wenn er bis heute nicht widerlegt worden wäre. Tatsächlich trifft den Herrn Dr.Plaga aber eine Mitverantwortung, wenn er wegen dieser Verweigerung Nicht-Spezialisten in die Irre führt, und diese Mitverantwortung ist nicht gering ! Ich persönlich hoffe sehr, dass sich Dr.Plaga dessen bewusst ist und das ganze nicht einfach auf die "Freiheit der Lehre" und die "Meinungsfreiheit", zwei wichtige Grundsätze unserer Kultur, abwälzt.

Sie schreiben: "und andererseits dafür, dass in der sogenannt dunklen Materie offenbar noch gänzlich unbedachte Prozesse stattfinden, die so nicht so ganz dringlich auch 100 Meter unter der Eroberfläche stattfinden sollten"

Dunkle Materie … - gänzlich unbedachte Prozesse … - was denn für welche ? Die Dunkle Materie wechselwirkt doch mit der baryonischen Materie so schwach, dass wir sie im täglichen Leben gar nicht wahrnehmen können und dass es grosse Materieansammlungen - mindestens Kugelsternhaufen oder Zwerggalaxien - braucht, um sie überhaupt nachweisen zu können ! - Hier ein Gefahrenpotenzial aufbauen zu wollen ist doch eine Spekulation, die JEDER experimentellen Erfahrung widerspricht !


Sie sehen - in jedem dieser Beispiele wird also eine "Baustelle" suggeriert, die es gar nicht gibt, sondern die unter Missachtung aller wissenschaftlichen Erkenntnis auf Verdacht hin vermutet wird. Ich habe wirklich Verständnis dafür, dass man sich aus Sorge um den Erhalt diese Fragen stellt und es zeugt ja auch von Verantwortung, dass Sie das tun. Ich möchte aber in Erinnerung rufen, dass hier viel Aufklärungsarbeit geleistet wurde und ich denke, hier wurden auch zahlreiche vertrauensbildene Massnahmen in die wissenschaftliche Methodik aufgebaut. Warum nur wollen Sie das alles wieder ablehnen ? Wäre es denn nicht besser, sich bei diesen Detailfragen zuerst genauer zu informieren - dies gerne auch in Zusammenarbeit mit "uns", dann die Zusammenhänge richtig erkennen - sowas kann übrigens akademisch richtig spannend sein ! - und erst dann die möglichen Baustellen zu identifizieren, statt Zeit und Geduld in Baustellen zu verlieren, die es gar nicht geben kann ?


Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-25 | 12:32
Comment from: achtphasen [Member] Email
Sehr geehrter Herr Kannenberg, hier werde ich wohl ausführlich Stellung nehmen, und allenfalls gerne mit Ihnen gemeinsam ein Fundament 'gesicherten' Wissens für den schwierigen Dialog erstellen - doch befürchte ich, dass die Schwierigkeit des Dialoges eben bereits in Ihrer Auflistung der für Sie als gesichert geltenden Hypothesen beruht.
Jedenfalls werde ich versuchen noch heute nacht auf Ihren Kommentar zu antworten.
bis auf Weiteres, freundliche Grüsse, Marc Fasnacht
PermalinkPermalink 2008-11-25 | 13:26
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Fasnacht,



zurecht weisen Sie auf den Unterschied zwischen "Hypothese" und "erwiesene Tatsache" hin. Doch ab wann akzeptieren Sie eine Hypothese als erwiesene Tatsache ?



Nehmen wir als Beispiel unsere Sonne: Noch keine Raummission war dort und hat Material von der Sonne zur Analyse zur Erde zurückgebracht. Unser Verständnis der Sonne beruht im Wesentlichen auf (gefilterten) Fernrohr-Beobachtungen, auf Spektralanalysen, auf Beobachtungen des Sonnenwindes einerseits und auf physikalischen Modellen, die das in Einklang bringen sollen, andererseits.



Sollte die Sonne ab morgen ihr Strahlungsverhalten auch nur ein bisschen ändern, so hat das katastrophale Auswirkungen auf die Erde. Sollte man nun nicht vorsorglich alle verfügbaren Kapazitäten nutzen und unabhängige Energiequellen (im Wesentlichen wird das auf Atomkraft hinauslaufen) und neue Technologien zu erforschen, damit wir im Falle einer solchen Änderung der Strahlungsleistung unserer Sonne geeignet reagieren können, also konkret die Erde kühlen, falls die Strahlungsleistung ansteigt oder die Erde erwärmen, falls sie abnimmt ? Und parallel dazu Technologien entwickeln, um die Erde notfalls rasch evakuieren zu können, sollte sich unsere Sonne morgen entschliessen, sich zu einem Roten Riesen aufzublähen oder gar zur Supernova zu werden ? - Ganz so abwegig sind diese Befürchtungen nicht, denn am Himmel sieht man zahlreiche Rote Riesen und hie und da leuchtet auch eine Supernova auf.



Gewiss, Sie werden solche Überlegungen als absurd abtun, aber erlauben Sie mir trotzdem die Frage, warum Sie das tun würden ? Was gibt Ihnen die Sicherheit, dass unsere Sonne erst in 500 Millionen Jahren ihr Strahlungsverhalten merkbar ändert, dass sie sich erst in 5 Milliarden Jahren zum Roten Riesen aufbläht ? Sind das nicht letztlich auch nur Hypothesen, gewonnen aus irgendwelchen Beobachtungsdaten von Sternen, die so weit von uns entfernt sind, dass selbst das Licht mehrere Jahre (!) braucht, um dorthin zu gelangen und die Abstandsmessungen in Kilometern Zahlen ergibt, die man sich gar nicht mehr vorstellen kann ?



Offenbar gibt es also physikalische Modelle, welche auch von einer breiten Öffentlichkeit anerkannt werden. Warum ist das so ? Oder anders gefragt: Was zeichnet diese physikalischen Modelle aus, dass sie auf so breite Akzeptanz stossen und niemand nach alternativen Resultaten sucht ?




Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-25 | 16:24
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]
Betreff:   Zusammenhang zwischen "Unknown"-Objekts /
 unbekannte Spektrentypen und der LHC-Diskussion hier: Energieerzeugung infolge Materie/Energiewandlung mittels Hawkingstrahlung


Die astronomisch orientierte Argumentation zugunsten einer Befürwortung des LHC-Experimentes bezieht sich oft in erster Linie auf das Alles absorbierende Micro-Schwarze-Loch, aber sie kann sich nicht nur hierauf beschränken, sondern sie bezieht sich nach meinem Verständnis auch auf m e h r als g e n a u e i n e n Typ einer denkbaren Störsituation - möglicherweise und grundsätzlich auslösbar durch künstliche mBHs.

Eine zweite, andersartige Situation (mBH als metastabiles Objekt) wird in der Arbeit von Dr. Plaga beschrieben, wo eine Materie-Energie-Wandlung mit relativ hoher Umsatzrate thematisiert ist. Hingegen wird im Relikt-Konverter-Patent eine dazu nicht ganz verschiedenartige Situation (mBH-Remnant/Relikt) auf eine technisch nutzbare Konstruktion eines LHC-Umbaus um gemünzt (Energiegewinnung).

Beide beschriebenen Situationen erscheinen - nach der Erzeugung künstlicher Schwarzer Löcher - dem kritisch interessierten Laien als denkbar. - Andere Situationen können ebenfalls nicht seriös ausgeschlossen werden.

Die ursprünglich von Herrn Dr. Plaga errechnete Energieumsatzrate (für metastable mikrokleine Schwarze Löcher, in Vers. 1 seiner Facharbeit) wurde ja von den Autoren GIDDINGS u. MANGANO dahin gehend beurteilt, dass lediglich ein Energieumsatz von bis zu 0,1 Mikrowatt /Remnant abgeschätzt werden kann - so deute ich die Hauptaussagen dieser beiden physikalischen Facharbeiten. - Ich halte für mich im übrigen fest, dass die wissenschaftlichen Arbeiten teilweise in Zehnerpotenzen unterschiedliche Werte für Sachverhalte angeben, die mBHs betreffen. Bei den Wirkungsquerschnitten der mBHs scheinen insbesondere Vorhersagen wirklich schwierig oder nicht möglich zu sein. Weder der eine Wert scheint einem Laien unbedingt zutreffend zu sein, noch der andere Wert (<0,1 Mikrowatt, GIDDINGS) scheint durch Erfahrungswerte (Messungen, da z.B. keine astronom. Beobachtung dazu vorgefunden und identifiziert) abgesichert zu sein.

Warum sollte dann über bislang ungeklärte astronomische Beobachtungen hier eine bessere Erkenntnis auszuschließen sein, wenn es in der Milchstraße z.B. 1.000.000.000 röntgenaktiver Objekte gibt, welche nur ansatzweise erforscht sind. (Die Zahl 1 Milliarde ist hier eine Schlussfolgerung, die im Jahre 2006 bekannt wurde.)
Warum sollte ein noch unbestimmter Anteil dieser Milliarde Röntgenquellen der Milchstraße nicht einen Energieumsatzanteil aus der Hawkingstrahlung (also gleichsam nach den Prinzipien des patentierten Relikt-Konverters) beziehen können, wenn es metastabile Schwarzlöcher-Objekte natürlicherweise geben sollte?

Insoweit ergeben aus meiner Sicht diese physikalischen Abhängigkeiten ganz definitiv einen möglichen Zusammenhang zwischen astronomischen, astrophysikalischen Beobachtungen und der LHC-Diskussion.

Da die Hawking-Strahlung, wenn sie es denn gibt, nicht unbedingt an der Oberfläche von betroffenen Gestirnen erzeugt wird, sondern auch oder gerade in deren Innerem, muß sie die umgebende Materie aufheizen, was insgesamt doch zu noch unbekannten Spektrentypen führen könnte - und unbekannte Spektren wurden offenbar seit einiger Zeit bereits festgestellt. Es mag ja auch sein, dass die unbekannte Spektrentypen sich völlig anders erklären.

Insofern sehe ich schon einen denkbaren Zusammenhang zwischen den astronomischen Beobachtungen und der LHC-Diskussion als gesichert an.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass nach weiteren astronomischen Klärungen hier Auswirkungen auf die LHC-Experimentgestaltung eintreten können. Diese Aufklärung erscheint dem Laien sogar obligatorisch zu sein.

R.U.
PermalinkPermalink 2008-11-25 | 18:49
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
"Da die Hawking-Strahlung, wenn sie es denn gibt, nicht unbedingt an der Oberfläche von betroffenen Gestirnen erzeugt wird, sondern auch oder gerade in deren Innerem, muß sie die umgebende Materie aufheizen, was insgesamt doch zu noch unbekannten Spektrentypen führen könnte - und unbekannte Spektren wurden offenbar seit einiger Zeit bereits festgestellt. Es mag ja auch sein, dass die unbekannte Spektrentypen sich völlig anders erklären."

Sehr geehrter Herr Uebbing,

mit Vorteil informieren Sie sich noch einmal etwas genauer, wo Hawking-Strahlung erzeugt werden kann (Tipp: Schwarzschild-Horizont) und passen dann Ihre Schlussfolgerungen entsprechend an.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-26 | 10:07
Comment from: achtphasen [Member] Email
Hallo Herr Kannenberg
Ich möchte den sehr interessierenden Dialog zwischen Ihnen und Herrn Uebbing keineswegs stören, dennoch will ich Ihnen auf Ihre an mich gerichteten Sätze hier antworten:
Jedenfalls sollte hier auf achtphasen eine Art Kompendium errichtet werden, wo die, für LHC-Befürworter als gesichert geltenden Fakten, öffentlich nachlesbar sind - als Grundlage des 'schwierigen Dialoges'
Jedoch habe ich keine Zeit all das 'Gelernte' zusammenzutragen und ich will hier noch erwähnen, dass einigen, der für lhc-Befürworter als gesichert geltenden, Fakten ich schlicht nicht weiter wiedersprochen habe auf astroDings, weil ich da doch sehr oft bösartig lächerlich gemacht wurde (worauf ich nicht immer gleich suverän reagieren mochte.
Auch waren mir dort manchesmal die gerade laufenden Diskussionen wesentlicher als die noch offenen Fragen des 'gemeinsam erarbeiteten' Fundamentes des 'schwierigen Dialoges'.
Sehr gerne würde ich solch ein 'Lexikon der Grund'wahrheiten' und auch der noch divergenten Gewissheiten miterstellen und ich werde solch ein Kompendium auch gerne auf achtphasen publizieren - doch alleine kann ich das nicht, derzeit.
Was ich dereinst aber sicher tun werde, und dereinst heisst VOR der absehbaren Eskalation im nächsten Frühjahr, ist eine Navigation, wahrscheinlich mit Hilfe Googles, mit der die Beiträge der Kommentierenden wiedergefunden werden können und auch nach Begriffen gesucht werden kann - wahrscheinlich also eine Google generierte SiteMap und eine GoogleSuchfunktion - vielleicht aber wissen Sie Besseres als Google?
freundliche Grüsse, Marc Fasnacht
PermalinkPermalink 2008-11-26 | 11:15
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Sehr geehrter Herr Fasnacht,

wir sind bereits beim 24.Kommentar in diesem Thema anbelangt und mein gerade erstellter wird der 25.Kommentar sein. Da Herr Pellegrino heute bedauerlicherweise seinen Rückzug aus dem schwierigen Dialog angekündigt hat, habe ich mir erlaubt, das Beispiel mit der Sonne dort erneut zu platzieren und die Frage(n) auch an ihn zu richten.

Auch der Beitrag von Herrn Uebbing - zumindest eine bezüglich der Hawkingstrahlung korrigierte Version - verdient es meines Erachtens, an prominenterer Stelle als hier in den Tiefen des achtphasen-Forums thematisiert zu werden; vielleicht kann man die Themenüberschrift ja belassen und mit einem "Teil 2" ergänzen.

Was Ihren Vorschlag zu einem Themen-Lexikon anbelangt, so wurde ja bereits eine einfach aufrufbare FAQ auf dem astronews-Forum in Arbeit genommen, die Ihren Vorschlag ebenfalls umfassen könnte; vielleicht haben Sie auch schon Ergänzungswünsche, die man dort aufnehmen könnte. Ich bin gerne bereit, diese weiterzuleiten.

Falls Sie dies aber lieber auf achtphasen wünschen, z.B. um den Bedenken und den Alternativvorstellungen der Kritiker mehr Platz einzuräumen, so könnte man das auch überlegen und als Grundlage diese FAQ verwenden; ich denke ein einfacher copyright-Verweis wäre genügend, zumal einiger dieser FAQ-Beiträge ja von mir erstellt wurden und diese selbstverständlich auch hier zur Verfügung gestellt werden können.

Ich denke, hier lässt sich eine pragmatische und zwanglose Lösung finden.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-26 | 12:04
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]

Betreff:  Hawkingstrahlung in Gleichgewichtssituationen

(u.a. im Relikt-Konverter)




Die Hawkingstrahlung ist doch - also nach Hawking selbst - Ursache
a) des explosionsartigen Zerfalls von ca. 1000 Tonnen (nach Hawking)
schweren miniature-BH;
b) sie ist auch u.a. nach Prof. Dr. Stöcker et al
Ursache des Zerfalls von mBH (ggf. im LHC generierbar)und
nach seiner Patentschrift zugleich nutzbar
via Relikt-Konverter.
c) Nach Dr. Plagas Facharbeit könnte sie mit einer großen
Masse-Energie-Umsetzrate entstehen (ebenfalls als Folge LHC-generierter BH),
d) während nach GIDDINGS & MANGANO die BH-Remnants bis zu 0,1 Mikrowatt
Strahlung erzeugten.



Das heisst in anderen Worten, bei passender Umgebung
mag eine Gleichgewichtsituation, wenigstens vorübergehend,
bestehen können, in denen das BH bei geeignet großer
Eigenmasse genauso soviel Masse aufnimmt wie es an
Energie wieder abstrahlt (im Relikt-Konverter als
steuerbarer Prozess angedacht), in der Natur als möglicherweise
nicht auszuschließender (!?) Prozess im Bereich von Himmelskörpern.
Parametrisierungen, die in einer denkbaren Gleichgewichtssituation
zu berücksichtigen wären, werden sicherlich
sein: Eigenmasse des Schwarzen Loches, seine Geschwindigkeit
im umgebenden Medium, die Dichte des umgebenden Mediums und
dessen Zusammensetzung, sicherlich noch einiges mehr.



Für den Laien mögen sich dann auch Strahlungen aus geringer
Akkretionsaktivität mit der Hawkingstrahlung denkbarerweise überlagern
können (Wer will wie dies alles ausschließen unter Berücksichtigung
der Eddingtongrenze ? Welche Spektren resultierten?).



- Ich erinnere an die Wissenschaftsmeldung über hypothetische
Riesensterne mit einem Schwarzem Loch im Inneren und einer Akkretionszeit
von 1 Million Jahre - dies entspräche
einer sich fortentwickelnden Gleichgewichtssituation.

R.U.
PermalinkPermalink 2008-11-26 | 14:07
Comment from: ralfkannenberg [Visitor]
Hallo zusammen,

ich habe mir gerade einmal den deutschsprachigen Wikipedia zur Hawkingstrahlung (http://de.wikipedia.org/wiki/Hawking-Strahlung) angeschaut und muss sagen, dass der bisweilen recht missverständlich formuliert ist; es ist mir deswegen ein grosses Anliegen, den interessierten Lesern den englischen Artikel (http://en.wikipedia.org/wiki/Hawking_radiation) zu empfehlen; hier werden auch die Zusammenhänge besser dargestellt.

Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
PermalinkPermalink 2008-11-26 | 20:07
Comment from: Rudolf Uebbing [Visitor]
Betreff: Offene, nicht abschließend geklärte astronomische Beobachtungen


Mein Versuch einer physikalisch orientierten Antwort zu den Makroskopischen Quantenzuständen findet sich unter dem Achtphasen-Artikel mit der rechtsanwaltlichen Antwort (O. Moehring) an das OVG Münster. - Im Astrophysik-Lexikon von Andreas Müller finden sich zudem Zeichnungen, wonach Neutronensternkerne QGP-Zustände ausbilden, ebenso ein Hinweis auf Superkonduktivität unter dem Einbezug starker Kernkräfte (color/flavor).

Ich beklage die Art und Weise, in der das astronomische Argument vorgetragen wird - demnach wird kein Zweifel aus der astronomisch bezogenen Sicht des Betreibers an seinem Experiment deutlich. Bislang kann ich nicht erkennen, dass der offizielle LSAG-Bericht (20.06.08) eine eingehende Prüfung offener astronomischer Sachfragen enthält. Es wird nicht abgehandelt, dass etliche astron. Beobachtungstatsachen noch ungeklärt sind; welche davon LHC-Relevanz tragen, ist aus Laiensicht nicht sofort offenkundig.

Ich habe vor, nach eigener Sichtung weiterer Unterlagen mich mit spezialisierten Fragestellungen wieder zu melden.

R.U.
PermalinkPermalink 2008-12-31 | 18:48
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